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KURIER

23.

Februar

2013

Letztes Update am 23.02.2013, 06:00

Vergesst die Charts.

Ein Weltstar war am Freitagabend in Wien angesagt: DJ Baauer. Den Namen kennen Sie nicht? Das ist keine Schande. Obwohl: Der Mann ist derzeit ein weltweites Phänomen – so etwas wie der neue Psy (kennen Sie auch nicht? Macht ebenfalls nichts). Psy, das ist der lustige Südkoreaner, der mit „Gangnam Style“ als Internetphänomen weltberühmt wurde. Wegen DJ Baauer nun sitzen Jugendliche in Amateurvideos zuerst großteils still rum – und führen dann für ein paar Sekunden einen wilden Tanz, den „Harlem Shake“ , auf.

Noch ein Internetphänomen also. Und mehr: Seit Kurzem ist DJ Baauer die Nummer eins der US-Charts. Vor DJ Baauer ist kein zuvor unbekannter Künstler mit seinem Debüt gleich auf Platz eins eingestiegen. Dass dies nun gelungen ist, hat einen einfachen Grund: Erstmals wurden YouTube-Zugriffe in die Single-Charts-Wertung mit einberechnet. Damit wird endlich nicht nur erfasst, welche Musik gekauft wird – sondern auch, welche Musik online gehört wird. Das ist oft völlig unterschiedlich. Online zeigt sich, was die Menschen wirklich bewegt. Zum Beispiel ein völlig triviales Liedchen, das aber als Spaßvorlage geeignet ist: 4000 von Fans selbst gedrehte „Harlem Shake“-Videos pro Tag wurden hochgeladen.


Das heißt: Die Charts werden schräger, weniger glatt gebürstet. Und das nächste Internetphänomen kommt bestimmt.

(KURIER) Erstellt am 23.02.2013, 06:00


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