Queen ohne William und Kate bei traditionellem Kirchgang

BRITAIN ROYALTY
Foto: APA/MALCOLM CLARKE Queen Elizabeth II. in Sandringham im Gespräch mit dem Geistlichen Jonathan Riviere.

Die britische Königin erschien bei der ersten Sonntagsmesse nach Weihnachten mit Prinz Philip und Prinz Edward.

Die britische Königin Elizabeth II. hat beim traditionellen Kirchgang am Sonntag nach Weihnachten auf die Begleitung ihres Enkels Prinz William und dessen schwangerer Frau Kate verzichten müssen. Die 86-jährige Queen erschien zusammen mit ihrem fünf Jahre älteren Mann Prinz Philip, ihrem Sohn Prinz Edward und dessen Ehefrau zur Messe in der kleinen Kirche an ihrem Landsitz Sandringham, wo die Königsfamilie Weihnachten verbringt.

Kate und William sollen in diesem Jahr bei der Familie von Kate in Bucklebury in der Grafschaft Berkshire gefeiert haben und nur einen Tag zu Besuch in Sandringham gewesen sein. Seit Kates Schwangerschaft Anfang Dezember bekannt wurde, weil sie wegen schwerer Übelkeit ins Krankenhaus musste, absolviert das Paar ein Minimum an öffentlichen Auftritten. Kates Zeit im Krankenhaus war überschattet von einem Scherz-Anruf eines australischen Radiosenders, in dessen Folge sich eine Krankenschwester das Leben nahm.

Williams Bruder Harry ist Militär-Hubschrauberpilot und gerade in Afghanistan im Einsatz. Prinzgemahl Philip, der den Gottesdienst im vergangenen Jahr verpasst hatte, weil er wegen einer Blasenentzündung ins Krankenhaus musste, ging den kurzen Weg zur Kirche diesmal zu Fuß, während seine Frau mit dem Auto fuhr.

