Letztes Update am 07.05.2012, 14:57
Dancing Stars: Heiß & sexy - es brennt!.
"Alle Waffen sind erlaubt" hieß es im Vorfeld. Und die restlichen sechs Paare nahmen es sich zu Herzen. Es wurde heiß im Ballroom - sehr heiß. Ausgetanzt haben Eva Maria Marold und Thomas Kraml.
"Der Zirkus hat seinen Clown verloren", soll Dolly Buster über ihren Abgang gesagt haben. War es wirklich so, oder fand sich ein anderer Clown? Teil acht der Tanzshow bedeutete: Zwei Tänze lernen und tanzen. Dieses Mal zählten gute Sprüche und eine gute Performance umso mehr, denn das Finale rückt näher.
Schnell war klar: Es brauchte keinen Clown, denn die Teilnehmer setzten alles ein, was sie haben: Requisiten, Hüfte und Erotik.
Der Versuch glückte und endlich brannte er wirklich, der Ballroom. Ausgebrannt hieß es in dieser Nacht aber für Kabarettistin Eva Maria Marold und Thomas Kraml.
Den ersten Tanz des Abends absolvierten Sänger Marco Ventre und Profi Babsi Koitz. "Ein bissl Aggressivität in das Ganze kommen lassen", war das Ziel von Profi Koitz, um dem Sänger den Mambo beizubringen. Aggressiv war der Mambo nicht, eher witzig. Die Mambo-Hüfte war bei Ventre ansatzweise vorhanden. Der Versuch zählte, der Sexappeal fehlte.
Wobei es dank Ventres leuchtend pinkfarbenem Hemd nicht auf seine Bein- oder Hüftbewegungen ankam. Die Farbe des Hemdes beschäftigte auch Jury und Moderatorin. "Das ist eine Farbe, die nicht jeder tragen kann", meinte Mirjam Weichselbraun nach absolviertem Mambo zum "Tango #5". Thomas Schäfer-Elmayer: "Da wäre noch mehr Schmalz drinnen gewesen. Aber es war eine sehr anspruchsvolle Choreographie und eine tolle Leistung."
Balász Ekker: "Ich habe die Farben analysiert und es gefällt mir. Doch es stellt sich die Frage ‚Wie werde ich männlicher auf der Fläche, wenn ich rosa trage?’" Ohne auf eine Antwort zu warten, demonstrierte Ekker einen heißen Mambo mit Jurorin Nicole Burns-Hansen. Da kam ein bisserl der Macho durch. 24 Punkte für Ventre.
Der aggressive Kampf der beiden während des Trainings lohnte sich. Resultat: Eine supersexy Rumba, für die Marold von Thomas Kraml "hohe Wertschätzung" bekam. Darauf reagierte Marold allergisch – nicht auf ihren Partner, sondern mit Tränen.
"Super sexy, wow! Deine Beinbewegungen haben mir wirklich gefallen. Das war die beste Rumba bis jetzt." (Burns-Hansen)
"Nicole versteht unter Sex etwas Anderes als ich", meinte Nedbal dazu trocken. Und: "Die Bewegungen haben mir schon besser gefallen als vergangene Woche. Sie haben eine Performance hingelegt, die hohes Niveau hatte." 35 Punkte.
Doch bei den beiden bestätigte sich, was bei Dancing Stars schon längst usus ist: Die Jurywertung war egal, denn das Publikum bestimmte.
Die Rumba der Vorwoche war nicht der Tanz von Brigitte Kren. Ekker suchte damals vergeblich "die Brigitte, die er liebt". In Folge acht tat Kren ihr möglichstes, um sich vom wilden Steppenpferd in einen Lipizzaner zu verwandeln. Beim Mambo war ein wenig Ungestüm zu sehen. Schnell war klar, das ist Krens Tanz. Die Schauspielerin gab sich sexy, ging aus sich heraus und präsentierte mit Tanzprofi Willi Gabalier wieder eine eindrucksvolle Hebefigur.
Schäfer-Elmayer: "Das war ja wie ein Vulkan vor dem Ausbruch, inklusive Table Dance. Umwerfend. Bravo, ganz toll." Burns-Hansen: "Wenn du auf die Tanzfläche kommst, dann wirkst du wie 18." Mit derartig positiver Kritik kamen Kren und Gabalier erleichtert hinter die Bühne. Nachdem Krens vierbeiniger Freund gerade krank war, war dies eine gute Nachricht für die Schauspielerin. Das "Rudel" (Eberhartinger) draußen bewertete die Performance mit 32 Punkten.
In Folge sieben suchte Frenkie Schinkels den Takt. Trotz unglaublich vieler Schritte meinte Nedbal damals: "Aber die Musik spielt halt auch dazu." Schinkels hoffte beim Training, dass er im Takt bleiben würde. Beim Jive bewies er, dass manche Hoffnungen unerfüllt bleiben.
Der Takt war nicht immer da, doch auf den konnte man bei den heißen Hüftbewegungen des Ex-Fußballers gerne verzichten. Go Frenkie! Seine Hüfte hat er definitiv gefunden.
Ob "Samba, Mamba oder Mango" (Schinkels), beim zweiten Tanz wurde es für Frenkie und Roswitha Wieland wieder schnell und noch hüftlastiger. Doch dazu später.
Zunächst die Kritik für den Jive: Ekker: "Du hast keine Ahnung was du tust, aber du machst es gut." Schäfer-Elmayer: "Ich glaube er denkt viel zuviel." Tierlieb ist übrigens nicht nur Brigitte Kren, auch Schinkels liebt die Vierbeiner. Er hat fast einen Zoo daheim - Ziegen, Hasen, Hunde. "Ich habe viele Enkerl und die müssen in den Streichelzoo gehen." 29 hüftschwingende Punkte.
