Letztes Update am 07.05.2012, 14:56
Dancing Stars: Gesangseinlagen und geile Beine.
Überraschende Gesangseinlagen im Backstage-Bereich, viel Bein, ein Bartanz und Dollys Quickstep. Kein Feuer, aber ein heißer Ballsaal bei der sechsten Folge von Dancing Stars. Ausgetanzt haben Wolfram Pirchner und Anna Bock.
"Die glorreichen Sieben" (Klaus Eberhartinger) versuchten in der sechsten Runde den Ballroom brennen zu lassen. Zu Beginn der Show gratulierte Moderator Klaus Eberhartinger seiner Kollegin Mirjam Weichselbraun zur diamantenen Kornmesser-ROMY zum Anstecken. Die Moderatorin bekam die Auszeichnung während der Verleihung der Akademiepreise anlässlich der KURIER ROMY am Donnerstag. Dieses Mal wurden verschiedene Tänze dargeboten und überraschende Details preisgegeben. Wer privat auf Hochzeiten singt oder schon in den Charts war, erfahren Sie hier. Kein schönes Geburtstagsgeschenk (er wird am 21. April 54 Jahre alt) gab es für Wolfram Pirchner: Der Moderator und seine Partnerin Anna Bock konnten trotz bislang bester Performance das Publikum nicht überzeugen.
Der erste Tanz des Abends war ein Jive, dargeboten von einer angeschlagenen Eva Maria Marold, die sich während der Trainingseinheiten einen Nerv einklemmte. Aber "Schmerzen habe ich auch, wenn ich sitze. Da kann ich genauso gut tanzen" meinte Marold lässig. Und "der Ballroom muss brennen."
Vom Schmerz war bei dem schwungvollen Jive dann nichts mehr zu bemerken. Mit Partner Thomas Kraml hüpfte die Sängerin und Kabarettistin gekonnt durch den Saal und beehrte sogar die Jury mit einem Besuch. Sie tanzte wie zu später Stunde in so mancher Bar getanzt wird: Auf der Bar selbst, hier auf dem Jurypult. Zur Begeisterung des Publikums und der Juroren.
"Es war eine saugeile Nummer" meinte der bereits mit Wein bestochene Juror Balász Ekker- zu Recht. Etwas zurückhaltender hingegen Hannes Nedbal: "Die Beinarbeit war ok, was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Einsatz."
Nach einer kleinen Gesangseinlage Marolds auf einem Musikinstrument, ähnlich einer Mandoline, gab es 32 Punkte.
Brigitte Kren und Willi Gabalier tanzten Tango - Grimassentango. "Ich bin so irritiert, dass mich ein Mann drei Minuten durch die Gegend schleifen kann, weil danach ist’s aus." Als starke, emanzipierte Frau gefiel der Charakter des Tango Kren so gar nicht.
Am Parkett gab sie sich dann doch unterwürfig, ließ sich "herumschleifen" und tanzte einen schönen Tango. Wie in den vergangenen Darbietungen gab es schöne Hebefiguren. Das Publikum, darunter auch Krens "Vier Frauen und ein Todesfall"-Kollegen Adele Neuhauser und Martina Poel, sowie ihr Theaterkollege Stefano Bernardin, gab tosenden Applaus.
Thomas Schäfer-Elmayer spürte "so richtig das Tangofieber" und gratulierte den Kandidaten. Auch Nicole Burns-Hansen war begeisert. "Bisher dachte ich, Du bist mehr der Lateintyp, aber mit dem Tango – das hat mir sehr gut gefallen." 29 Punkte.
Ein Jive war es dieses Mal für Marco Ventre, der zugab, "es ist das erste Mal, dass mir Tanzen wirklich Spaß macht, ich kann es nur jedem empfehlen." Und das, obwohl ihn seine Partnerin Babsi Koitz mit Dehnungsübungen quälte.