Mit einem überraschenden Auftritt bei der Verleihung der Preise zur "BBC Sports Personality of the Year" hat sich die schwangere britische Herzogin Kate am Sonntag erstmals seit ihrem Klinikaufenthalt wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Die 30-Jährige überreichte in einem langen grünen Abendkleid von Alexander McQueen an der Seite von Sportgrößen wie David Beckham (Bild) oder Lennox Lewis den Hauptpreis an ... ... den Rad-Olympiasieger und Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins (m.). Die Ehrung ist mit der österreichischen Auszeichnung "Sportler des Jahres" vergleichbar. Den Preis für sein sportliches Lebenswerk übergab Kate an Sebastian Coe (l.), den Organisationschef von Olympia und Paralympics 2012 in London. Beide Ereignisse waren für die gastgebenden Briten außerordentlich erfolgreich verlaufen und vom ganzen Land frenetisch gefeiert worden. Coe war 1980 und 1984 als Leichtathlet selbst Olympiasieger über 1500 Meter geworden. Kates Auftritt dauerte laut "dailymail.co.uk" 45 Minuten, bevor es wieder nach Hause in den Kensington Palast ging, doch die Herzogin lächelte tapfer. Die Frau von Prinz William war vor zehn Tagen aus einer Klinik in London entlassen worden, nachdem sie zuvor wegen schwerer Schwangerschaftsübelkeit ins Krankenhaus gebracht worden war. Der Klinikaufenthalt war vom Freitod einer Krankenschwester überschattet worden. Die 45-jährige Mutter zweier Kinder war zuvor von einem Scherzanruf eines australischen Radiosenders überrumpelt worden, durch den vertrauliche Informationen über Kates Gesundheit an die Öffentlichkeit gelangten.
An Weihnachten verschwendet man in Krisengebieten keinen Gedanken. Da gilt es in erster Linie den Kopf über Wasser zu halten. Dessen ist sich mittlerweile auch Prinz Harry bewusst. Die Festtage muss der Enkel von Queen Elisabeth in Afghanistan verbringen. Prinz Harry muss über Weihnachten in Afghanistan bleiben. Wie das Verteidigungsministerium bekannt gab, bleibt der 28-Jährige im Krisengebiet bis Anfang 2013 im Einsatz. Dafür, dass es ihm und seinen Kameraden an Festtagen nicht fad wird, sorgt Harry angeblich mit einem eigenen Unterhaltungsprogramm. Er soll aus dem Partybuch seiner Schwägerin Pippa vorlesen. (Im Bild: Lookalikes von Pippa und Harry) Harry und die Schwester von Kate sind eng befreundet. Deshalb schickte sie ihm ein Exemplar ihres neu erschienenen Buches "Celebrate" nach Afghanistan. Er findet es toll. Sie angeblich auch. Erst seit etwas mehr als einem Monat ist Harry wieder in Afghanistan stationiert. Schon hatte er die Gelegenheit, sich bei einem Einsatz auszuzeichnen. Der Prinz rettete einem verwundeten Kameraden das Leben. Wie das britische Blatt The Sun meldet, war Harry bei einem Rettungseinsatz verantwortlich dafür, dass Sanitätern aus der Luft Feuerschutz gewährleistet wurde. Nur so konnten sie einen schwer verletzten britischen Soldaten aus der Kampfzone bergen. Der royale Party-Löwe wird im Kampf gegen die Taliban als Kampfhubschrauber-Pilot eingesetzt. Er ist ein Teil des vierköpfigen Teams, das sich in 24-Stunden-Bereitschaft hält und entweder direkt den Feind bekämpft oder aber der internationalen Schutztruppe ISAF sowie der afghanischen Armee Schutz leistet. Deshalb sollte man Harrys Heldentat nicht an die große Glocke hängen, immerhin ist es Teil seines Jobs. Privilegien soll er angeblich keine genießen. "Er riskiert sein Leben in der Kriegszone", verriet ein Militärsprecher der The Sun. "Das ist kein Spiel, er ist an der Front eines schrecklichen Krieges. Er ist einer der Jungs. Und deshalb respektieren ihn seine Kameraden." Der Enkel der Queen bleibt drei weitere Monate im Einsatz. Und wird dafür fürstlich entlohnt. "Er wird als militärisch höchstdekorierter Royal der Neuzeit heimkehren", heißt es schon jetzt. Wenn das kein Privileg ist ... Harry war als "Captain Wales" bereits im Winter 2007/2008 zehn Wochen als Fliegerleitoffizier am Hindukusch aktiv gewesen.  