Viele unerwünschte Geschenke

Doris Knecht

Doris Knecht

Vielleicht bringt das Hilfsorganisationen zum Nachdenken.

von Doris Knecht

Unerwünschte Geschenke von Hilfsorganisationen

Die Kolumne über die Polyester-Handschuhe einer Hilfsorganisation, die den Leser und Spender Thomas P. minder erfreuten, hat offenbar bei der Leserschaft einen wunden Punkt erwischt. Denn nicht nur gibt es unter den Leserinnen und Lesern überaus viele, die regelmäßig an Hilfsorganisationen spenden. Es gibt offenbar diverse andere Organisationen, die sich mit unerbetenem Billig-Klumpert bei ihren Spenderinnen und Spendern bedanken.

Und die sind darüber … ebenso wenig begeistert. Zum Beispiel die Leserinnen Nora N. und Sissi L. Leser Gerhard H. schreibt: "Ich spende gerne, aber unerwünschte Kugelschreiber, Notizblöcke, Synthetik-Handschuhe, etc., regen meinen Spendenwunsch nicht an – im Gegenteil." Er vermute, dass man versuche, "Empfängern, die sich nicht dazu entschließen können, den Schund zu retournieren, genug schlechtes Gewissen zu machen um diese damit zum Spenden, sagen wir, sanft aufzufordern."

Herbert N. ist über die unerwünschten Zuwendungen so sauer, dass er Konsequenzen gezogen hat: "Ich werde in Zukunft an keine Organisation mehr spenden, die diesen Unfug nicht abstellt." Friederike R. schreibt: "Auch mich stören diese Geschenke seit Langem. Schreibblöcke, soeben einer von 4 Pfoten eingelangt, Kalender vom Tierschutz, Glückwunschkarten. Retoursenden hilft nichts, bei der nächsten Aussendung ist man wieder dabei." Sie tue es nicht, aber: Auch sie animiere das "eher dazu, das Spenden einzustellen, weil ein Teil davon unnütz vergeudet wird."

Leserin Eva F. schicke "verdächtig dicke Sendungen (meist Glückwunschkarten mit oder ohne Kugelschreiber)" jetzt mitunter einfach ungeöffnet zurück.

Das macht auch die 84-jährige Leserin Erika K., die interessieren würde, was dann mit den retournierten Geschenken passiert. Ilse W. habe so viel "billiges Werbe-Klump" bekommen, dass sie jetzt nur noch an Organisationen spendet, die ihre Spenden nicht für derlei missbrauchen.

Vielleicht bringt das Hilfsorganisationen zum Nachdenken.

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