Ges.m.b.H.: Wirkungstref­fer

Karl Hohenlohe über den weltumrundenden Erfolg seiner Gedanken.

Gestern war hier, an dieser Stelle, von den Geschwistern der Prominenten zu lesen und wie sie zunehmend in das Licht der Öffentlichkeit bugsiert werden.
Gewohnt, meine Geschichten unter Vogelsand oder als Kopfbedeckung der Maler- und Anstreicher wiederzufinden, war die gestrige Kolumne eine fulminante Ausnahme. Was heißt fulminante Ausnahme, wie ein Orkan fegte sie vom KURIER aus durch die ganze Welt, dann wieder zurück nach Österreich, um schließlich beim Life-Ball-Beauftragten Gerry Keszler hängen zu bleiben. Gerry muss den Artikel in Windeseile verschlungen haben, trommelte dann seine Getreuen zusammen und gab die Marschorder "Familienbande" aus. Umgehend klemmten sich alle an das Telefon und versuchten Roger Clinton, Chris Jagger, Harald Fendrich und Dannii Minogue an den Hörer zu bekommen. Schließlich wurde man in Amerika fündig, die Schwester von Michael Jackson, noch viel besser als Janet Jackson bekannt, war an der Angel und wurde zum Chef durchgestellt.
Rasch hatte Gerry Janet die Grundzüge meiner gestrigen Kolumne dargelegt, nur die Überzeile der Geschichte "GES.M.B.H." wollte und wollte sie nicht verstehen. Nachdem Janet hoch und heilig versprochen hatte, das sittliche Niveau des Life Balls nicht durch einen ungeplanten Busenblitzer zu brüskieren, war man sich schließlich einig. Heute sind alle Zeitungen voll davon, Janet wird am 21. Mai zum Life Ball kommen und solchermaßen die Aidsforschung unterstützen.

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karl.hohenlohe@kurier.at

(kurier) Erstellt am
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