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Foto: KURIER/Jeff Mangione

Letztes Update am 26.12.2012, 16:09

Wiedergeburt eines Radschlauchs. Schwarzer Gummi statt zarter Stoffe. In einer Taschenmanufaktur wird liebevoll recycelt.

 


Projekt

Koffertisch & Toffifeelampe

Müll ist nützlich – zwei Studentinnen zeigen, wie’s geht.

Armreifen aus Pfirsichdosen, Omas Koffer vom Dachboden als Tischplatte oder Fenstergriffe, an denen Jacke und Mantel hängen. Müll ist nützlich, finden Magdalena Akantisz und Lisa Schultz. Für ihr Diplomarbeits-Projekt an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, gründeten sie eine virtuelle Upcycling-Plattform.

Selbstversuch

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Aufgehängt: Ausrangierte Fenstergriffe erfüllen ihren neuen Zweck als Garderobehaken. - Foto: www.weupcycle.com
Im Selbstversuch veröffentlichten sie auf ihrem Blog www.weupcycle.com 30 Tage lang 30 Dinge, die sie aus Müll herstellten. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass man aus alten Dingen Neues gestalten kann, auch wenn man kein Industriedesigner ist“, sagt Magdalena. Überrascht hat die beiden die Flut an Zusendungen. „Das Interesse der Menschen ist groß. Über soziale Netzwerke hat sich unsere Idee verbreitet. Menschen aus aller Welt schicken uns Fotos ihrer Basteleien.“ Motiviert durch die Rückmeldungen, verlängerten Magdalena und Lisa das Projekt. Mittlerweile sind die Blog-Einträge bei Tag 620 angelangt. Bunte Milchpäckchen, als Geschenkbox gehören zu den neuen Beiträgen.

Als Wundermittel gegen die Wegwerfgesellschaft ist Upcycling nur ein heißer Tropfen: „Es ist schön, wenn es die Leute machen, aber es ist kein Lösungsmittel. Auf der Welt wird zu viel Müll produziert. Die Menschen sollten bewusst Produkte kaufen, die wenig Abfall verursachen“, sagt Magdalena.

Ideen zum Selbermachen unter www.weupcycle.com.

Infos zu Upcycling-Workshops in Wien gibt es unter plastisano.wordpress.com.

 

(KURIER) Erstellt am 26.12.2012, 16:09


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