Science Fiction war das Motto von Vadim Garbuzov und Sängerin Petra "Darth Vader" Frey. Sie suchten das Spezielle (ein Auftrag von Nedbal) und fanden die Macht. "Star Wars war schon eine Inspiration", meinte Frey.
Der Mambo hatte nichts von einem Kampf der Lichtschwerter. Ein schöner Mambo, der an längst vergangene Zeiten erinnerte. Das Spezielle wurde gefunden, wenn auch nicht bei "Krieg der Sterne", dafür im Ballroom.
Nedbal: "Mit Druck dahinter war es geschafft, das stur Eingelernte war nicht zu sehen. Heute habe ich eine andere Petra Frey kennengelernt. Sie haben mit Freude getanzt." Ekker: "Ihr seid schon gut, fast sehr gut. Was mir fehlt ist das Sexappeal. Arbeitet daran, dann werdet ihr vielleicht siegen." "Wie arbeitet man am Sexappeal?" (Weichselbraun)
"Findet irgendetwas, das euch von anderen unterscheidet", war die Antwort des ungarischen Jurors. Klarere Anweisungen sind kaum mehr möglich. 33 Punkte.
Der zweite Tanz für Marco Ventre und Babsi Koitz war ein Cha Cha Cha. Trotz Elvis-ähnlichem Anzug konnte dieser nicht an den Mambo heran. Die Choreographie war nicht zu Ventres Gunsten.
Die Bewegungen wirkten verkrampft und nicht fließend. Da half es auch nichts, dass Mirjam Weichselbraun die Haare des sehr auf Perfektion und Aussehen bedachten Sängers zerraufte.
Nedbal: "Ein Tänzer fällt nicht vom Himmel. Sie haben aber die Voraussetzungen dafür und vor allem die Babsi. Bauen Sie weiter darauf."
Burns-Hansen: "Dieser Schaukelschritt hat dir nicht sehr geholfen. Man muss noch viel mehr von dir sehen."
25 Punkte und ein Punkt mehr als beim ersten Tanz. Insgesamt: 49 Punkte
Marold und Kraml überzeugten mit ihrem zweiten Tanz genauso wie mit dem ersten. Dieses Mal war es ein heißer Mambo. Trotz kleinem Patzer – nicht vom Promi, sondern vom Profi – waren Publikum und Jury begeistert.
Kraml rutschte kurz auf den Strasssteinchen der Kleider aus. Ekker: "Großes Lob, ein bisschen noch die Beine strecken, dann wär’s perfekt." Schäfer-Elmayer: "Die Spannung und Leidenschaft des Mambo wurde hier auch ausgedrückt." 33 Punkte. Gesamt: 68 Punkte.
Für Kren und Gabalier ging es mit einem Quickstep in die zweite Runde. Die beiden konnten mit ihrer Performance nicht restlos überzeugen.
Am Schluss überraschte Kren einmal mehr mit ihrer Biegsamkeit. (Vergangene Woche machte die Schauspielerin einen Spagat.)
Nedbal: "Die Standardtänze sind nicht so Ihres. Aber Sie haben bis zum Schluss gekämpft, weiter so." Ekker: "Bei einem schnellen Tanz muss man doppelt so viele Schritte tanzen, wie bei einem kurzen. Das muss einmal gesagt werden."
Trotz schlechter Wertung gab es 31 Punkte. Insgesamt: 63 Punkte.
Alle Waffen sind erlaubt, hieß es im Vorfeld. Bezogen war das vorwiegend auf Requisiten, die sich Schinkels und Wieland zu Nutze machten.
Als Eisverkäufer getarnt, kam Schinkels in den Ballroom und bestach die Jury mit Eis. War nicht nötig, denn der Ex-Fußballer tanzte einen sexy Mambo.
"Dein Freestyle ist phantastisch. Dein Popo und deine Hüfte kamen gar nicht mehr zur Ruhe. Ich wünsche mir, dass du keinen Standardtanz mehr bekommst", meinte eine sichtlich erhitzte Nicole Burns-Hansen. Darauf konterte Nedbal: "Die Nicole übertreibt wie immer. Sie haben teilweise den Wettlauf mit der Musik gewonnen. Sie waren phasenweise früher dran, aber die Roswitha ließ sich von ihnen auch führen. Das ist der Traum eines jeden Tänzers." 28 Punkte, gesamt 57 Punkte.
Auch Frey und Garbuzov bedienten sich einiger Requisiten wie Sonnenbrille, Bank und Tisch, um ein cooles Umfeld zu erzeugen.
Dabei war das gar nicht nötig: Der Jive war heiß, sexy und extrem cool. Das "Irgendetwas" fanden die beiden schon beim zweiten Tanz am selben Abend. Gratulation.
Schäfer-Elmayer: "Toller Jive, ganz ausgezeichnet. Sie waren losgelöst und hatten Freude." Burns-Hansen: "Du bist eine tolle Tänzerin, siehst toll aus. Du bist immer im Takt, ich kann nichts Schlechtes sagen. Das war ein ganz toller Jive."
Zehn Punkte gab es von Schäfer-Elmayer und Burns-Hansen, das machte 37 Punkte. Insgesamt 70 Punkte und Platz 1 der Jurywertung.
(kurier)
Erstellt am 04.05.2012, 23:30