DeepWork

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Foto: Jeff Mangione

Explosiv. Wie mich der Wechsel von An- und Entspannung an die Grenzen meiner Kraft gebracht hat.

Als ich den Namen zum ersten Mal gelesen habe, gab es für mich zwei Interpretationen: Entweder ist DeepWork so spirituell, dass ich in dieser Stunde die Erleuchtung finde. Oder das Training wird so anstrengend, dass mir am nächsten Tag auch die tiefsten Muskelschichten weh tun. Eingetreten ist beides – mehr oder weniger.

Wir beginnen mit einfachen Entspannungs- und Atmungsübungen, die phasenweise an Yoga erinnern. Dazu gibt es den schweren Beat von Massive Attacks Teardrop. Doch ehe ich es mir gemütlich machen kann, wechselt die Musik und die erste Power-Einheit geht los: Unser Trainer Chris zeigt  eine einfache Ausgangsbewegung, die laufend  um simple Figuren ergänzt wird. Alle zusammen sind sie fatal! Zuerst ziehen wir in Liegestütz-Position jeweils ein Bein vor, immer schneller, bis uns wir aus der Liegestütze nach hinten hieven, aufspringen und dann wieder alles von vorne machen. Die Einheiten liefern einen ständigen Wechsel von Anspannung und Entspannung. Dazu kommen Verdrehungen, Sprünge und Bewegungen, die ich bisher noch in keinem anderen Training erlebt habe – und ich weiß, wovon ich rede.

Nach einer halben Stunde frage ich mich, wie ich dieses Work-out durchhalten soll: Entweder bin ich gerade an den Grenzen meiner Kraft oder mein Gehirn versucht, die zusammengesetzten Übungen richtig nachzumachen. Am Ende finde ich die Erleuchtung – in Form von Sternchen: mein Kreislauf will nicht mehr mitspielen. Und so einen Muskelkater hatte ich tags darauf auch schon lange nicht mehr. Trotzdem: DeepWork ist ein Training, mit dem man sich wieder einmal richtig schön auspowern kann.

DeepWork beginnt mit einfachen Entspannungs- und Atmungsübungen, die...
  ...zum Teil an Yoga erinnern. Der Action-Teil lässt nicht lange auf sich warten...
  ...einfache Grundpositionen werden miteinander verbunden.
  Höchste Konzentration ist gefordert, um mit der Abfolge mitzukommen.
  Mit Action und Bewegung wird hier definitiv nicht gespart.
  ...und auch nicht mit verdrehten Figuren, die ich sonst aus keinen Work-outs kannte.
  Es hat nicht lange gedauert bis ich am Ende meiner Kräfte war.
  Chris, dem Trainer, war natürlich nichts von der Anstrengung anzusehen.
  Aber ich war schon vor Ende des Trainings fix und fertig.
 

Geeignet für Powerriegel und alle, die Yoga mit Action und Kampfkunst verbinden wollen.

Fun Factor Hier kommt keiner zu kurz: Herz, Hirn und Körper sind voll gefordert.

Effekt Mir tut alles weh – ich kann kaum gehen, reicht das?

Infos Wird inzwischen in diversen Fitnessstudios angeboten, zum Beispiel im Manhattan (Schnupperkarten 35€/Tag, 200€/Monat).

(KURIER) Erstellt am
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