In feurigem Rot präsentierte das Paar einen schwungvollen Jive zu "Do you love me". Passend dazu gab es Anlehnungen an die berühmten Filmszenen aus "Dirty Dancing". Schmutzig wurde es aber nie, dafür war es cool anzusehen.
"Du schaust ja aus wie ein Stewart der Austrian Airlines!", lachte Weichselbraun. Ein hochroter (Wangen und Gewand) Ventre bekannte, dass er DEN Tanzfilm noch nie gesehen hat und erntete dafür ein Kopfschütteln aller anwesenden Damen.
Nedbal: "Kick and Change waren zu langsam, aber es gibt auch positive Momente. Sie lächeln schön ins Publikum, das ist wichtig, die Jury ist nicht wichtig." Na dann. Thomas Schäfer-Elmayer stimmte zu: "Richtig, wir haben ja nichts zu sagen." Zum Tanz hatte er dann doch eine Meinung, der gefiel ihm nicht so gut wie der Walzer der vorigen Woche.
Im Backstagebereich bekannte Ventre noch anderes: "Ich liebe Hemden und gehe gerne shoppen." Außerdem sei er ein Softie und brauche extrem lange im Bad. Bekenntnisse, noch und nöcher und am Schluss noch der Clou: Er liebt auch noch Schuhe. Ob seine Frau für ihre Sachen einen Platz im Kasten hat? 26 Punkte
Dolly Buster erkannte ihre Liebe zu Hebefiguren und wollte fast nur mehr diese proben. Profi Gerhard Egger hatte da einiges dagegen zu setzen. Unter anderem die Tanzschritte, denn die sollten sitzen. Zu "Diamonds are a Girls Best Friend" tanzten die beiden einen Quickstep. Eine Homage an Marilyn Monroe war Dollys weißblonde Perücke. Dieser Tanz war vermutlich der beste, den Buster je tanzte. Die Schritte passten fast immer und die Darbietung war mehr im Einklang mit der Musik als die vergangenen Male - und wie immer amüsant anzusehen. Ein Highlight.
"Es ist definitiv der beste Quickstep des Abends, es ist nämlich der einzige" (Weichselbraun) "Wenn es nur ein Quickstep gewesen wäre. Taktschwierigkeiten und es war viel zu steif", kommentierte ein unzufriedener Ekker. Burns-Hansen: "Die Hebefiguren waren toll, da merkt man du fühlst dich wohl." Viel mehr positives war dann auch aus der Jurorin nicht herauszukitzeln. Den einzigen Freundschaftsdienst, den sie Buster und Egger erwies: Die Wertungsnummer 1 von Balász Ekker zu verstecken (er wertete dann mit 2). Aber die Erotik-Unternehmerin nahm es mit ihrem gewohnt sympathischen Humor. "Bei mir ist alles echt, das einzige, das falsch ist waren unsere Tanzschritte."
Im Backstagebereich sprach Eberhartinger über Dollys Gesangskarriere: Der ehemalige Pornostar war immerhin schon mehrmals auf Platz 1 der Charts – obwohl sie immer wieder zur schlechtesten Sängerin gewählt wurde. Das war auch der Grund, warum sie keine Probe ihres Könnens abgeben wollte: "Das einzige, das ich auf einer Bühne zu suchen habe, ist der Ausgang." Sympathisch. Hohe fünf Punkte bekamen sie immerhin vom früher strengen Hannes Nedbal. Gesamt reichte es nur für 15 Punkte.
Wolfram Pirchner, bislang auf einer Ebene mit Buster – was das Tanzkönnen betrifft - schwebte mit einem langsamen Walzer über das Parkett. Und das machte er dieses Mal gar nicht schlecht. Eine eindeutige Steigerung war zu erkennen, die mit Sicherheit seiner strengen Tanzlehrerin Anna Bock zu verdanken war. Doch die Steigerung kam zu spät.
Weichselbraun erklärte später, warum das bei Pirchner mit dem Tanzen nie wirklich etwas werden konnte: Pirchner und Schinkels feiern gerne – lang und ausgelassen.
