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KURIER Romy 2014
APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH - Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Letztes Update am 02.01.2013, 15:35

Festplattenab­gabe ist Technologie-Unwort. Die Leser haben online den unbeliebtesten Begriff 2012 gekürt

Clean IT“, „Klarnamenzwang“ oder „Phablet“: 2012 gab es im Technologie-Sektor einige Wörter, die negative Emotionen weckten. Sei es, weil sie symbolisch für den Überwachungsstaat stehen, eigenwillige Wort-Kreationen sind, oder einfach nur viel zu oft in Berichten gelesen wurden.

Online und per eMail konnten die Leser vorschlagen, welche Begriffe aus der dem IT-Geschehen sie am meisten stören. Danach wurde zwei Wochen auf futurezone.at abgestimmt, welches das Technologie-Unwort des Jahres 2012 ist.


Sieger

Die „Festplattenabgabe“ belegt mit 42 Prozent aller abgegebenen Stimmen unangefochten den ersten Platz. Die Abgabe auf Speicherkarten, USB-Sticks und Festplatten – egal ob extern oder in Computern verbaut – ist bis zu 36 Euro hoch. Sie soll Künstlern zugutekommen, denen durch illegale Kopien Einnahmen entgehen.

Für die Arbeiterkammer ist die Abgabe jedoch eine „völlig überschießende Form der Vergütung“. Viele Nutzer sind gegen die Festplattenabgabe, da für sie damit jeder Besitzer eines Computers automatisch verdächtigt wird, gegen das Urheberrechtsgesetz zu verstoßen.

Die Festplattenabgabe wurde 2010 von der Verwertungsgesellschaft Austro Mechana eingeführt, vom Oberlandesgericht Wien aber für nicht rechtens erklärt. 2012 zog die Austro Mechana vor den Obersten Gerichtshof, unterstützt von der Initiative „Kunst hat Recht“, die 1500 Unterschriften für die Festplattenabgabe gesammelt hat.

Vorratsdaten

Auf Platz zwei der Wahl schafft es mit elf Prozent die „Vorratsdatenspeicherung“. Seit 1. April 2012 werden Verbindungsdaten von eMail, Handy und Internet sechs Monate gespeichert, weshalb der Begriff als Synonym für den Überwachungsstaat gilt.

Mit neun Prozent der Stimmen geht Platz drei an „Apple“. Der IT-Konzern machte sich durch seine aggressive Vorgehensweise bei Patent-Streitigkeiten unbeliebt. Vielen Leser ist auch der Hype um neue Produkte zu viel, denen stets monatelang Gerüchte vorausgehen.

(futurezone.at/Gregor Gruber) Erstellt am 02.01.2013, 15:35


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