Letztes Update am 08.07.2012, 18:35
Fachleute loben die Arbeit des Integrationsstaatssekretärs. Zurecht. Denn das Thema wurde viel zu lange politisch missbraucht.
Anerkennung für die Arbeit eines Politikers? Wo gibt es so etwas? Im Integrationsstaatssekretariat. Der dort amtierende Sebastian Kurz präsentiert heute einen Bericht, in dem ein Expertenrat positive Bilanz seiner Arbeit zieht. Das ist umso bemerkenswerter, als Experten ja dazu da sind, Dinge besser zu wissen. Und beim Thema Integration ist Lob von außen umso wichtiger. Denn von den politischen Mitbewerbern wird kein Lob kommen, da ist kaum jemand an konstruktiven Lösungen interessiert.
Integration ist die Klaviatur, auf der sich gut Stimmung machen lässt: Je falscher die angeschlagenen Töne, desto heftiger die Wählerreaktion. Mit dem Ruf nach "Lösungen in der Ausländerfrage" lassen sich zig inhaltsleere
Wahlkämpfe befüllen. Mit der Realisierung von Lösungen versiegt dieser Quell primitiver populistischer Profilierung. Anerkennung für einen Politiker? In dem Fall zu Recht. Denn Kurz besteht darauf, dass Integration weder Spielball noch heiße Kartoffel, sondern Sachthema ist. - BB birgit.braunrath
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