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KURIER

31.

Dezember

2012

Letztes Update am 31.12.2012, 15:21

Auch ohne Ball – es wird rund zugehen.

Den vielen Neujahrswünsche, die seit Tagen quer durch die Medienlandschaft geistern, sei noch ein sehr ernst gemeinter, wenn auch naiver hinzugefügt. Gerichtet an die Adresse diverse Fangruppen. Die mögen bitte dafür sorgen, dass sie ihrem Fußball-Verein 2013 mehr helfen als schaden.

Einerseits ist der Frust treuer Anhänger nachvollziehbar, wenn ihre Idole mit großen Autos vorfahren, ehe sie im Match einen Kolbenreiber nach dem anderen produzieren. Aber in jedem Kicker, der nicht schon ab der U 8 dem Lieblingsverein angehörte, ein Feindbild zu sehen, oder eine Champions-League-Qualifikation zu verlangen und zugleich gegen den Kommerz im Fußball protestieren – das ist realitätsfern. Das geht zu weit.


Funktionäre, Trainer, Spieler wagen vor Mikrofonen aus Angst vor gewaltbereiten Fans kaum noch zu sagen, was sie denken. Gleichgültig, ob in Innsbruck, Graz oder Wien-Hütteldorf. Mehr Mut wäre angebracht. Der muss ja nicht gleich so kräftig demonstriert werden wie einmal von Peter Pacult, dem in der Rapid-Tiefgarage, als er in Hütteldorf noch Trainer war, die Hand auskam, weil ihn Fans attackierten.

PP gibt morgen seinen Trainereinstand in Dresden, wo er die SG Dynamo (Platz 16) vor dem Abstieg bewahren soll. Dynamo hat mit 23.000 Fans in der zweiten deutschen Liga einen um 9000 Besuchern höheren Schnitt als Rapid in der ersten österreichischen. Per SMS gratulierte der ehemalige Rapid-Meistermacher Josef Hickersberger dem letzten Rapid-Meistermacher Pacult zum neuen Job, zumal es für Österreicher immer schwerer wird, von einem ausländische Dienstgeber engagiert zu werden. Um zwei Trainer ohne Trainerposten wird es aber auch 2013 nicht still werden:

Frenkie Schinkels, der nächste Woche seinen 50er feiert, bleibt bei Puls 4 und in der Werbung stark präsent. Und Sky-Ikone Hans Krankl, der am 14. Februar 60 wird, gilt sowieso seit zig Jahren als Evergrey. Nur wenn Kritik an den Hardcore-Fans von der Rapid-Westtribüne angebracht ist, wird auch Krankl konträr zu seinem Image zum Diplomaten. Und auffallend leise.

(KURIER) Erstellt am 31.12.2012, 15:21


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