Zur mobilen Ansicht wechseln »
KURIER
An der Westküste Nordenglands: Die Wanderschuhe wurden nur kurz an den Nagel gehängt. Die lange Reise beginnt erst. - Foto: Stefan Hofer

Letztes Update am 04.06.2012, 19:10

Hofer lebt den Öko-Wahnsinn. Konsequent nachhaltig leben - ist das überhaupt möglich? Ein Selbstversuch in 52 Wochen.

Erschöpft, aber zufrieden, stand ich an der Küste und blickte hinaus auf den Solway Firth. Nach sechs Tagen und rund 140 Kilometern Fußmarsch entlang des Hadrian`s Wall hatte ich England durchquert - von der Nordsee im Osten bis zur Irischen See im Westen. Das britische Wetter hatte sich von seiner besten Seite gezeigt: Regen, Wind und am dritten Tag auch Schneefall. Gutes Schuhwerk war nötig. Doch am Meeresarm angelangt hängte ich meine Wanderschuhe an den Nagel und schlenderte barfuß zum einzigen Pub im verschlafenen Dörfchen Bowness-on-Solway.

Zu Fuß. Mir kam der Begriff "ökologischer Fußabdruck" in den Sinn. Meiner dürfte in dieser einen Woche klein gewesen sein. Umso größer fiel die CO2-Belastung durch die Rückreise per Flugzeug aus. Also fragte ich mich: Wie sieht es im Alltag aus?

365 Tage auf unbekanntem Terrain

blog Hofer
Marschland vor dem Meeresarm Solway Firth - Foto: Stefan Hofer

Einsparen! Reduzieren! Vermeiden! predigen Umwelt-Aktivisten. Bitte, was ist denn das für ein Leben - für einen, der in einer hedonistisch geprägten Generation aufgewachsen ist? Ich bin kein Öko-Freak.

Und dennoch: Wie sehr kann ein junger Mann, der in der Großstadt lebt, arbeitet und konsumiert, mit all seinen Hobbys und seinem Lebensstil bewusst nachhaltig leben? Ist es möglich, von heute auf morgen Gewohnheiten in Bereichen wie Verkehr, Essen und Wohnen zu ändern oder gar auf so manches zu verzichten, um für ein Jahr ökologischer zu leben? Und wenn ja, wie teuer kommt das?

In einer Woche, am 5. Juni, findet zum 40. Mal der internationale Weltumwelttag statt. Ein guter Tag, um mit einer ausgeglichenen CO2-Bilanz zu beginnen.

Infos

Ökologischer Fußabdruck Dieser zeigt, wie viel produktive Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung und Müllentsorgung der Menschheit zu gewährleisten.

Begleiten Sie den Autor durch ein spannendes Jahr seines Lebens und verfolgen Sie mit, an welch hoch gesteckten Zielen er verzweifeln wird. Nächste Woche: Ohne Auto, geht das? Erreichbar unter: Stefan.Hofer (at) kurier.at

Zurück zur Blog-Übersicht.

Weiterführende Links

(KURIER) Erstellt am 30.05.2012, 16:01

Stichworte:


Diskussion

Kommentare aktualisieren