Letztes Update am 17.02.2013, 10:17
Die Riesenschlagen dezimieren zu viele einheimische Tiere - aber auch Katzen stellen eine ernsthafte Bedrohung dar.
Die Behörden im US-Bundesstaat Florida riefen zur großangelegten Schlangenjagd in den Everglades auf – und das offenbar mit Erfolg: Laut Naturschutzkommission für Fische und Wildtiere haben die Jäger binnen eines Monats insgesamt 68 dunkle Tigerpythons gefangen bzw. getötet. Die aus dem Ausland eingeführten Reptilien sind eine Bedrohung für die Tierwelt in Florida.
"Jeder Python, der aus dem System genommen wird, ist ein großer Nutzen, und wir wissen, dass es einer bedeutenden zeitlichen Anstrengung bedarf, um einen Python zu fangen", sagte der Chef der Naturschutzkommission, Nick Wiley.
Was hat eine Python mit einer Katze gemein?
Ausgebüxte Haustiere
Der dunkle Tigerpython lebt eigentlich in Asien. In Florida tauchten die Tiere in der Natur erstmals nach dem Hurrikan Andrew 1992 auf. Vermutlich handelte es sich um Haustiere, die im Sturm in das Feuchtgebiet Everglades entkommen sind. Seitdem vermehrten sich die Reptilien dramatisch, sie sind inzwischen sogar zahlenmäßig stärker als die einheimischen Schlangen. Der Tigerpython ist ein guter Schwimmer, kann aber auch auf Bäume kriechen. Wissenschafter vermuten die fremden Riesenschlangen hinter dem deutlichen Rückgang heimischer Säugetiere wie Hasen, Wiesel, Waschbären und Wildratten.
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