Letztes Update am 28.12.2012, 12:01
Silvester steht vor der Tür. Aber wohin nur an diesem Abend? Hier findest Du Fortgehtipps, Wünsche und kein Jahreshoroskop. Versprochen.
Geschafft. 2012 ist am Ende. Das bedeutet: Man wird von Jahresrückblicken gelangweilt, vom Jahreshoroskop 2013 enttäuscht und von den Böllern in den Straßen Wiens genervt. Neujahrsvorsätze, jetzt noch hoch und heilig versprochen, werden wohl spätestens nach einer Woche wieder gebrochen. Es wird Blei gegossen, Pilze, Rauchfangkehrer und Schweine verschenkt. Denn: Alles wird besser. Klar.
Natürlich darf man sich für 2013 auch etwas wünschen. Wunschlos glücklich ist Mensch ja selten. Aus diesem Grund habe ich ein paar Szenekenner gefragt, was sie sich von 2013 in Sachen Wiener Clubkultur wünschen.
KURIER: Stichwort Wiener Clubkultur: Was wünschst Du dir für das kommende Jahr?
Aleks Gavric: So blöd das auch jetzt klingen mag: Qualität statt Quantität.
Philipp L'Heritier: Ein, zwei kleine bis mittelgroße Clubs, in denen sich eventuell auch gewagtere und experimentellere Bookings ausgehen - und die dann trotzdem gut voll werden.
Welchen Act würdest Du 2013 gerne live sehen?
Aleks Gavric: Zum einen Portable. Diesen Wunsch haben wir uns jetzt selber erfüllt, am 11. Jänner bei Black Milk in der Pratersauna zu hören. Und zum anderen Christian Löffler, sehr melancholischer Sound, erinnert stark an frühere Border Community Produktionen. Henrik Schwarz und John Talabot live wären auch nicht zu verachten.
Philipp L'Heritier: Excepter, Maria Minerva & L.A. Vampires, Killer Mike & EL-P, Sleater-Kinney.
Welche Stilrichtung von elektronischer Musik ist 2013 angesagt?
Aleks Gavric: Prognosen sind nicht mein Ding, aber ich denke, melodischer Sound mit treibenden druckvollen Bässe und – bitte! – weniger Vocals. Damit wurde 2012 maßlos übertrieben.
Philipp L'Heritier: Technoise, Doomstep. Roh und runtergerockt, aber mit Stil. Das böse Gegengewicht zu – auch wenn‘s schön war – feingeistigen Post-Step-Bastelarbeiten und der flashy Synthesizer-Marmelade.
Aleks Gavric (Bild links) betreibt den Club Pompadour, kennt und beobachtet die Wiener Clubzsene seit Jahren und hat mit Black Milk einen neuen Club für 2013 am Start.
Unkaputtbar zieht Philipp L'Heritier mit seiner Plattentasche durch die Wiener Clubs, schreibt und spricht beim Radiosender FM4 über Musik.
Freitag
Das Vor- und Nebenprogramm kann sich auch sehen lassen: Das Duo Swinging Shadez wird ihre Vorstellung von gepflegter House-Musik präsentieren und der Slobberclub lädt am Mainfloor zur experimentellen Tanzmusik mit Favela Gold (live).
Gewinnspiel: Wir verlosen 2x2 Karten fürs Hart aber herzlich. Eine eMail mit dem Betreff „Move“ an kult(at)kurier.at genügt.
In der Grellen Forelle wird am Freitag ein gewisser Doctor Dru an den Plattentellern operieren. Unterstützt von der Tingel Tangel-Crew und 7 Citizens wird er dann seine zwischen Nu Disco, House und Pop angesiedelten Tracks sexy sezieren.
Auf dieses Wochenende dürfen sich alle Liebhaber von Drum & Bass freuen. Am Programm steht das Vienna Drum & Bass Festival, das an zwei Tagen in zwei unterschiedlichen Locations über die Bühne gehen wird. Tag 1 findet im Fluc am Praterstern statt. Tag 2 wird in der Grellen Forelle gefeiert.
Samstag
Gewinnspiel: Wir verlosen 2x2 Karten fürs elektro-nix. Eine eMail mit dem Betreff "Gemma" an kult(at)kurier.at genügt.
Vorglühen für den Silvesterabend kann man am Samstag in der Camera (Neubaugasse 2). Acht Clubreihen bzw. deren DJs haben sich zusammengschlossen, um das Jahr 2012 zu verabschieden. DJs folgender Crews servieren House und Techno: Bebop Rodeo, Club Pompadour, "Da war doch was...“, Highway, Split, Stadtpark Musik, Techno Sonntag und Zuckerwatt. Feine Sache.
Silvesterstadl
Zum Jahresende oder -beginn gibt es in jedem Beisl, Vereinsraum, in jeder Bar oder halbwegs bespielbaren Location in Wien eine Party – mit mal mehr, mal weniger "Special" im Programm.
Als Grundregel kann man sich hierbei Folgendes hinter die Ohren schreiben – vor 02.00 Uhr ist in den großen Clubs (Grelle Forelle, Flex oder Pratersauna) eher wenig los. Danach geht es aber ziemlich schnell. Wer also die ersten Stunden im neuen Jahr nicht in einer Warteschlange verbringen möchte, sollte sich bis 03.00 Uhr in der Früh für eine Veranstaltung, einen Club entschieden haben. Ach ja, noch was: Die große Liebe findet man am letzten Tag des Jahres selten und die kleineren Partys sind oftmals die besseren. Nur so viel dazu.
Im Leopold gibt es auf zwei Floors so ziemlich jede Musikrichtung, zu der man seinen Arsch bewegen kann. HipHop, House, Disco, Funk und so weiter. Gespielt wird diese Musik von DJs, die übers Jahr auch des Öfteren im Leopold für eine gute Stimmung sorgen. Ein paar Namen gefällig? Amblio, Zuzee und Pezo Fox.
Abstürzen kann man auch in der Grellen Forelle. Ein Potpourri an DJs gibt es auch im Club am Donaukanal. Das Programm liest sich wie eine Zusammenfassung des letzten Jahres, was keineswegs schlecht ist. Zu einer Horde an heimischen DJs gesellen sich Ilyas Heckmann aus Hamburg, Sebastian Klenk sowie Foehn und Jerome aus Berlin. Zu den Rahmenbedingungen: "Start: 23:00 / Ende: Niiiee!".
Gewinnspiel: Wir verlosen für die Silvester Gala 2x2 Karten. Eine eMail mit dem Betreff "Gala" an kult(at)kurier.at genügt.
Im Fluc am Praterstern wird auf zwei Ebenen gefeiert: Während oben der 4/4-Takt bei Techhouse und Disco dominiert, oszillieren ein Stockwerk tiefer die Sub-Bässe bei Dubstep, Elektro und anderen Stilrichtungen elektronischer Musik.
Gewinnspiel: Wir verlosen fürs Susiklub macht e-nix 2x2 Karten. Eine eMail mit dem Betreff "werktag" an kult(at)kurier.at genügt.
Diskussion
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