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KURIER

07.

März

2013

Letztes Update am 07.03.2013, 06:22

BärInnendienst.

Gestern trat der designierte Verteidigungsminister Gerald Klug vor die Medien, ballte die Faust und rief: „Ich glaube fest daran, dass die Präsenzdienerinnen und Präsenzdiener etwas für ihr zukünftiges Leben mitnehmen können!“ Präsenzdienerinnen? Übermannte ihn da der Reformeifer? Will er auch Frauen in die Wehrpflicht nehmen? (Bisher besteht die Pflicht zur Präsenz für den Militärdienst bei uns nur für Männer. Dass es mittlerweile auch einige Frauen beim Heer gibt, ist rein freiwillig und hat nichts mit der Präsenzpflicht zu tun.) Oder wollte Klug nur seine Gender-Kompetenz unter Beweis stellen?

Man/frau kann es auch übertreiben mit dem Gendering und damit der Sache einen BärInnendienst erweisen: Die Landeshauptmännin etwa ist ein typisches Gendering-Ungetüm, das mehr Kopfschütteln als Gleichstellung bewirkt. Oder das einst groteske Kampf-Gendern von Rudolf Hundstorfer als ÖGB-Chef: „die Angestellten und Angestelltinnen“. Bei so viel sprachlicher Aufwertung lacht das Frauenherz. Und morgen ist WeltfrauInnentag.

(kurier) Erstellt am 07.03.2013, 06:22

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