Zehn aktuelle Thesen zum Islam und Europa

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Foto: REUTERS/STRINGER Erst kürzlich verübten Mitglieder der Boko Haram einen Anschlag in Kano (Nigeria).

These 1: Es gibt keinen "normalen" und einen "radikalen", sondern nur EINEN Islam: Da ist dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan ebenso zuzustimmen wie Leon de Winter und anderen. Der Koran ist unveränderliches Gotteswort, wer ein guter Moslem sein will, nimmt ihn ernst.

These 2: Infolge seiner ihm "innewohnenden Militanz" und "Ethik der Unterwerfung" (Peter Sloterdijk u. v. a.) gibt es daher auch keinen "Islam light". Wieso man sich über die Grausamkeiten der Al-Kaida, des IS, der Boko Haram usw. wundert, ist erstaunlich: Sie agieren nicht anders als Mohammed.

These 3: Eine Religion und deren Inhalte zu beanstanden, muss erlaubt sein. Wer christliche Kirchen kritisiert, muss nicht automatisch "links" sein, wer dies beim Islam tut, nicht automatisch "rechts". Die Nazikeule wird zu oft geschwungen, als Totschlagargument. Weinerlich wird bedauert, dass immer wieder die Tötungsgebote des Korans zitiert werden, anstatt zu beklagen, dass sie in ihm überhaupt formuliert sind. Das erinnert an Franz Werfels Roman "Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig". Nicht der, der den Islam kritisiert, ist der Faschist, sondern der Islam enthält demokratie- und menschenrechtsfeindliche, faschistische Tendenzen (Hamed Abdel-Samad u. v. a.).

These 4: Viele Moslems und ihre Freunde behaupten, das, was IS, Boko Haram etc. "veranstalten", habe nichts mit dem Islam zu tun. Das ist Realitätsverweigerung. Kein Christ, Jude, Hindu, Buddhist oder Anbeter Manitous kämpft im Djihad. Also müssen die täglichen Terror-Grausamkeiten etwas mit dem Islam zu tun haben …

These 5: Integrationsprobleme in Europa gibt es fast ausschließlich bei Moslems. Insbesondere Wien war stets eine Einwandererstadt, aber es gab kaum Probleme mit Tschechen, Ungarn, Südslawen, auch Asiaten. Integrationsschwierigkeiten liegen kaum an der Ethnie, sondern in hohem Maße an der Religion.

These 6: Der Islam ist weitgehend anpassungsunfähig. Das entspricht seiner inneren Logik: Der Koran ist Gottes Wort, daher unveränderlich. Der Vergleich mit den Gräueltaten des Christentums (Kreuzfahrer, Mission mit dem Schwert) hinkt: Das Christentum verübte seine Verbrechen gegen die Gebote seines Gründers. Die Unveränderlichkeit des Gotteswortes, des Islams, führte zu "1400 Jahren Stillstand" in seinem Herrschaftsgebiet, zu einer "versiegelten Zeit". Diese Zeitkapsel will sich der Islam bewahren.

These 7: Europa hat sich aus den Fängen eines falsch verstandenen Christentums und der Herrschaft der Kirche befreit, es hat sich durch die Aufklärung emanzipiert. Diese jahrhundertelange Entwicklung fehlt dem Islam. Er ist im Mittelalter stecken geblieben. Wer verlangt, der Islam möge die Aufklärung nachvollziehen, verlangt auch, dass Moslems aufhören, den Koran als Gottes Wort anzusehen.

These 8: Viele Multikulti-Ideologen, die den Islam als Bereicherung sehen, stellen wie bei einem Pawlowschen Reflex die Interessen des eigenen Landes unter jene der Moslems. Siehe Islamgesetz: Sie klagen, die Moslems würden dadurch zu Österreichern zweiter Kategorie. Das neue Islamgesetz macht nicht Moslems zu Menschen zweiter Kategorie, sondern stellt sie den bisher benachteiligten christlichen Kirchen gleich. Den Moslems ist daher ein "Abschied von der Opferrolle zu empfehlen. Auch sollte unsere gar nicht so schlechte "Willkommenskultur" durch eine positive Haltung der Immigranten gegenüber dem neuen Land, eine bejahende "Zutrittskultur", ergänzt werden

These 9: Die Hoffnung auf einen Wandel des Islams ruht auf vor allem auf den Schultern der Frauen, die sich aus den Klauen und Fängen einer mittelalterlichen Macho-Unkultur befreien sollten. Der Machismo des Islams ist im Koran und seinen vielen frauenfeindlichen Passagen begründet. Viele feministisch bewegte Frauen verteidigen einäugig eine Frauen verachtende Ideologie.

These 10: Es geht demokratiepolitisch nicht an, den Islam zu immunisieren und Islamkritik mit der Nazi- und Faschismuskeule zu verfolgen. Dies ist ein Symptom jener Orientierungslosigkeit und tiefen Dekadenz, in der sich Europa befindet. Wenn sich Europa nicht auf seine Wurzeln und Identität besinnt, wird sich die im Gange befindliche Islamisierung beschleunigen, und dann könnte es bald Schluss sein mit der vielgerühmten Toleranz, wie viele Beispiele zeigen. Fazit: Die Wahrheit muss zumutbar sein – auch über den Islam …

Mag. Dr. Theo Faulhaber, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler, Publizist. Jüngst erschienen "Abschied von Europa – Aus Abendland wird Morgenland"

Anm. d. Red.
Der KURIER wird am kommenden Samstag, 10.1.2015, einen Gastkommentar einer österreichischen Muslima als Antithese zum Kommentar von Theo Faulhaber veröffentlichen.

Die KURIER-Redaktion betont aus diesem Anlass erneut, dass sich die Meinung unserer Gastkommentatoren nicht mit der Meinung der Redaktion decken muss oder diese wiedergibt.

(kurier) Erstellt am