Papst-Sekretär auf "Vanity Fair"-Cover

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Foto: vanity fair

"Schön zu sein, ist keine Sünde". Das Magazin widmet Bischof Gänswein ein Porträt.

Der langjährige Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein, erscheint auf dem Cover der italienischen Ausgabe von "Vanity Fair". Das Magazin veröffentlicht in seiner Mittwochausgabe ein Porträt des 56-jährigen Gänsewein, der vor einer Woche zum Erzbischof und Präfekten des Päpstlichen Hauses ernannt worden war.

gaenswein2.jpg Foto: vanity fair "Schön zu sein, ist keine Sünde", lautet das Porträt, das "Vanity Fair" Gänswein widmet. Dieser wird von italienischen Medien gern "George Clooney des Vatikans" und "schönster Mann im Talar" bezeichnet.

Der aus der Nähe von Waldshut in Baden-Württemberg stammende Gänswein wurde 1984 zum Priester geweiht und schloss 1993 in München mit einer Arbeit über Kanonisches Recht sein Theologiestudium ab. Er ist seit vielen Jahren ein enger Mitarbeiter des Papstes. In der Vati-Leaks Affäre wurde auch er zunächst als Verdächtiger gehandelt.

Die wichtigsten Männer in der römisch-katholischen Kirche

Die Vatikanstadt in Rom ist nicht nur die der kleinste anerkannte Staat der Welt sowie derjenige mit der höchsten Verbrechensrate in Relation zur Einwohnerzahl (zumeist Taschendiebe, die in benachbarte Italien fliehen). Hier sitzen auch die wichtigsten Organe der römisch-katholischen Kirche. Ein Überblick. Papst Benedikt XVI. ist seit19. April 2005  das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Zuvor war der gebürtige Bayer als Kardinal Joseph Ratzinger Dekan des Kardinalskollegiums und Präfekt der Glaubenskongregation. Kardinal Gerhard Ludwig Müller folgte Ratzinger als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre nach. Dieser obliegt es, „die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen.“ Kardinal Angelo Sodano löste Ratzinger als Dekan des Kardinalskollegiums ab und ist damit der ranghöchste Kardinal. Dem gebürtigen Chilenen wird vorgeworfen, gegenüber den Menschenrechtsverletzungen des Pinochet-Regimes geschwiegen zu haben. Georg Gänswein ist einer der beiden Privatsekretäre Benedikts XVI. Er ist ein langjähriger Mitarbeiter das Papstes und gilt als einer seiner engsten Vertrauten. Der aus Malta stammende Alfred Xuereb ist der zweite Privatsekretär. Kardinal Tarcisio Bertone ist amtierender Kardinalstaatssekretär und Kardinalkämmerer der römisch-katholischen Kirche. Als solcher ist er maßgeblich für die politischen und diplomatischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls verantwortlich und gilt als Ministerpräsident von Vatikanstadt. Ihm als Regierungschef zur Seite steht Kardinal Giuseppe Bertello, der Präsident des Governatorates der Vatikanstadt. Kardinal Giovanni Lajolo ist Gouverneur des Stadtstaates Vatikan für Einnahmen und Ausgaben auf dem Territorium zuständig. Kardinal Giuseppe Versaldi ist Präsident der vatikanischen Wirtschaftspräfektur und damit "Finanzminister" der Weltkirche. Attilio Nicora leitet die Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhles (APSA). Über die APSA werden die Gehälter gezahlt und über anfallende Investitionen entschieden. (Im Bild: Nicora bei seiner Ernennung  durch Papst Johannes Paul II.) Der Bankmanager Ettore Gotti Tedeschi war bis 24. Mai Präsident der Vatikanbank IOR. Das Pressebüro des Vatikan teilte als Begründung mit, er habe „grundlegenden Anforderungen“ nicht genügt und trotz wiederholter Mahnungen „bestimmte Aufgaben von vordringlicher Wichtigkeit nicht ausgeführt“. Seit seiner Absetzung ist der Posten vakant.Mehr dazu. Der Jurist und Kriminalpolizist Daniel Anrig wurde am 19. August 2008 zum 34. Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde ernannt. Ein Bild aus besseren Zeiten: Paolo Gabriele, der Kammerdiener des Papstes.
(apa / mich) Erstellt am

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