Letztes Update am 07.05.2012, 14:57
Dancing Stars: Aus für Dolly Buster.
Singende Tänzer, gemeinsame Arztbesuche und wildes Gehüpfe - die Dancing Stars nähern sich dem Finale. Und eines steht fest: Es wird immer enger. Endgültig ausgetanzt haben Dolly Buster und Gerhard Egger.
Ganz untypisch begann die siebente Folge der Dancing Stars: Mit einem Gruppentanz - einem Charleston, in den am Ende auch das Moderatoren-Duo Klaus Eberhartinger und Mirjam Weichselbraun mit einstimmten - wurde der Abend eröffnet. Das Urteil der Juroren zum Gruppentanz war gemischt: Vom Power-Charleston (Elmayer zu Kren) über „mit diesen Leuten Charleston einzustudieren – Ferdinando, ich gratuliere“ (Nedbal) und „die Mimik war in Ordnung“ zu „so gut hast du dich noch nie bewegt“ (Burns-Hansen zu Schinkels) reichten die Kommentare. Der krönende Abschluss: Ekker zu Buster: „Dolly, du hast wieder für Farbe gesorgt, wir sind dankbar, dass du die Choreographie mit einigen Extrabewegungen abgefedert hast."
Gerade der Farbtupfer der Tanzshow hatte an diesem Abend ausgetanzt. Denn je näher das Finale rückt, desto dünner wird die Luft. Die wenigsten Stimmen bekamen Dolly Buster und Gerhard Egger. Mit "ich denke, dass ich jetzt dran bin", prophezeite Buster ihren Abgang. Die schwächste …
Dabei bemühte sich Buster wirklich redlich. Ihre Meldungen werden wir schmerzlich vermissen: „Ich bin schon froh, wenn sich die Hüfte und die Brust bewegt, meistens bewegt sich nur die Brust“, meinte Dolly Buster im Vorfeld. Und: "Ich gebe Vollgas!"
Vollgas gab die Erotikunternehmerin auch, nur - ohne Tanzgefühl führt kein Weg ins Finale. Trotzdem zeigte Buster soviel Elan wie noch nie. Und auch die vielen Beinbewegungen waren bewundernswert. Buster und Gerhard Egger kämpften mit dem Cha Cha Cha und verloren. In dieser Folge sieben nahm Egger das über den Tanzboden schleifen gar wörtlich. Er packte Dolly beim Fuß und schleppte sie übers Parkett. Zum Abschluss gab es wieder eine Hebefigur, die Buster wirklich gut machte. Standing Ovations im Publikum und „Angst“ bei der Jury folgten auf die einzigartige Darbietung.
„Wie war das mit dem Abschleppen?“ (Weichselbraun) Buster darauf: „Ich dachte, eine Hebefigur in der Lage, in der ich kompetent bin.“ Die Frau hat Humor. Dann kam die Bewertung. Nedbal: „Was ich gesehen habe, war eine etwas abgespeckte Form eines Cha Cha Cha. Am glücklichsten sehen Sie aus, wenn Sie in der Luft sind. Aber das Publikum haben Sie zum Beben gebracht.“ Schäfer-Elmayer: „Wenn es ein Cha Cha Cha war, dann war er auf jeden Fall umwerfend. Ein Fitnessprogramm, wenn man Ihnen zuschaut.“
Warum die Chemie bei Egger und Buster stimmte, erklärte der ehemalige Pornostar: "Ich hatte etwas am Finger, Gerhard hat auch was weh getan. Da sind wir gleich ins AKH gefahren und haben uns röntgen lassen." - So kommen sich Tanzpartner näher.
Im Barbereich verriet Dolly etwas Interessantes: Zu ihren Fans zählen nicht etwa Männer, sondern vor allem Kinder. Da wollte doch gar ein Bub den Portier bestechen, um an Busters Zimmernummer zu kommen. Vielleicht wurde auch die Jury von dem Buben bestochen: Satte 18 Punkte für Dolly und Gerhard – neuer Höchstpunktestand für die bekennende Nicht-Tänzerin.
Gute Verlierer: Dolly Buster und Gerhard Egger. "Wir waren immer Letzte und sind trotzdem bis jetzt weitergekommen. Wir sind happy. Jetzt geht es um die besten Tänzer," meinte Egger. "Ich bin schon traurig, aber wenn man so oft am Schluss draußen steht, dann kann man es sich schon denken," sagte eine tapfere Buster nach der Show. Ihr ursprüngliches Ziel war es die erste Show zu überstehen - das ist gelungen. "Im Moment bin ich noch überdreht, ich muss das jetzt einmal setzen lassen."
