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Kurier Fotowettbewerb 2014
- Foto: APA/OLIVER BERG

Letztes Update am 04.01.2013, 16:27

Die neuen Trends bei Handys, TV und Tablets. Neuheiten 2013: Ultradünne Bildschirme lassen sich mit Gesten und Sprache bedienen

Las Vegas. Auf der Consumer Electronics Show (CES) werden zahlreiche Produkt-Prämieren zu sehen sein. Während es einige der elektronischen Geräte nicht nach Österreich oder nicht einmal in die Serienproduktion schaffen, werden die meisten noch in diesem Jahr in den Handel kommen.

Mehr Pixel

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Foto: Lg
Schon im Zeitraum März/April könnte es die ersten Smartphones mit FullHD-Display zu kaufen geben, die auf der CES erstmals zu sehen sein werden. Der Vorteil der höheren Auflösung ist, dass die Darstellung auch bei großen Bildschirmdiagonalen scharf bleibt. So soll Sony ein FullHD-Handy mit 5-Zoll-Display vorstellen, ebenso wie ZTE. Von Huawei wird ein Smartphone mit 6,1-Zoll-Bildschirm erwartet – es wäre das derzeit größte Handy auf dem Markt.


Mit einer höheren Auflösung wollen auch die Flat-TV-Hersteller punkten. Schon auf der IFA im Vorjahr zeigten Samsung, Toshiba und LG Geräte mit der „Ultra HD“-Auflösung, die vier mal mehr Pixel als heutige FullHD-Modelle haben. Diese haben aber eine Diagonale von 84 Zoll und sind noch teuer – auf der CES werden günstigere, kleinere Modelle erwartet.

Auch Flat-TVs mit OLED-Technik, die besonders dünn gebaut werden können und mit einer kräftigen Farbdarstellung punkten können, sollen in mehreren Varianten und günstiger als bisher zu sehen sein.

Gesten und Finger

Bei aktuellen Smart-TVs ist bereits Gestensteuerung verbaut. So können etwa Handgesten die Fernbedienung ersetzen. Da die dafür notwendigen, technischen Komponenten jetzt günstiger und kleiner produziert werden können, wird man die Gestensteuerung auf der CES auch in Notebooks und interaktiven Robotern antreffen.

Berührungssensible Displays werden durch das Touchscreen-freundliche Windows 8 auf der CES boomen. Man darf mit zahlreichen neuen Tablets, All-In-One-PCs und Ultrabooks rechnen, die mit Touch-screens ausgestattet sind


Interview

„Geräte der Zukunft lassen sich mitGesten und Spracheingabe bedienen“

Gary Shapiro, der Gastgeber der größten Technik-Messe der Welt, verspricht Innovation.

Ab Sonntag blickt die Technologie-Branche einmal mehr nach Las Vegas zur Consumer Electronics Show (CES), der größten Elektronikmesse der Welt. Gary Shapiro, Präsident der Consumer Electronics Association (CEA), verspricht superdünne, ultrahochauflösende Fernseher und Gestensteuerung für Bildschirme aller Art.

KURIER: Welche Trends erwarten Sie bei der diesjährigen CES?
Gary Shapiro:
Große Innovationen erwarte ich vor allem bei der Bedienung von Geräten über Gesten, Spracheingabe und Berührungs-Displays. Darüber hinaus spielt „drahtlos“ eine wichtige Rolle, sei es jetzt bei kontaktlosen Bezahllösungen oder der Vernetzung von automatisiert agierenden elektronischen Geräten im Eigenheim. Das Thema User-generierte Vi-deos wird wie Sicherheitslösungen, Cloud-Dienste und digitale Fitness- und Gesundheitsanwendungen ebenfalls prominent vertreten sein.

Wie sieht es beim Dauerbrenner Tablets und Smartphones aus?
Tablets werden zukünftig viele der jetzt im Einsatz befindlichen Displays ersetzen. Wie wichtig der Bereich Tablets und Smartphones ist, zeigen allein die prognostizierten Verkaufszahlen. Die CEA rechnet nur für die USA mit 350 Millionen verkauften Geräten. Spannende Entwicklungen erwarten wir vor allem im Bereich neuer Materialien sowie bei der Integration neuer Sensoren in den Geräten.

Welche Innovationen sind im TV-Bereich zu erwarten?
Ultra-HDTV mit einer vierfach so guten Auflösung wie aktuelles HD-Fernsehen ist die Zukunft des TV und wird dazu beitragen, Kinofilme auf dem Fernseher großartig aussehen zu lassen. Interessante Neuerungen erwarten wir auch im Bereich der besonders stromsparenden und kontrastreichen OLED-TV.

Auf welche Geräte freuen Sie sich am meisten?
Die Frage ist ungefähr so, als wenn ich ein Lieblingskind auswählen müsste. Wir erwarten etwa 20.000 Produkte, die in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Ich werde mich von den Herstellern überraschen lassen.

Mittlerweile meiden viele Hersteller derartige Großveranstaltungen. Hat die CES an Relevanz eingebüßt?
Nein. Die CES 2013 ist als größte Innovationsveranstaltung der Welt wichtiger denn je. 3000 Unternehmen werden in diesem Jahr ihre Ideen den mehr als 150.000 Besuchern präsentieren. Der durchschnittliche CES-Besucher vereinbart etwa zwölf Geschäfts-Meetings, für die er sonst um die halbe Welt fliegen müsste. Über den Daumen gepeilt können sich die Teilnehmer so 700 Millionen Flugmeilen ersparen.Sind solche Geschäftstreffen im digitalen Zeitalter mittlerweile nicht überbewertet?Ganz und gar nicht. Ungeachtet der globalen Vernetzung des Internet können Beziehungen nicht nur elektronisch sein. Es braucht diese persönliche Komponente von Angesicht zu Angesicht. Deshalb wird die Relevanz und Wertigkeit von Messen wie der CES in Zukunft sogar noch zunehmen. Wenn es um das große Ganze geht, schlägt die persönliche Interaktion das Internet locker.

Wäre die Elektronikmesse in einer anderen Metropole eigentlich vorstellbar?
Las Vegas ist eine der ganz wenigen Städte weltweit, die eine Infrastruktur für 150.000 Besucher zur Verfügung stellen kann. Es hat mehr Hotel-Zimmer als jeder andere Stadt und verfügt auch über die entsprechenden aufregenden Veranstaltungsorte und Restaurants.

Erstmals wird der Funktechnologie-Hersteller Qualcomm die Eröffnungs-Rede bestreiten. Was ist zu erwarten?
Ein großes Thema der Eröffnungs-Rede des Qualcomm-Chefs Paul Jacobs wird „mobil geboren“ sein. Mobile Technologien sind zu einem essenziellen Bestandteil unseres Lebens geworden. Sie werden die Art, wie wir als Individuen und Gemeinschaften miteinander und mit der Welt um uns herum interagieren, weiter transformieren.

(kurier) Erstellt am 04.01.2013, 16:27


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