Die Jury, zumindest Schäfer-Elmayer, war von der Steigerung beeindruckt: "Das war bisher der beste Tanz von Ihnen. Phasenweise sehr schön getanzt, aber leider dazwischen ein bisschen abgebaut." Ekker stimmte der positiven Kritik natürlich nicht zu: "Jein. Es waren ganz einfach gestrickte Schritte, das ist für Sie wohl das Richtige." Pirchner gab im Backstage-Bereich ebenfalls ein kleines Ständchen. Der Moderator feiert am nächsten Tag seinen Geburtstag und darf auch ein Lied auf der Hochzeit seiner Nichte Lisi singen. Von diesem Song durfte er eine Kostprobe geben. Schließlich wurde es - aufgrund einer fehlenden Brille und mangelnder Textkenntnis - ein stotterndes Duett mit Eberhartinger. Der rührende Moment wich der nüchternen Punktevergabe: 17 Punkte
"Ich will, dass du Geilheit zeigst" War die Aufforderung Vadim Garbuzovs an Sängerin Petra Frey. Lasziv und sexy soll so eine Rumba sein. "Ich werde bei der Rumba so ziemlich mit allem konfrontiert, was mit Erotik zu tun hat", meinte Frey.
Erotisch war dann auch die Darbietung. Das lag nicht zuletzt an Freys raffiniert geschnittenem Kleid. Die Sängerin und ihr Partner beeindruckten mit einer langsamen und perfekt getanzten Rumba. Ähnlich wie Alexandra Meissnitzer im vergangenen Jahr, entdeckte auch Frey eine ganz neue Seite an ihr. Besonders schön: Die Sängerin entdeckte ihre Beine, die sie früher am liebsten unter Hosen versteckte. Etwas, das ihr Tanzpartner gar nicht verstehen konnte. "Als ich ihre Beine gesehen habe, dachte ich nur: Was für geile Beine!"
Kritisch sah die Jury die Darbietung. Vor allem Nedbal: "Die Schritte wirken noch zu einstudiert, das muss noch von der Seele kommen. Aber der Weg stimmt." Burns-Hansen war nicht so streng, ihr gefiel die Darbietung. 31 Punkte
Der ehemalige Fußballprofi Frenkie Schinkels spart derzeit nicht mit anzüglichen Anspielungen. Die kamen auch bei der Cha Cha Cha-Probe mit Roswitha Wieland nicht zu kurz. Bei dem schwungvollen lateinamerikanischen Tanz zeigte der Ballprofi, dass er mit den Hüften wackeln kann. Die Hüfte war da, die Schritte nur teilweise. Aber Rhythmus hat der Holländer, das muss man ihm lassen. Und damit man auch weiß, dass er mit dem Ball umgehen kann, wurde in die Choreographie ein Fußball eingebaut. Die Einlage gelang nicht ganz, war aber eine gute Idee.
Der Ball mit den Autogrammen aller Kandidaten wurde an Nicole Burns-Hansen als Geschenk überreicht. Die Bestechung hätte es nicht gebraucht: "Go, go, go Frenkie! Ich muss schon sagen, in der Hüftregion hat sich ganz schön was getan. Du bist nicht der beste Tänzer, aber mach weiter so." Dann kam Ekker mit einem schwer zu deutenden Kommentar: "Der Frenkie ist ja der Liebling von Nicole. Du bist wirklich ein Mann, du bist sehr maskulin und das ist gut. Ich finde es tapfer, dass du neben dem Ball auch noch mit einer Dame spielst."
Schinkels verriet später sein Hobby: Weintrinken. Der Holländer ist wahrlich zum Österreicher geworden! Für seinen Tanz bekam er zwar keinen Wein, dafür eine Wertung: 25 schwingende Punkte.
Am Schluss tanzten alle Kandidaten den verruchten Tango Argentino. Schöne Choreographie, wenig Patzer und eine fast zufriedene Jury rundeten die sechste Folge der Dancing Stars ab.
(kurier)
Erstellt am 20.04.2012, 22:45