Der Einsatz wurde aber aus Sicherheitsgründen abgebrochen, nachdem Journalisten trotz einer Nachrichtensperre den Aufenthaltsort des Prinzen preisgegeben hatten. Das Verteidigungsministerium befürchtete damals vermehrte Anschläge auf britische Truppen oder seine Entführung. Diesmal machte die britische Armee den Einsatz der Nummer drei in der britischen Thronfolge von Anfang an öffentlich. Die Vorbereitungen für den gefährlichen Afghanistan-Einsatz absolvierte Harry in Las Vegas, wo er mit Nacktfotos für Schlagzeilen gesorgt hat. Seinen ersten öffentlichen Auftritt nach dem Skandal absolvierte Harry bei einem Charity-Event wenige Tage vor seiner Rückkehr zum Militär. Der vollständig gekleidete Prinz nahm an einer Preisverleihung der Wohltätigkeitsorganisation WellChild in London teil, die sich für schwer kranke Kinder einsetzt. Harry hielt eine Rede und sprach mit Kindern. Dabei machte er entspannten Eindruck. Zwar ging der 27-jährige Harry nicht direkt auf die Schlagzeilen über die Nacktfotos ein. Als er jedoch in seiner Rede von sich behauptete, nicht schüchtern zu sein, erntete er dafür vom Publikum Gelächter. Vor kurzem waren Nacktfotos im Internet veröffentlicht worden, die ihn beim Strip-Billiard mit Freunden in Las Vegas zeigen. Das Motto "Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas" dürfte für einen Prinzen somit nicht gelten. Zusätzlich könnte der bekannte PR-Agent Max Clifford den Prinzen noch mehr in die Bredouille bringen, als er es ohnehin schon ist: Clifford gab bekannt, dass bereits zwei amerikanische Mädchen auf ihn zugekommen seien und Bilder vom Party-Prinzen verkaufen wollen. "Zwei Mädchen von der Party (in Las Vegas, Anm.) meldeten sich, und fragten mich ob ich ihre Fotos verkaufen will." Der PR-Experte sagte nein, so Clifford selbst. Offenbar gibt es eine Menge weiterer brisanter Bilder. Der bloßgestellte Prinz hat inwischen sein Facebook-Profil, das er unter dem falschen Namen Spike Wells erstellte, gelöscht, so die Sun. Auch seine zwei Freunde Tom Inskip und Arthur Landon, die in Las Vegas mit dabei waren, löschten ihre Profile. Anscheinend haben alle Angst, dass weitere Bilder veröffentlicht werden. Kurz vor dem Las Vegas Trip war die Männer-Clique auf der Privatinsel von Richard Branson angeblich ähnlich feierwütig. Auch dort seien Alkohol und Frauen im Spiel gewesen, berichtet die Sun. Bislang sind aber keine peinlichen Beweisfotos von diesem Urlaub an die Öffentlichkeit gelangt. Die Briten finden die Nackt-Fotos übrigens nicht weiter schlimm: Auch ein Prinz dürfe sich im Urlaub amüsieren, ergab eine Blitzumfrage. Rupert Murdoch, umstrittener Medien-Mogul, hat Prinz Harry ebenfalls verteidigt. "Lasst ihn ein bisschen in Ruhe", verlautbarte der 81-Jährige via twitter. Zu Murdochs Imperium gehört auch The Sun, also jenes Blatt, das in Großbritannien als einzige Zeitung die Nacktfotos des 27-jährigen Singles veröffentlicht hat. Murdoch: "Harry wird von den Leuten geliebt, auch wenn er in Las Vegas so gefeiert hat." Stimmt. Laut einer Blitz-Umfrage finden 68 Prozent der Befragten, es sei akzeptabel, wenn er sich im Urlaub amüsiere. Zur Vorgeschichte: Nacktbilder des Party-Prinzen sorgten in den vergangen Tagen für Aufsehen. Beim Strip-Billard in Las Vegas sollen die Fotos entstanden sein, ein unbekanntes Mädchen soll sie geschossen haben. Mit seinen Freunden, darunter auch US-Olympia-Goldmedaillengewinner Ryan Lochte, ging es für Harry übers Wochenende nach Las Vegas. Wie viele andere Touristen, feierte auch der Prinz ordentlich in der Sin City. Er ließ sich auf einer Pool-Party und in Clubs sehen. Zur Erheiterung soll auch Strip-Billard gespielt worden sein, bei dem der Party-Prinz offenbar verlor. Die Bilder, die auf TMZ.com veröffentlicht wurden, zeigen einen nackten Harry, der seine Kronjuwelen nur mit einer Hand bedeckt. Eines der Mädchen, die am Spiel teilnahmen, dürfte die Fotos mit dem Handy gemacht und anschließend verkauft haben. Das Königshaus