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KURIER
Freunde: Bei den Proben von Harald Serafins letzter Mörbisch-Premiere wird mit Regisseur Helmuth Lohner viel diskutiert, gelacht & wenig gestritten. - Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Letztes Update am 09.07.2012, 07:20

Harald Serafin: Spannung steigt stündlich. Am Donnerstag feiert Serafin seine letzte Premiere in Mörbisch: Angst vor den Gelsen hat er nicht, nur vor dem Wetter.

Die gute Nachricht zuerst: In Mörbisch haben bis jetzt noch keine Gelsenschwärme Einzug gehalten. Das bestätigte Harald Serafin , der seit Wochen direkt am Neusiedler See seine letzte Premiere "Die Fledermaus" als Intendant der Seefestspiele vorbereitet: "Meine Frau sitzt jeden Abend hier und sie wurde bisher von keiner einzigen Gelse gestochen. Aber vielleicht stehen die Gelsen heuer nicht auf die Burgenländer und warten auf das frische Blut der Wiener, die am Donnerstag zur Premiere anreisen." Die Insektenplage ist für den 80-jährigen Serafin sowieso das geringste Problem: "Die Spannung steigt stündlich, seitdem der ORF hier mit unzähligen Omnibussen vorgefahren ist, um die Live-Übertragung vorzubereiten. Hoffentlich ist der Wettergott heuer gut zu mir, das ist das Einzige, was ich mir wünsche." Besonders freut sich Serafin, der heuer als Gefängnisdirektor auf der Bühne glänzt, über die hochkarätige Besetzung: " Lohner macht nicht nur Regie, er spielt auch den Frosch. Die Reinprecht , die Fally und viele Stars der Staatsoper machen mit. Das hätten wir uns nie leisten können, aber ich habe gesagt ‚Tuts mir den Gefallen und als Dankeschön bekommt ihr zum Schluss auch eine DVD der Aufzeichnung in HD-Qualität." Das bekommen die Stars von der Staatsoper nicht."

"Riesen-Lacher"

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Lustig: Daniel Serafin musste lange üben, um diese Akrobatik-Nummer zu können. - Foto: ORF

Die Zusammenarbeit mit Regisseur Helmuth Lohner beschreibt Serafin als freundschaftlich: "Wir haben dauernd Meinungsverschiedenheiten, das gehört dazu. Wir diskutieren viel, lachen noch mehr und schreien kaum. Der Lohner sagt: ‚Harald, glaube mir". Dann gehen wir auf einen Kaffee, und dann ist alles wieder gut. Das ist Freundschaft." Dass sein Sohn Daniel Serafin bei seiner Abschiedsvorstellung nach 20 Jahren Amtszeit mitspielt, freut den Intendanten sehr: "Lohner hatte die Idee mit der Akrobatik-Einlage. Daniel springt auf den Knien seines Kollegen in eine Yoga-Stellung. Das musste natürlich geübt werden und war ein Riesen-Lacher."

(kurier) Erstellt am 09.07.2012, 05:34

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