Souvenir aus Mallorca

Doris Knecht

Doris Knecht

Wieder etwas gelernt, diesmal eine neue Krankheit, die man sich im Urlaub einfangen kann.

von Doris Knecht

über den Wodka-Husten

Wieder etwas gelernt, diesmal eine neue Krankheit, die man sich im Urlaub einfangen kann und die sich frisch unter die einschlägig bekannten Urlaubsleiden einreiht. Die da wären: Magen-Darm-Probleme und ihre Folgen in den verschiedensten Aggregatzuständen. Ausschläge, hervorgerufen durch den Kontakt von empfindlicher europäischer Haut mit exotischer Flora. Bisse von fiesen Insekten und größeren Tieren; zum Beispiel von Bettwanzen, die sich dann gern auch noch als blinde Passagiere im Gepäck in die heimatliche Schlafstatt einschmuggeln. So wie Läuse, Filzläuse, Milben. Böse Sachen wie Malaria, Hepatitis, Schlafkrankheit oder unterschiedlich gefährliche Geschlechtskrankheiten. Quallen-Verbrennungen. Mitunter Verletzungen, an deren Ursprung der Heimkehrende sich nicht mehr oder nur noch schemenhaft erinnern kann, nicht selten begleitet von den Ausläufern einer Alkoholvergiftung. In diesem Kontext auch: Lustige Tätowierungen, die einem erst zu Hause vor der Schlafzimmer-Spiegelwand auffallen. Entzündete Seeigel-Stiche samt Stachel-Resten. Wolf. Klein- und großflächige Sonnenbrände in allen Rot-Spektren der RAL-Skala. Und natürlich: elender Liebeskummer.

Jetzt neu: der Wodka-Husten. Beim Wodka-Husten handelt es sich offenbar um ein mallorquinisches Phänomen, bisher scheint er jedenfalls vorwiegend aus Mallorca eingeschleppt. Einigermaßen beruhigend in diesen Zusammenhang: Vom Wodka-Husten sind offenbar bis dato vor allem Junge und/oder Briten betroffen. Jedenfalls berichtet die Daily Mail von Abertausenden britischen Touristinnen und Touristen, die mit einem zähen Husten aus Mallorca zurückgekehrt sind, nachdem sie eine Gemeinsamkeit einte: Sie hatten denselben billigen russischen Wodka der Marke Rushkinoff getrunken. Weshalb die erfahrenen Ärzte der Daily Mail das Leiden bereits mit Rushkinoff-Husten benamsten. Reisewarnung für preisbewusste Mallorca-Touristen: Ein Pulver gibt’s gegen den Morbus Rushkinoff noch keins.

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