Den ersten offiziellen Tanz des Abends brachten Sängerin Petra Frey und Vadim Garbuzov hinter sich. Doch zuvor durfte sich das Publikum im Zuspieler überzeugen lassen: Der Tanzprofi kann wirklich nicht singen. Ist auch gut so, dafür ist ja Frey da. Er soll ihr nur das Tanzen beibringen.
Und das klappt bei Frey bislang sehr gut. Seit der Rumba hat die Sängerin so richtig das Tanzfieber gepackt. Das konnte man dieses Mal bei einem schwungvollen Quickstep bemerken, denn die beiden ließen den Ballroom wirklich brennen. Großartige Performance einer Schlagersängerin, die von Woche zu Woche immer mehr aus sich herausgeht.
Thomas Schäfer-Elmayer: „Ein furioser Quickstep, von der Fußtechnik war es nicht immer so, wie es gehört hätte, aber sonst sehr gut.“ Balász Ekker: „Fürs Weiterkommen reicht es auf jeden Fall, fürs Finale vielleicht, fürs Gewinnen ist es noch ein bisserl zu wenig.“ Weichselbraun: „Was fehlt denn?“ Ekker: „Der Balász (lacht), nein, ein bisschen das Spezielle.“ Der Herr Juror wurde an diesem Abend wieder ein bisserl strenger. Gut, denn nach anfänglichem anecken, waren die vergangenen Bewertungen ein bisschen lau. 32 Punkte
Der Slowfox war Marco Ventres Herausforderung der Woche. Beim Training wollte der Sänger und Moderator nicht so ganz auf seine Trainerin Babsi Koitz hören: „Wir haben nur noch kleine Kommunikationsprobleme“ (Koitz) „Ah des geht scho“, meinte Ventre. Als Rosaroter Panther schlich sich der Kärntner in den Ballroom.
Und dort waren jegliche Kommunikationsprobleme Schnee von gestern. Ein schöner eleganter Slowfox wurde dem Publikum da präsentiert – mit netter Inspektor Clouseau-Einlage. Gelungen.
Mit rosa Handschellen wurde Ventre nach dem Tanz von Clouseau an Weichselbraun gefesselt und dabei wurde ein interessantes Detail gezeigt: Beim Panther durfte eines nicht fehlen, der Schwanz. Und der lugte in feschem Rosa unterm Frack hervor. Die Jury war von der Performance weniger begeistert: „Pink ist nicht meine Farbe, Slowfox ist ein schwerer Tanz. Es war ein bisserl fad.“ (Ekker) Nicole Burns-Hansen: „Du musst dich mehr gehen lassen.“ Ventre: „Sag das einmal meinen Füßen.“ Nachdem die Handschellen wieder entfernt waren, ging es an die Punktevergabe - doch davor erzählte Ventre noch einen Schwank. Der Sänger schaffte es im Alter von acht Jahren tatsächlich seiner Mutter und seiner Lehrerin vorzugaukeln, er hätte eine Blinddarmentzündung. Und das nur, um den Flötenstunden zu entgehen. Den Blinddarm hat er noch, aber nur weil er gebeichtet hat, ein Operationssaal war schon reserviert. Wenigstens drückt er sich beim Tanzen nicht: 24 Punkte
Der langsame Walzer verursachte bei Kabarettistin Eva Maria Marold leichte Koordinationsschwierigkeiten. „Das Navi versagte“, meinte Eberhartinger im Vorfeld und bei den Proben wirkte es auch so. Profi Thomas Kraml hielt sie fest im Griff, so kam es zu keinen Ausrutschern.
Auf der Tanzfläche war von der Verwirrung nach den Drehungen nichts mehr zu bemerken. „Somewhere over the Rainbow“ hieß das Lied und so war auch der Tanz - überirdisch. Schön, romantisch, ausdrucksstark – und fast perfekt.
