Letztes Update am 12.05.2012, 02:59
Dancing Stars: Magie, Gänsehaut und Tränen.
Halbfinale war’s. Gebrannt hat nichts, dafür wurde gezaubert. Frenkies Hüften und Freys Outfit sorgten für eine sexy Show. Das Finale müssen Brigitte Kren und Willi Gabalier aus der Ferne beobachten.
Halbfinale war’s. Gebrannt hat nichts, dafür wurde gezaubert. Frenkie Schinkels Hüften und Petra Freys Outfit sorgten für eine sexy Show. Nicht gereicht hat es überraschend für Brigitte Kren und Willi Gabalier. Und wieder wurde bewiesen: Man muss nicht tanzen können, um ins Finale zu kommen.
Die Abgewählten eröffneten auch das Halbfinale. „Der hüpfende Flummi“ (Mirjam Weichselbraun): „Ich bemühe mich nach bestem Wissen sexy zu tun.“, meinte Kren zu dem bevorstehenden Cha Cha Cha „Sexbomb“.
Bislang lagen Kren ja die schnellen Tänze immer sehr und auch Gabalier unterstrich das: „Die Gitti kann schon viel Feuer aufs Parkett legen!“ Für die Zuseher war es wohl zuwenig.
Und tatsächlich: Die „Sexbomb“ kam nicht durch, doch Kren beeindruckte einmal mehr mit einer schönen Hebefigur und ihrer unglaublichen Beweglichkeit.
Da gab es auch vom Publikum Standing Ovations.
Die Jury war verhalten. Thomas Schäfer-Elmayer: „Heute war wieder sehr viel Tolles dabei, aber auch sehr viel nicht im Takt.“
Kren: „Wirklich? Ich habe gehofft, es fällt nicht auf.“ Schäfer-Elmayer: „Mir ist es leider aufgefallen.“ Begeistert war dafür …
… Balász Ekker: „Wenn man eine Tanzbombe ist, dann gibt es auch Scherben. Aber sie machen das gut. Sie sind meine Tanzbombe.“
„Ich tanz sogar lieber, als ich spiele“, meinte Kren nach dem Cha Cha Cha. Wie sie ihre Chancen für den Finaleinzug sehen: „Unser Vorteil ist, dass wir gut harmonieren.“ (Kren) 31 Punkte
Auch wenn es für Willi und Brigitte bitter war, so ist es doch der Lauf der Show. Der Profi feierte noch und ließ sich von Jurorin Nicole Burns-Hansen trösten, der Promi ging etwas früher heim. "Sie war schon ein bisserl traurig", erklärte Gabalier.
"Ich bin froh, dass wir zu einem Zeitpunkt ausgeschieden sind, wo die Brigitte ein paar super Tänze aufs Parkett gelegt hat. Sonst hätten wir uns selber mehr Vorwürfe gemacht. So ist es halt die Blecherne", meinte der Profitänzer (links, mit seinem Bruder Andreas).
"Ich bin eine tänzerische Großbaustelle" Sänger Marco Ventre baute in den vergangenen Wochen vor allem auf eine: Seine Tanzpartnerin Babsi Koitz. Die versuchte einem sehr ratlosen Moderator Schritte zu erklären, die er nie verstehen wollte.
„Wenn ich dem Marco net sage wohin wir drehen sollen, dann landen wir irgendwo“, meinte eine nervenstarke Koitz beim Training. Beim langsamen Walzer drehten die beiden dann: nicht durch, dafür richtig auf.
Nach einer romantischen Bootszene schwebten Ventre und Koitz zu „True Love“ übers Parkett. Traumhafte Hebefiguren, ein schwingendes Kleid und ein rotes Herz am Schluss (das Licht der Tanzfläche) ließen Ventre in gutem (Tanz)Licht dastehen.
