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Letztes Update am 03.01.2013, 09:43

Die Zahlen-Deuter. .

Das neue Jahr beginnt üblicherweise mit Rückblicken auf das alte. Jetzt ist die große  Zeit der Statistiken und ihrer  unterschiedlichen Interpreten.

Dass aus einer Zahlen-Ansammlung die gegensätzlichsten Erkenntnisse  gewonnen werden können, ist zwar nicht neu, selten ist dieses Phänomen jedoch in so konzentrierter Form zu beobachten wie jetzt.


So birgt etwa die vorläufige Verkehrsunfall-Bilanz für 2012 breiten Interpretations-Spielraum. Vom Jubel über die „geringste Zahl an Verkehrstoten seit Beginn  der Aufzeichnungen “ (ORF) bis zur harschen Kritik daran, dass „das Ziel, die tödlichen Verkehrsunfälle zu verringern, deutlich verfehlt worden“ sei (VCÖ). Dass beide Interpretationen weit überzogen sind, zeigt erst ein Blick auf die tatsächlichen Zahlen (522 statt 523 im Vorjahr), die auch zeigen, dass der  Rückgang bei getöteten Pkw-Lenkern und -Passagieren (276 statt 282) leider durch die gestiegene Zahl an tödlich verunfallten Radfahrern (50 statt 42) kompensiert wird.

Aber auch die Deutung der positiven Feinstaubbilanz 2012 (nur an 18 statt im Jahr  davor  an 76 Messstellen wurden Grenzwert-Überschreitungen festgestellt) lässt interessante Rückschlüsse auf deren Interpreten zu. Als Hauptgrund dafür wird etwa von den um ihre Geschäftsgrundlage als Verkünder von Untergangsszenarien bangenden  VCÖ-Experten  die günstige Wetterlage geortet.

Man darf gespannt sein, ob die selben Experten  für die nächste Verschlechterung auch das Wetter verantwortlich machen werden.

(KURIER) Erstellt am 04.01.2013, 07:00


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