und vor allem die Queen sind über den Ausrutscher des Prinzen überhaupt nicht amused. Denn ...Die Nacktbilder auf TMZ.com ... nach seiner Rückkehr am Donnerstag eine gehörige Standpauke für den Prinzen gegeben haben. Aber auch für die Bodyguards könnte die Party noch ein Nachspiel haben. Eine ganz bestimmte Frage wird immer lauter: Warum haben die Leibwächter nicht eingegriffen? Laut britischer Medien sollen die Sicherheitsleute selbst die Party genossen haben und versäumten wohl deshalb, den Mädchen die Smartphones abzunehmen. Ein Vertreter der Polizei wies die Vorwürfe allerdings gegenüber dem Telegraph zurück: "Sicherheitsleute, die Vertreter des Königshauses begleiten, sind da, um den Prinzen vor Gefahren zu schützen. Sie sind aber nicht dafür da, sein Leben zu reglementieren." Auch Ken Wharfe, Ex-Bodyguard von Prinzessin Diana, hat sich inzwischen besorgt zu Wort gemeldet: "Dieses Mal war es eine Kamera - das nächste Mal könnte es eine Waffe sein." "Es ist schwer der royalen Familie zu sagen, was sie zu tun haben, aber die einzige Person, die Harry hätte stoppen können war sein Bodyguard", so Wharfe weiter. Mit seinem kleiderlosen Auftritt hat Prinz Harry unterdessen auch das Interesse der männlichen Striptease-Gruppe Chippendales geweckt. Wie das US-Promiportal TMZ berichtete, zeigten sich die Stripper von den Nacktbildern des 27-Jährigen beeindruckt. Ein Chippendales-Vertreter sagte, die Gruppe bemühe sich, Harry für einen Gastauftritt in Las Vegas zu gewinnen. Abzuwarten bleibt nur, ob Harry von der britischen Armee bestraft wird, da diese „gesellschaftliches Fehlverhalten“ nicht akzeptiert. Eine Sprecherin des Palasts in London bestätigte bereits, dass es sich bei den vom US-Promiportal veröffentlichten Fotos um Aufnahmen des Prinzen handle. Sie wollte aber keinen weiteren Kommentar abgeben.  Auf die Bitte des Königshauses hin, verzichteten Englands Klatschblätter vorerst darauf, die Fotos zu veröffentlichen. Doch am Freitag brachte schließlich auch die britische Sun die Bilder. Mit der Begründung: Die Fotos wären bereits auf sämtlichen Internetseiten zusehen gewesen. Auf einem der Bilder ist Harry nackt vor einer jungen Frau zu sehen. Auf dem anderen beugt sich der Prinz über die Person.  Während seinem Vegas-Trip habe er zwar sich mit verschiedenen Mädchen unterhalten, so ein Augenzeuge zu E! News. Doch Harry sei stets Gentleman geblieben. Wichtiger als mit Mädls zu flirten war es ihm, mit seinem Kumpels Spaß zu haben. Das Ziel wurde offenbar erfüllt. Schon letztes Jahr war Harry zum Partymachen in Sin City - im November war er mit einer gemieteten Harley Davidson nach Las Vegas gefahren, als er eine Pause von seiner Ausbildung als Kampfpilot hatte, die er in Kalifornien absolvierte. Während Harry wild feierte, leitete der 30-jährige Prinz William, der als Rettungspilot bei der Royal Air Force in Angelsey, Wales, stationiert ist, eine Bergungsmission, um eine 16-Jährige vor dem Ertrinken zu retten. Das Mädchen und seine 13-jährige Schwester waren beim Wellenreiten an der Küste bei Silver Bay durch einen gefährlichen Brandungsrückstrom in Schwierigkeiten geraten. Die 16-Jährige wollte ihrer Schwester zu Hilfe kommen. Dabei wurde sie selbst abgetrieben; im felsenreichen Gebiet geriet sie immer wieder unter die brechenden Wellen. Surfern gelang es, die 13-Jährige zu retten; für die 16-Jährige setzten sie einen Notruf ab. Prinz William, der gerade Dienst versah, pilotierte den Rettungshubschrauber zur Unfallstelle. Mit einer Rettungsleine wurde die Schülerin an Bord gehievt. Beide Mädchen kamen ins Spital. Sie waren geschockt und unterkühlt, die 16-Jährige hatte zudem schwere Schürfwunden erlitten. Prinz William hatte bereits im November 2011 mit seinem Helikopter zwei Seeleute vor dem Ertrinken gerettet. Davor musste er schon Kranke von Bohrinseln holen oder überforderte Bergsteiger retten.
(apa / mod) Erstellt am

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