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KURIER Romy 2014

07.

März

2013

Letztes Update am 07.03.2013, 07:23

Unsichtbare Hürden.

Auch die Häufigkeit des Museumsbesuchs ist in Österreich eine Frage des Geburtsortes, und das dürfte nicht so sein: Wer außerhalb der Städte oder nicht in Österreich geboren wurde, ist weit seltener in den Bundesmuseen anzutreffen.

Das muss man ändern, und Kunstvermittlung leistet da einen wesentlichen Beitrag (400.000 Euro des Kulturministeriums für neue Programme sind da gut investiert). Die großen Museen überlegen sich derzeit darüber hinaus, wie sie an die heutigen Lebenswelten ihres Publikums andocken können. Beim Museumsbesuch hat sich bereits viel geändert: Längst muss man nicht mehr schweigend und ehrfürchtig an der großen Kunst vorbeischleichen. Museen kehren ihre zugängliche Seite hervor: In der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums gibt es lustige Gegenstände wie Salzfässer und furzende Spieluhren, und die zugehörige Information lässt sich spielerisch auf Tabletcomputern abholen. Der neue MAK-Chef hat angekündigt, heutigen Kulturformen – Design, Software – neue Aufmerksamkeit zu geben.


Ein Vorbild für Öffnung könnte das Museum Moderner Kunst (MoMA) in New York sein. Dort haben Computerspiele einen fixen Ausstellungsplatz bekommen, man kann dort selbst „Tetris“ spielen. Und da gibt es dann gar keinen Grund mehr, nicht ins Museum zu gehen.

(KURIER) Erstellt am 07.03.2013, 07:23


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