Letztes Update am 09.08.2012, 09:30
Neuer Stardesginer: Christian Cota erobert New York.
Nachdem "Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour seine Kreationen 2010 adelte, gilt der Mexikaner als der neue Oscar de la Renta.
In der New Yorker Modewelt gilt er als der neue Oscar de la Renta: Christian Cota. Der Durchbruch gelang ihm, als die US-Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour sich bei einer seiner Schauen überraschend unter die Zuschauer mischte und damit seine Kreationen adelte.
Im Bild: Cota mit Michelle Harper.
2010 saß plötzlich Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour unter den Zuschauern bei Christian Cotas Fashion Show in New York. "Ich habe ihr die Kollektion gezeigt und sie mochte sie", sagte Cota. Damals noch ein Geheimtipp, hat er sich inzwischen einen Namen gemacht und gilt als der neue Oscar de la Renta.
Stars wie Eva Longoria und Lady Gaga tragen seine Kleider, ebenso wie Sängerin Emily Blunt, ...
... "Gossip Girl" Blake Lively und ...
... Sängerin Selena Gomez (2010), die mittlerweile sogar regelmäßig Cota-Kreation trägt, ...
... wie hier im Jahr 2011.
"Eine große Ehre" nennt Cota den Vergleich mit einem Modeschöpfer vom Format von Oscar de la Renta.
Der 1982 in Mexiko geborene Cota gilt als Hoffnungsträger für lateinamerikanische Mode.
Im Bild: Cotas Winter 2012-Kollektion.
Viele aus der New Yorker Modewelt erwarten, dass er in die Fußstapfen des Dominikaners de la Renta oder ...
... der Venezolanerin Carolina Herrera tritt und internationale Laufstege erobert.
Eigentlich wollte Cota Künstler werden. In Paris, wo er "die beste Zeit" seines Lebens verbrachte, hatte er Malerei studiert. Erst gegen Ende zog es ihn in die Welt der Mode.
"Ich hatte das Gefühl, dass ein Teil von mir fehlte, der unternehmerische Teil", erinnert er sich. Dann habe er das Modehaus Balenciaga entdeckt und erkannt, "man kann Kunst betreiben und daraus ein Geschäft machen". Und das tat er.
"Ich entwerfe für eine feminine Frau, die Kunst zu schätzen weiß, entweder bedingt durch ihren Beruf oder als Hobby", erklärt Cota.
Seinen mexikanischen Wurzeln ist er treugeblieben: Er nutzt "kräftige Farben mit vielen Mustern". "Ich glaube, das sind auch Töne, die mit Mexiko zu tun haben: die Sonne, der Sonnenuntergang, der Wald, die Wüste, das Meer. Meine Farben sind immer davon inspiriert."
Frauen sollten Mut zur Farbe bekennen, sagt Cota. Durch ihre Kleidung sollten sie "kreativ, elegant, dynamisch und kokett" wirken.
Im Bild: Cota mit Unternehmerin Michelle Harper.
Lateinamerikanische Frauen seien da auch eine Quelle der Inspiration für ihn. Sie seien "Tag und Nacht auf die Möglichkeit vorbereitet, ihren künftigen Liebhaber zu treffen."
Für einen jungen Modeschöpfer sei es die größte Herausforderung zu entscheiden, in was er investieren solle. Doch Cota hat Hilfe gefunden: Anfang Juni wurde er in das Programm "Fashion Incubator" der amerikanischen Modemacher-Vereinigung "Council of Fashion Designers of America" (CFDA) aufgenommen. Sie unterstützt die nächste Generation junger Designer in New York.
In den kommenden zwei Jahren wird die CFDA Cota und elf weiteren Nachwuchs-Designern Arbeits- und Ausstellungsräume im New Yorker Fashion District zur Verfügung stellen. Mentoren werden ihnen bei wichtigen Entscheidungen helfen, etwa bei Fragen zu Investitionen, zur Beteiligung bei Modeschauen oder zur Eröffnung eines eigenen Geschäfts. Damit stehen die Chancen gut, dass Cota die Erwartungen der Modewelt erfüllt und tatsächlich in die Fußstapfen von Modemachern wie Oscar de la Renta tritt.
(kurier)
Erstellt am 09.08.2012, 08:47