Letztes Update am 12.04.2012, 15:39
Eines gelingt den Münchnern: Sie polarisieren. Arjen Robben passt zu Bayern.
Borussia Dortmund schlägt die Bayern, Dortmund ist fast Meister, die Bayern wieder nicht. Das freut möglicherweise die Mehrheit der Fußballfans, der Rest ist angefressen. Einer Minderheit wird`s scheißegal sein. Denn eines gelingt den Münchnern mit ziemlicher Sicherheit: Sie polarisieren.
Und Arjen Robben passt in dieses Gefüge wie der süße Senf zur Weißwurst. Der Mann, dessen knalleng geschneidertes Trikot zur zweiten Haut geworden ist, pflegt nicht nur damit seinen Hang zur Selbstdarstellung, die in seiner ausgeprägtesten Form nicht selten im puren Egoismus mündet. Oft, zu oft, fliegt oder schreit der Holländer ohne Anlass in seinem Programm des Alleinunterhalters.
Unbestritten, sein Linksfuß macht ihn zum Klassemann. Den Elfmeter gegen Dortmund hat er nur gesucht und nicht erschummelt. Doch als er den Ball vom Elfmeterpunkt in die Hände des Torhüters passt, war er plötzlich da, der Gedanke: Es gibt sie doch, die Gerechtigkeit im Fußball. Völlig wurscht, ob man die Bayern nun mag, oder nicht.
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