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KURIER Romy 2014
Jennifer Lawrence will kein dürres Vorbild für junge Mädchen sein.
Jennifer Lawrence will kein dürres Vorbild für junge Mädchen sein. - Foto: ap

Letztes Update am 12.11.2012, 16:09

Essen erlaubt: Es wird wieder kurvig. Jennifer Lawrence pfeift auf den Magerwahn à la Victoria Beckham. Andere tun es ihr gleich. Das Motto "Je dünner, desto besser" gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an.

Zugegeben, Victoria Beckham und einige andere Promi-Damen haben vom Trend offenbar noch nichts mitbekommen, doch auf den Red Carpets wird immer deutlicher: Rundungen werden wieder salontauglich. Etwas Hüftgold und ein strammer Hintern gelten wieder als schön.

"Hunger Games"-Star Jennifer Lawrence widersetzt sich dem Mager-Diktat Hollywoods und meinte kürzlich: "Ich werde nie für eine Rolle hungern. Ich will nicht, dass die kleinen Mädchen sagen: 'Ich möchte aussehen wie Katniss, ich esse nichts zu Abend'". Und sie ist nicht alleine.


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Foto: ap
Jennifer Lopez, Christina Aguilera oder "Mad Men"-Schauspielerin Christina Hendricks präsentieren stolz ihre kurvigen Körper. Sogar Kate Moss hat heute einige Kilos mehr auf den Rippen als noch vor einigen Jahren.

Heroin Chic

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Foto: pps
Länger als ein Jahrzehnt hatte das Schönheitsmotto "Je dünner, desto besser" geheißen. Das Zeitalter des Magerwahns wurde mit dem Heroin-Chic Mitte der Neunziger Jahre eingeläutet. Zum ersten Mal war es in, krank auszusehen. Blasse Haut, Augenringe und knochendürr, so wollte man aussehen - ganz wie Kate Moss in den Calvin Klein Werbungen.

Models wie Linda Evangelista, Claudia Schiffer oder Christy Turlington verschwanden vom Laufsteg und machten Klappergestellen wie Stella Tennant Platz.

Erst Jahre später sollte mit Gisele Bündchen, die Rückkehr zum sexy Model gefeiert werden. Auch die Victoria's Secret Models stehen seit einigen Jahren für Rundungen und einen gesund aussehenden Körper - dennoch sind die heutigen Topmodels und Werbeikonen um vieles dünner als ihre Vorgängerin. Gisele wiegt bei 1,80m nicht einmal 57 Kilogramm. Laut Bodymaß-Index (BMI) ist sie stark untergewichtig.

Size Zero

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Foto: pps
Rachel Zoe, die Stylistin von Stars wie Nicole Richie, Demi Moore oder Mischa Barton machte den Size Zero Look (in den USA wird so Kleidergröße 32 bezeichnet) Mitte der 00er-Jahre erst so richtig populär. Rachels Vorstellung von einem ideal abgemagerten Körper konnte man 2006 schockiert an Richie bestaunen. Gegenwärtig sieht das ehemalige It-Girl wieder gesünder aus, ihre Stylistin Zoe hat sie gefeuert.

Serien geben den Trend vor

Erst seit zwei, drei Jahren ist ein Umdenken in Hollywood und im Modezirkus auszumachen. So outete sich Karl Lagerfeld als Fan von Beth Ditto, der übergewichtigen Sängerin von "Gossip" - auch wenn er für seine Schauen noch immer ausschließlich dünne Models bucht.

Zu verdanken ist der allmähliche Paradigmenwechsel in Sachen Ideal-Körper auch beliebten und trend-setzenden Serien wie "Mad Men" oder "Girls".

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Foto: apa
Christina Hendricks präsentiert ihre verführerischen Rundungen in der Hit-Serie "Mad Men", Lena Dunham agiert in "Girls" als gar nicht perfekte aber liebenswerte Hauptdarstellerin und Kat Dennings zeigt in "2 Broke Girls", dass Hauptdarstellerinnen keine dürren Kleiderständer sein müssen.

In diesem Sinne: Sparen Sie sich die nächste Diät und führen Sie sich stattdessen eine der gerade genannten Serien zu Gemüte.


Bildergalerie

Früher dürr, heute kurvig(er)

Heidi Klum, Nicole Richie oder Britney Spears. Noch vor einigen Jahren hungerten sich diese Promis zur Size Zero Figur, heute stehen ihnen ein paar Kilogramm mehr auf den Hüften ganz gut.

(KURIER) Erstellt am 12.11.2012, 16:09


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