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Ein Killer?
Ein Killer? - Foto: APA/ARNO BURGI
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Ein Killer? - Foto: AP/Kerstin Joensson
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Ein Killer? - Foto: Reuters/ALBEIRO LOPERA

Letztes Update am 23.01.2013, 09:46

Neuseeland: Kreuzzug gegen Hauskatzen. Ein Umweltaktivist will den Inselstaat frei von Stubentigern sehen.

Die Katze ist eines der beliebtesten Haustiere und genau der soll es an den Kragen gehen - wenn es nach einem neuseeländischen Vogel-Aktivisten geht. Gareth Morgan hat eine Initiative gestartet, die vor allem bei potentiellen Katzenfreunden auf Unverständnis stößt - das berichtet der Guardian. "That little ball of fluff you own is a natural born killer" - "Dieses flauschige Fellknäuel, das du besitzt, ist ein geborener Killer," heißt es auf Morgans Homepage. Seine Botschaft ist tatsächlich ernst gemeint: Neuseeländer sollten sich keine Katzen als Haustiere mehr anschaffen. "Nicht unbedingt umbringen", aber nach dem natürlichen Ableben keinen Ersatz besorgen - so sein Tipp. Der Umweltaktivist will damit den natürlichen Vogelbestand Neuseelands sichern, den er durch die angewachsene Killerbrigade bedroht sieht. Vor allem der Kiwi, das Nationalsymbol Neuseelands, sei laut Morgan gefährdet.

"Verpiss Dich aus unserem Leben!"

Ein emotionales Thema, wie man an den Reaktionen unschwer erkennen kann: Katzenbesitzer sind empört. "Ich sage zu Gareth Morgan: Verpiss Dich aus unserem Leben!" lässt Bob Kerridge, Präsident der Royal New Zealand Society for the Prevention of Cruelty to Animals, Morgan wenig diplomatisch über eine Talkshow im Fernsehen ausrichten.


Morgan kontert auf seiner Homepage: „Stellen Sie sich Neuseeland mit seinem natürlichen Tierreich vor – Pinguine am Strand, Kiwis im Garten spazierend.“ – „Stellen Sie sich vor, Sie hören Vogelgesang in den Städten.“ Liebhaber der Samtpfotenfraktion lassen Morgans Vorstellungen von einer „besseren“ Welt wohl kalt.

Wissenschaftlich lässt sich bislang weder die Ausrottung des Kiwi durch die Hauskatze, noch - in Hinblick auf den Fortbestand - ein unbeschadetes Nebeneinander von Katze und Vogel belegen. Fakt ist allerdings, dass sich die Mehrheit jener Neuseeländer, die auf die umstrittene Initiative aufmerksam wurden, dagegen aussprechen. Im Übrigen geht aus einer Umfrage aus dem Jahr 2011 hervor, dass knapp 50 Prozent der neuseeländischen Haushalte auch eine Katze beheimaten – Die Initiative stand demnach von Anfang an unter schlechten Vorzeichen. (Die Katze  ist außerdem auch das liebste Haustier der Österreicher.)

Morgan hat sich aber nicht nur dem Kampf gegen die Stubentiger verschrieben, auch Mäusen will er an den Kragen, dafür sammelt er Spendengelder auf seinem Blog.

(Kurier) Erstellt am 23.01.2013, 09:46

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