Standardtanz liegt dem Sänger mehr, die Nähe zur Trainerin wirkt sich positiv auf ihn aus. Burns-Hansen: „Du hattest Glück, du hast zwei Standardtänze hintereinander. Du solltest nur noch lockerer werden.“ Ventre: „Mir gefallen diese Tänze besser, da kann ich unrunder tanzen.“
Hannes Nedbal: „Sie haben ein gewisses Niveau erreicht. Über Haltung, Technik, Linie zu reden, ist heute überflüssig. Kämpfen Sie fürs Finale beim Quickstep.“ Ventre und Koitz wollen auch nach Dancing Stars weiter tanzen: Vom Ballroom am Küniglberg zur Polizeigala in Kärnten. 29 Punkte (die beste bislang für Ventre)
Tränenreich verlief das Training für Sängerin Petra Frey. Ihr wurde schlagartig bewusst, dass nach nächster Woche die Tanzerei vorbei sein wird. Tanzpartner Vadim Garbuzov holte aus der Tirolerin Seiten hervor, die sie „noch nicht gekannt hat“. Und auch das Publikum kannte diese Seite Freys nicht.
Eine sexy Frey schwang zu „La is La Bonita“ die Samba-Hüften und präsentierte einen wunderschönen Tanz mit großartiger Schrittfolge. Das sah auch das Publikum so und applaudierte stehend.
„Es sind Freudentränen, weil man nicht so oft die Chance hat, mit so großartigen Menschen zu arbeiten.“
Ekker: „Es hat mir sehr gut gefallen. Die Choreographie war hervorragend. Gratulation Vadim. Trotzdem muss ich sagen, dass ich keine Gänsehaut bekomme, wenn ich euch zuschaue. Fürs Finale reicht es für mich noch nicht.“
Burns-Hansen: „Ich stimme dem Balász bei der Choreographie zu. Aber Petra, du musst noch voll die Sau rauslassen, dann kriegt auch Balász die Gänsehaut." Im Publikum votete derweil Freys Verlobter Gregor Glanz. Von der Jury gab`s zwei Mal die 10 (Schäfer-Elmayer und Burns-Hansen): 37 Punkte
Ex-Fußballer Frenkie Schinkels schummelte sich durch die vergangenen Wochen und lenkte mit heißen Hüftbewegungen von seinen Schritten ab. Das half aber beim Walzer nichts: „Ich kapiere die Haltung und die Schritte nicht“, meinte Schinkels. Roswitha Wieland ließ sich eine Merkhilfe einfallen: Ein ACHTUNG Stirnband. Ein riesen Schummler!
Für die Haltung reichte der Schummler, die Schritte des langsamen Walzer waren aber nicht perfekt.
Die Magie fehlte, trotz Verkleidung des Promis als Zauberer. Und auch der Hase, in den er Wieland verwandelte, half nicht. Dem Publikum gefiel es trotzdem.
„Unser Harry Potter von Dancing Stars.“ (Weichselbraun) „Des ist nicht mein Lieblingstanz, dafür kann ich zaubern“, so Schinkels und zauberte eine Blume für die Moderatorin.
Wie so oft machte Schinkels ein paar Kommentare über die lockeren Hüften, die er auch im Schlafzimmer einsetzt: „Männer ihr müsst mehr tanzen, da werdet ihr noch viel lockerer.“
Nedbal: „Das Parkett hat unter ihren Schritten sicherlich gelitten. Der langsame Walzer ist ein romantischer Tanz mit weichen Bewegungen. Sie haben eher sportliche gewählt.
Aber es gibt noch einen zweiten Tanz.“ Schäfer-Elmayer: „Ich kann dem Hannes voll beipflichten. Ich bedanke mich aber für die Erkenntnis, dass Männer mehr tanzen sollen.“ 24 Punkte
Vom „springenden Flummi“ zur Walzertänzerin hieß es für Brigitte Kren beim zweiten Tanz.
Der war sehr schön anzusehen. „Wir lieben den Wiener Walzer, weil er einer der swingendsten Tänze ist.“ (Kren) Burns-Hansen: „Ich finde, dass der Wiener Walzer oft fad rüberkommen kann. Das war aber einer der schönsten, vor allem eine tolle Choreographie.“
Nedbal sah das ähnlich. Er hatte Tränen in den Augen (meinte zumindest Weichselbraun): „Ich hoffe ihre tänzerischen Qualitäten haben nicht nur mich überzeugt. Ich muss Nicole leider zustimmen.“ 10 Punkte von Burns-Hansen: 35 Punkte. Gesamtwertung: 66 Punkte.
Beim Quickstep, dem zweiten Tanz von Ventre, musste er wieder hüpfen. Aufmerksame Zuseher der Vorwoche wussten, dass er das zwar kann, aber etwas übertreibt - der langsame Walzer war einfach besser. Den Fans gefiel es und sie wählten Ventre ins Finale.
