Letztes Update am 16.07.2012, 10:50
Sony RX100: Kleine Cam, große Bilder.
Bildqualität auf kleinem Raum: Sonys RX100 ist trotz 20-Megapixel-Sensor so kompakt wie eine gewöhnliche Digicam.
Die Sony DSC-RX100 ist eine kleine Digicam mit starken inneren Werten. Im Premium-Segment der Kompakten angesiedelt, ist ihr 20 Megapixel Bildsensor viermal größer als bei gewöhnlichen Digicams, allerdings kleiner als bei Spiegelreflexkameras.
Das Gerät soll eine Alternative zu Systemkameras mit Wechselobjektiv darstellen und kann sich bei dieser Aufgabe im futurezone-Test behaupten. Die RX100 bietet sämtliche Einstellungs-Modi größerer Kameras (P, A, S, M),...
... 6 Kreativ-Modi und 33 Filter. Videos werden in Ful HD aufgenommen. Die Tasten erweisen sich als klein, aber gut positioniert. Auch der Auslöser erweist sich als besonders leichtgängig, was aber unerwünschtes Verwackeln minimiert.
Neben einem Einstell-Rad an der Rückseite besitzt die RX100 einen drehbaren Objektivring, mit dem wahlweise der Fokus, die Belichtungszeit, der ISO-Wert oder andere Einstellungen angesteuert werden können. An der Oberseite springt...
... bei Bedarf ein Blitz in die Höhe. Bis zu zwei Meter werden damit gut ausgeleuchtet. Das Blitz-Gestänge scheint robust, der Blitz sollte aber dennoch nach Gebrauch wieder eingeklappt werden, damit man damit nirgendwo hängen bleibt.
Mit 240 Gramm Gewicht zählt die RX100 - hier im Größenvergleich mit einem iPhone - zu den leichteren Geräten. Direkter Konkurrent ist die Canon G1 X, die doppelt so schwer ist, allerdings auch einen etwas größeren Sensor beinhaltet.
Neben einem SD-Kartenschacht besitzt die RX100 einen Mikro-USB-Port und einen miniHDMI-Anschluss an der Unterseite. Einen Blitzschuh oder einen Klinkenstecker-Anschluss für Zusatzmikrofon gibt es nicht.
Das rückseitige 3 Zoll Display stellt Bilder mit 1,2 Mio. Pixel dar, besitzt aber weder Kipp-Mechanismus noch Touch-Funktion, was Gewicht spart. Eine virtuelle Wasserwaage hilft dabei, Bilder gerade zu halten. Bei der Bildqualität schneidet die Kamera hervorragend ab, lediglich in hohen ISO-Bereichen ist hohes Bildrauschen zu erkennen.
Die Menüführung erweist sich im Test als einigermaßen kompliziert. Zahlreiche Funktionen sind je nach Einstellung grau unterlegt und nicht anwählbar. Erklärungen dafür erhält man nur durch Herumexperimentieren.
Der wechselbare Akku sollte laut Hersteller für 330 Aufnahmen ausreichen. Im Test schaffte die RX100 rund 400 Aufnahmen mit einer Ladung, allerdings ohne Blitz oder Videos.
Mitgeliefert wird ein USB-Ladegerät. Der Preis von 650 Euro scheint hoch, ist aber aufgrund der Leistungsfähigkeit des Geräts gerechtfertigt. Ein DSLR-Ersatz ist die Sony RX100 zwar nicht, aber eine echte Alternative zu Systemkameras.
(futurezone)
Erstellt am 16.07.2012, 10:40