Functional Movement Screen

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Foto: KURIER /Gruber Franz

Analytisch. Ein Testverfahren erkennt Schwächen, um künftig Bewegungsmuster zu verbessern.

Die eine Herausforderung ist, sich zum Training zu motivieren – die andere ist, es auch richtig auszuführen. Ich habe mich selbst schon oft genug dabei erwischt,  lieber die „gute Seite“ zu trainieren oder die Work-Outs so auszuführen, dass sie weniger anstrengend sind. Daran, dass die falsche (oft leichtere) Bewegung nicht nur weniger effektiv ist, sondern auch Folgeprobleme (langfristig sogar Schmerzen) mit sich bringt, denke ich in dem Moment freilich nicht.

Der Functional Movement Screen (FMS) ist eine standardisierte Bewegungsanalyse, die aufdeckt, ob ich meine Schwachstellen durch Kompensationsbewegungen ausgleiche. Zunächst wird meine Beweglichkeit gemessen: Arme, Brust und Beine spielen brav mit – zumindest großteils. Meine verkürzte Muskulatur auf den hinteren Oberschenkeln hindert mich seit Jahren daran, einen Spagat zu machen (zugegeben, ich kümmere mich zu wenig darum). Im Vierfüßlerstand kann ich die Arme und Knie zwar diagonal anheben und zusammenführen, aber wenn ich versuche mich nur auf der linken Hand und dem linken Knie abzustützen, falle ich um. Mit 15 von 21 Punkten bin ich zwar im grünen Bereich, aber da ist nach oben hin noch viel Luft für Verbesserungen.

Wenn die Schwachstellen im darauffolgenden Personal Training berücksichtigt werden, ist FMS durchaus sinnvoll – das Work-Out ist  damit nicht nur effektiver, sondern auch gesünder.

Beim Functional Movement Screen wird zunächst getestet, wie gut ich gedehnt bin.
  Und ob ich mich etwa bei einfachen Übungen mit Ausgleichsbewegungen verdrehe.
  Wer wenig Sport betreibt und viel vor dem Computer sitzt hätte bei dieser Übung Probleme.
  Auch hier achtet der FMS-Spezialist auf Ausweichbewegungen - etwa darauf, ob ich die Hüfte verdrehe oder mich zu weit mit dem Oberkörper vorlehne.

  Hier ist der Beweis, meine Beinrückseite ist sehr schlecht gedehnt...

  Auch meine Liegestütze sind verbesserungswürdig.
  Nur nicht aus dem Gleichgewicht kommen...
  Bei den Kniebeugen wird es allerdings...
  ...schwer das Gleichgewicht zu halten!
  Nach dem FMS werden die Schwachstellen gezielt bearbeitet - in meinem Fall gibt es hier etwa Rollenübungen, um meine Oberschenkelmuskulatur zu mobilisieren.

Geeignet für jeden, der seinen Schwachstellen auf die Schliche kommen will.

Fun Factor Es ist spannend herauszufinden, welche unbewussten Fehler man bei den einfachsten Bewegungen macht.

Effekt Schädliche Ausgleichsbewegungen werden aufgedeckt und können künftig vermieden werden.

Infos Den Test gibt es inzwischen in  einigen Fitnessstudios im Rahmen der Leistungsdiagnostik,  z.B. bei www.manhattan.at

(KURIER) Erstellt am
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