Technik Der Felsen-Bunker für Cloud-Daten Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 07.05.2012, 11:15 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Der Felsen-Bunker für Cloud-Daten. Der earthDATAsafe in den steirischen Alpen beherbergt hochsensible Daten hinter Millionen Tonnen Gestein. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Fährt man auf der S6 bei Kapfenberg vorbei, wird einem vielleicht diese Konstruktion neben der Straße ins Auge stechen,... ... die wie ein gelandetes UFO zwischen den Bäumen steht. Bei diesem UFO handelt es sich um den sichtbaren Teil des earthDATAsafe, eines Hochsicherheits-Speichers für sensible Unternehmens-Daten. Der futurezone wurde einer der seltenen Einblicke in die mehrfach gesicherte Anlage gewährt. Einen ausführlichen Erlebnisbericht finden Sie im Link unten. Hier die visuellen Eindrücke des Ausflugs in die Tiefe. Im Zugangsgebäude befindet sich ein Aufzug,... ... der Besucher 30 Meter in die Tiefe führt. Dort beginnen die Stollen einer ehemaligen Nazi-Produktionsstätte für Getriebeteile. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Anlage zum unterirdischen Datencenter umgebaut. Zunächst wurde dieses von Daimler-Chrysler betrieben, seit 2008 von Kapsch. An den Decken der betonierten Gänge durch den Fels erkennt man eine Unzahl an Kabeln. Über 70 Kilometer Stromkabel und 50 Kilometer Datenkabel sind im earthDATAsafe verbaut. Ebenfalls an den Decken: Tropfsteine. Diese jungen Stalaktiten haben sich durch Wasser und Kalk gebildet. Das gesamte Tunnelsystem ist 2,2 Kilometer lang. 900 Meter davon wurden für das Datencenter umgestaltet. Die restlichen Stollen sind verschlossen. Hie und da kommt man an Feuertüren mit Buchstaben-Bezeichnungen vorbei. Dahinter... ... befinden sich riesige Container mit weiteren Zutrittskontroll-Punkten, Kameras und Panzertüren. Dabei handelt es sich um Rechner-Zellen,... ... in denen Server, Speicher und Netzwerk-Verbindungen vor sich hin brummen. Sechs solcher Rechner-Zellen sind derzeit in Betrieb. Platz wäre für bis zu 15 Zellen. Daten werden hier redundant gespeichert und mit ultraschnellen Glasfaser-Verbindungen jederzeit abrufbar gehalten. Der earthDATAsafe ist gewissermaßen eine Cloud im Berg. Das ganze Stollensystem ist mehrfach gegen Feuer geschützt. An 47 Punkten wird die Raumluft überwacht. 24 Brandmelder registrieren kleinste Wärme-Veränderungen. Sollte es dennoch zu einem Brand kommen,... ... können im Datencenter befindliche Personen über zwei Notausgänge aus dem Berg flüchten. Der earthDATAsafe ist auch gegen Stromausfälle gesichert. Batterien und Diesel-Generatoren wie dieser hier können das gesamte Datencenter mehrere Tage lang ohne externe Stromzufuhr betreiben. Umgeben ist die Serverfarm im Berg von Millionen Tonnen Gneis-Gestein. An den tiefsten Punkten befinden sich ca. 250 Meter Fels vertikal über den Gängen. Vom ehemaligen Nazi-Bunker kehrt man in das hochmoderne Zugangs-Gebäude zurück, das unter anderem einen 24 Stunden besetzten Sicherheits-Leitstand enthält. Die Kuppel... ... ist eine Kunststoff-Hülle, die mit Luftdruck über dem eigentlichen Gebäude gehalten wird. Runde Sichtluken lassen Licht durch. Vom großen Konferenzraum an der Spitze der Kuppel sieht man über die Schnellstraße und einen Teil von Kapfenberg. Das Datencenter im Berg ist ein einzigartiges Angebot für zivile Unternehmensdaten in Österreich. Unter anderem werden hier etwa die Daten des Bankomat-Betreibers PayLife gespeichert. (futurezone) Erstellt am 07.05.2012, 11:10 Stichworte: › Cybersecurity › Datenspeicherung › Kapsch Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Karrierewege Das Oberhaupt der Industrie Unternehmer und IV-Präsident Georg Kapsch will das Scheitern salonfähig machen Burgenland Winterdienst: Tonnen Salz für 3600 Kilometer Am 15. November startet die heimische Straßenverwaltung ihren Winterdienst. 390 Mitarbeiter sind im Einsatz, 8000 Tonnen Salz sind … Immo im Blick Im Bunker Unternehmen Von Österreich aus zur Weltspitze Spezialisierung als Erfolgsrezept: Kapsch TrafficCom, Andritz und Lenzing sind laut Studie als Nischenmarktführer am besten durch die … Wirtschaft Kapsch: "Bin sicher kein Neoliberaler" Georg Kapsch: Der neue Mann an der Spitze der Industriellenvereinigung im KURIER-Interview.
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