Sonderbar tierisch Zu kleine Eier wurden Dinos zum Verhängnis Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 18.04.2012, 06:08 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Zu kleine Eier wurden Dinos zum Verhängnis. Eine Studie legt nahe, dass der Nahrungsmangel durch den Meteoriten-Einschlag zum Aussterben führte. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Kleine Eier, winzige Babys, gigantische Eltern. Möglicherweise war es der außergewöhnliche Größenunterschied zwischen neugeschlüpften und erwachsenen Tieren, der den Dinosauriern den Tod brachte. Die Frage, warum die Dinos nach einem Meteoriten-Einschlag ausstarben, die Säugetiere aber überlebten, ist bis heute nicht ganz geklärt. Ein Forscherteam um Marcus Clauss und Daryl Codron von der Universität Zürich veröffentlichte nun seine Erkenntnisse dazu im Fachjournal "Biology Letters" der britischen Royal Society. Ein Dinosaurier musste enorm zunehmen, bis er ausgewachsen war. Eine Dino-Mutter mit einem Gewicht von vier Tonnen sei 2500 Mal so schwer gewesen wie ihr Neugeschlüpftes - das ist den Forschern zufolge außergewöhnlich. Zum Vergleich: Eine frischgebackene Elefanten-Mama wiege nur etwa 22 Mal so viel wie ihr Baby. Die Jungtiere der Dinosaurier waren im Verhältnis so winzig, da die Eier vergleichsweise klein waren. Die Schale eines riesigen Eis wäre zu dick gewesen - denn ein großes Ei braucht eine dicke Schale. Doch die Jungtiere darin bekommen durch die Schale ihren Sauerstoff - eine zu dicke Schale würde diese Versorgung verhindern. Daher schlüpften die Dino-Babys als Winzlinge. Während ihres Wachstums belegten sie nach Studienangaben zahlreiche ökologische Nischen - und verdrängten dabei kleinere Saurier. So seien viele kleine Dino-Arten durch die Konkurrenz zu den Kindern der Riesen-Saurier ausgestorben. "Nach einer globalen langanhaltenden Katastrophe - wie dem Meteoriten-Einschlag - waren über Tausende von Jahren die Nischen für sehr große Lebewesen zerstört", erklärte Marcus Clauss. Der Grund: Viele Pflanzen wuchsen nach solchen Katastrophen nicht mehr - die Nahrungsgrundlage für größere Pflanzenfresser verschwand. Mit ihnen starb wiederum die Nahrung großer Fleischfresser. Kleineren Tiere gelang es nach Auskunft von Clauss dagegen auch unter sehr bescheidenen Verhältnissen zu überleben: Sie fraßen kleine Restmengen von Pflänzchen, Insekten und andere wirbellose Tiere. Da es aber kaum kleine Dinosaurier gab, war deren Nischen-Kampf mit ähnlich großen Säugern schnell verloren. Das sei der Siegeszug der Säugetiere - und das Ende der Saurier gewesen. (apa) Erstellt am 17.04.2012, 12:59 Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Ostern Ei, caramba! Astronomie Meteoriten: Russland überlegt Abwehrsystem Nach dem Einschlag wollen Politiker Weltraumobjekten den Kampf ansagen. Die Aufräumarbeiten laufen. Oberösterreich Wo der Osterhase die Eier färbt 15 Millionen Eier werden bei „InnviertlerLandei“ im Schichtbetrieb gefärbt – mit Beschriftung, falls gewünscht. Meteoriten-Absturz Tschebarkul hofft auf Ruhm Der kleine Ort will zu Geld gelangen - und den Meteoriten-Absturz gewinnträchtig vermarkten. Trockeneier Überschüssige Eier verpulvert Die Industrie verarbeitet tonnenweise Eier. Ein steirischer Betrieb liefert sie ab April in Pulverform.
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