Schäfer-Elmayer: „Das heute war gut und ein Glück, dass zwei Standardtänze dran waren.“ Ekker: „Allein das Tanzen hat mich nicht gestört, aber diese blöden Handbewegungen, die geben mir gar nix.“
Ventre konterte sogleich: „Die haben wir beim Balász gesehen, deshalb haben wir es nachgemacht.“ 29 Punkte, gesamt 58.
So sexy der erste Tanz, so romantisch der zweite: Petra Frey und Vadim Garbuzov begeisterten mit einer perfekten Performance. Ob es für eine Gänsehaut bei Ekker reichte? Für Tränen bei Frey schon: „Ich bin so dankbar für die wunderschöne Zeit.“
Nedbal: „All die Wochen haben Sie eine akzeptable Leistung gebracht. Wir haben heute den dritten langsamen Walzer gesehen und es war mit Abstand der beste.“ Schäfer-Elmayer: „Es war einfach exzellent. Ich könnte mir vorstellen, dass sogar Balász eine Gänsehaut hat.“ Ekker: „Hut ab, das erste Mal, dass du nicht nur gelächelt, sondern Emotionen gezeigt hast. Ihr habt mich überzeugt.“ 3 x 10 + 9 (Nedbal): 39 Punkte und Höchstwertung. Gesamt: 76
Nicht nur die Jurorin freute sich auf Frenkie Schinkels schwingende Hüften. Beim Samba enttäuschte er nicht. Über die Taktschwierigkeiten blickte man getrost hinweg. Schinkels ist bisher der erste Sportler, der seine Hüften wirklich einsetzt.
Ekker: „Das zeichnet Sportler aus, dass sie im richtigen Moment die beste Leistung abrufen können. Gegen den Anfang hast du dich absolut gesteigert. Das hat sonst keiner geschafft.“ Burns-Hansen: „Du strengst dich wirklich an und ich war von deinen Schritten sehr begeistert. Ein Finale ohne Frenkie und Rosi wäre echt fad.“ 32 Punkte, gesamt 56.
Nachdem Andreas Gabalier schon einmal da war, nutzte Eva Maria Marold (mit ihrem guten Freund Hannes) auf der After-Show-Party die Gelegenheit und wollte ein Foto mit ihm - für ihre beiden Buben. Die sind nämlich große Fans.
Da werden seine Fans wohl eifersüchtig: Gabalier flirtete auf der Party ein bisschen mit der "Wunderbar"-Dame.
Nachgespräch: Klaus Eberhartinger und Mirjam Weichselbraun ließen zu später Stunde die Show Revue passieren.
"Ich bin total glücklich und erleichtert", doch am meisten war Petra Frey über eines erleichtert: Die Schuhe ausziehen zu können. Übrigens wird es keine bombige Tanzeinlage von Frey und Gregor Glanz bei ihrer Hochzeit geben: "Der Gregor muss da nicht herhalten, der Arme."
Besonders freute sich Frenkie Schinkels übers Weiterkommen. War doch der Walzer so gar nicht sein Ding. "Ich hab die Brigitte und auch die Eva Maria als viel besser gesehen, ich wollte nur nicht gegen den Marco verlieren."
Ist dann auch nicht geschehen. Die beiden Konkurrenten im Finale: Sänger gegen Sportler. Die beiden wetzten sicherheitshalber schon die Messer, ähm Fäuste.
"Ich hätte nie damit gerechnet, dass zwei Männer ins Finale kommen", meinte ein glücklicher Ventre. "Ich habe gar nichts mehr einschätzen können", sagte Koitz nach der Show. "Es ist schon ein irrer Erfolg. Das persönliche Zuckerl ist der Schautanz nächste Woche." Besonderen Dank richtete Ventre an seine Lehrerin: "Die Babsi hat mir mit verschiedensten Trainingsmethoden das Tanzen irgendwie beigebracht hat."
Am Schluss gab`s noch eine Gruppenumarmung, dann hieß es für Schinkels heimgehen und brav trainieren, denn ...
... im Finale am 18. Mai muss der Ballroom brennen.
(kurier)
Erstellt am 12.05.2012, 02:55