Burns-Hansen: „Mir gefällst du in den Power-Tänzen besser, aber trotzdem war es sehr schön.“ Nedbal: „Sie haben sich weiterentwickelt. Jetzt sind wir beim Standard, die Schultern haben mir nicht gefallen. Es ist noch sehr selbstständig, ein bisschen näher noch.“ „Der Thomas hat schon Glück, dass ich nicht führen will.“ (Marold) „Vielleicht müsst ihr auch gemeinsam röntgen gehen, dann kommt ihr euch näher.“ (Weichselbraun) 31 Punkte
„Ich kann’s net!“ jammerte Schauspielerin Brigitte Kren noch im Vorfeld. Die Rumba schien so gar nicht nach ihrem Geschmack. Tanzpartner Willi Gabalier hatte auch wenig Mitleid: „Ich verlange jetzt schon mehr.“
Doch die Rumba war einfach nicht Krens Tanz. Während die Schauspielerin in den vergangenen Wochen mit ihren Tänzen begeisterte, war die Rumba nur brav und mäßig getanzt. Doch es wäre nicht Kren, wenn es nicht etwas Besonderes gegeben hätte: Einen Spagat am Schluss - der war ebenso mutig, wie gelungen.
„Mit der Rumba habe ich mich schwergetan, beim Jive kann man noch ein bisserl mit den Schritten schwindeln, das ging hier nicht,“ meinte Kren. Die Kritik fiel dann gar nicht so schlecht aus. Ekker: „Eine ordentliche Rumba, aber mir hat die Brigitte, die ich kenne, gefehlt - die es einfach heraus lässt.“ Burns-Hansen: „Ich bin ein großer Fan und du bist sicher die rhythmischste Kandidatin. Aber du machst es echt toll.“ Das Geheimnis zum Spagat: „immer wenn ich ein Schwipserl habe, dann mach ich einen Spagat“, meinte eine erheiterte Kren. Gute 29 Punkte.
Der Quickstep sorgte bei dem ehemaligen Fußball-Profi Frenkie Schinkels für Kopfweh. Nicht wegen der Schritte, sondern wegen dem Hüpfen. „Ich kann mittlerweile nur eines machen: Beten und Hüpfen,“ scherzte Schinkels vor seinem Tanz.
Ob er noch eine Tablette vorher genommen hat, wurde nicht überliefert. Mit Tanzpartnerin Roswitha Wieland hüpfte der Kicker jedenfalls flott übers Parkett. So viele Schritte konnte man bislang von keinem Promi-Herren bei Dancing Stars sehen. Hut ab, weiter so Frenkie!
Nedbal war jedoch ein wenig sprachlos: „Der Quickstep ist ein schwieriger und schneller Tanz. Sie haben sich redlich bemüht, Taktschwierigkeiten waren da, aber der Einsatz war hervorragend. Doch wenn Sie weiterkommen wollen, müssen Sie sich merken: Die Luft wird immer dünner.“ Schäfer-Elmayer: „Beim letzten Mal hat mich die Energie in der Hüftgegend beeindruckt. Das war hier natürlich nicht so. Die Latein-Tänze liegen Ihnen mehr.“ Mäßige Kritik für ein imposantes Rumgehopse. 23 Punkte
Auf der Aftershow-Party platzierte sich Eva Maria Marold gleich in einer Position mit Überblick. Ganz wichtig dabei: Die Füße sind in der Luft, denn Marold leidet seit Wochen unter Blasen. "Die Lateinschuhe drücken mehr, bei den Standardschuhen geht es eigentlich." Wer Tanzen will, muss leiden.
Brigitte Krenn freute sich über den Besuch von ihrem Kollegen Stefano Bernardin. Er ist so etwas wie ein Glücksbringer, war er doch schon in einigen Folgen im Publikum.
Ex-Miss Austria Carmen Stamboli kam mit ihrem Freund Fabian Plato. Stamboli fand unter den Gästen einige Spanier und konnte mit ihnen gleich ihre Fremdsprachenkenntnisse aufbessern. Die Schöne spricht nämlich fließend Spanisch, neben fünf anderen Sprachen wohlgemerkt. Unterdessen freute sich Plato auf ein Wiedersehen mit ...
... Gerhard Egger, den er von früher kennt. Die beiden vereinbarten einen Trainingstermin im neu eröffneten Fitnesscenter der Miss.
Warum Herr Nedbal (im Bild mit Nicole Burns-Hansen) bei Frenkie Schinkels so streng war, die Schritte waren doch gut? "Ja, aber das Problem ist, dass auch die Musik dazu spielt," meinte er schmunzelnd.
Am Ende des Tages tat Dolly Buster, was die meisten Promi-Damen nach so einer Show am liebsten tun würden: Die Schuhe ausziehen. Richtig so Dolly!
(kurier)
Erstellt am 28.04.2012, 01:55