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24.

Februar

2013

Letztes Update am 24.02.2013, 08:00

Gesichter im Verkehr.

Der Wahlkampf verändert das Landschaftsbild: Überall hängen Gesichter. Und daneben Sinnsprüche von eher mäßiger Intelligenz: „Mut zur Heimat“ (das ist ähnlich logisch wie „Mut zur Nudelsuppe“). Besonders beliebt heuer: Das Hundefoto. Politiker rechnen sich offenbar höhere Erfolgschancen aus, wenn sie behaupten, ein süßer Sennenhund würde sie auch wählen.

Interessant ist ja, dass das flächendeckende Zukleben der Gegend mit Politikergesichtern anderswo unbekannt ist. In Paris z. B. erkannte man wenige Tage vor der Präsidentenwahl nur an der erhöhten Zahl von ausländischen Fernsehteams, das eine entscheidende Wahl ansteht. Plakatständer kennen die Pariser kaum. Die Glücklichen.

Unsere Politiker haben übrigens einen neuen Platz entdeckt, um ihre Gesichter zur Schau zu stellen: Die Mitte des Kreisverkehrs. Also jenen Platz, an dem wir sonst Weinpressen, abstrakte Kunst aus der Hand der Frau Vizebürgermeister oder zu verlosende Autos ausstellen. Es wächst zusammen, was zusammengehört.

(KURIER) Erstellt am 24.02.2013, 08:00

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