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KURIER Romy 2014
Der Border Collie Esprit verhalf seinem Frauerl Alexandra zu 100.000 Euro. Ihm geht es nur ums Spielzeug.
Der Border Collie Esprit verhalf seinem Frauerl Alexandra zu 100.000 Euro. Ihm geht es nur ums Spielzeug. - Foto: KURIER/Jeff Mangione
SONNTAGSFRAGEN: "Mein erstes Haustier war" Esprit!
SONNTAGSFRAGEN: "Mein erstes Haustier war" Esprit! - Foto: KURIER/Jeff Mangione
"Seine Motivation ist" das Spielzeug. Darauf ist er fixiert. Ich musste ihm erst beibringen, ohne Spielzeug spazieren zu gehen. Da hat er dann plötzlich Gerüche entdeckt.
"Seine Motivation ist" das Spielzeug. Darauf ist er fixiert. Ich musste ihm erst beibringen, ohne Spielzeug spazieren zu gehen. Da hat er dann plötzlich Gerüche entdeckt. - Foto: KURIER/Jeff Mangione
"Ich verbringe täglich mit" Esprit so viel Zeit wie möglich. Morgens eine Stunde spazieren, ab 14 Uhr sind wir oft bis spätabends am Hundeplatz. Alleine sind die Hunde nur von 9 Uhr bis zu Mittag.
"Ich verbringe täglich mit" Esprit so viel Zeit wie möglich. Morgens eine Stunde spazieren, ab 14 Uhr sind wir oft bis spätabends am Hundeplatz. Alleine sind die Hunde nur von 9 Uhr bis zu Mittag. - Foto: KURIER/Jeff Mangione

Letztes Update am 30.12.2012, 10:25

Alexandra Plank: "Ohne Esprit erkennt mich keiner". Die "Große Chance"-Gewinnerin über ihre Affenliebe zu Hunden und warum der Sieg ihr Leben nicht verändert.

Sie lacht oft, aber eines hat Alexandra Plank geärgert: „Leute, die sich darüber aufregen, dass ein Hund ‚Die Große Chance‘ gewonnen hat. Esprit ist toll, aber er wurde ja nicht so geboren, dass er auf eine Bühne geht.“ Es brauche Jahre, das blinde Vertrauen dafür aufzubauen. „Das ist schwieriger als die Tanzeinlagen. Diese Hintergrundarbeit sehen viele nicht.“ Das könne einen dann schon ärgern.

Richtig grantig wirkt Plank aber auch bei diesem Thema nicht, wenn sie mit Esprit im oberösterreichischen Schnee herumstapft. Die 25-jährige Steirerin landete nach zwei Kärnten-Jahren in Ansfelden. „Ich komme aus Oberwölz. Mit 17 habe ich mit einer Freundin eine Wohnung in Klagenfurt genommen.“ Denn Plank war es leid, täglich eine gute Stunde ins Gymnasium nach Murau zu fahren. Nach der Matura jobbte sie in einem oberösterreichischen Reitstall und zog wegen der damaligen Liebe hierher.


Plank wirft das Spielzeug für Esprit und setzt fort, worüber sowieso alle reden: „Natürlich haben die meisten den Hund gewählt.“ Sie klingt nicht steirisch, ist oberösterreichisch angepasst, aber ohne „goi“ zu sagen. Plank ist selbst eine Frontfrau – als Sängerin der Band Karandache. „Als ich erzählte, dass ich bei der Großen Chance mitmache, fragten alle: Was singst?“ Aber sie kam mit Dogdance. Die Motivation ist die gleiche: „Es ist cool, wenn Leute klatschen, weil es ihnen gefällt. Ich wusste gar nicht, dass man da Geld gewinnen kann.“

Das Leben bleibt gleich

Verändern wird sich durch die 100.000 Euro Siegesprämie ohnehin nicht viel, eine größere Wohnung wollen sie und ihr jetziger Freund sich leisten. Sonst sei sie zufrieden. Mit dem Job im Büro – Plank macht die Logistik in einem Pharmabetrieb. Mit der überschaubaren Prominenz: „Da hat sich nix verändert. Menschen erkennen den Hund. Ohne Esprit bleibe ich unerkannt. Aber ich bin sehr glücklich mit meinem Leben“, sagt Plank und man glaubt es ihr.

Es werde auch wie bisher monatlich bei zwei bis drei Auftritten mit Esprit bleiben – als Mitternachtseinlage oder so. Bei längeren oder mehr Engagements „würde ich den Spaß verlieren. Esprit auch. Und gerade bei Dogdance erkennt man, ob der Hund Spaß hat.“ So vermittle sie das auch in Seminaren. (www.dogdance-by-alex.at)

Alex und Esprit
Foto: KURIER/Jeff Mangione
Wie zur Bestätigung schurlt Esprit um sie, auf der ewigen Jagd nach dem Spielzeug. „Ihm geht es nur ums Spiel, den Rest bekommt er nicht mit.“ Plank versuchte gar nicht, ihm den Showsieg klarzumachen. „Ich hab’ gesagt, cooler Hund, wenn du wüsstest, was du geschafft hast. Aber er ist ein Hund. Ich hau’ mich ab, wenn auf Facebook jemand seinem Hund zum Geburtstag gratuliert und Knochen mit Masche garniert.“ Dafür dürfen Planks Hunde – Esprit und Whoopie, ein Kleinkurzhaarmischling mit Unterkieferüberbiss – auf die Couch und ins Bett. Die Decken, die sie den beiden umwickelt, haben nichts mit Vermenschlichung zu tun: „Sporthunde brauchen das, um die Muskeln warm zu halten.“ Wie Massagen und Infraroteinheiten. Und viel Liebe.

 

Ein Redakteur lernt Dogdance-Schritte

Alex und Esprit
Foto: KURIER/Jeff Mangione

 

(KURIER) Erstellt am 30.12.2012, 10:25


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