Bräuche & Sitten Weihnachten rund um die Welt Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 24.12.2012, 08:49 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Weihnachten rund um die Welt. Das Weihnachtsfest feiert man vieler Orts, doch die Traditionen und Bräuche können verschiedener nicht sein. Eine Weltreise zu Weihnachten. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Italien: Moderne Traditionen mit Überresten aus römischer Zeit kennzeichnen die Feiern von Natale, dem italienischen Weihnachten. Ab dem 8. Dezember wird festlich geschmückt, Weihnachtsbaum und Krippen werden aufgestellt. An Heiligabend besucht man die Christmesse und statt Fleisch isst man Meeresfrüchte, Panettone, oder Monte Bianco. Am 25. Dezember gibt's dafür ein Familienessen mit verschiedenen Fleischsorten, Käse und Süßigkeiten. In einigen Teilen Italiens werden die Geschenke vom Christkind, an Heiligabend gebracht, in anderen erst durch die Befana, eine alte Witwe, am Dreikönigstag. Babbo Natale, eine Version des Weihnachtsmanns, ist in letzter Zeit häufiger geworden. Frankreich: Der französische Weihnachtsmann heißt Père Noël. Er trägt ein langes, rotes Gewand mit Zipfelmütze und bringt seine Geschenke in einer Kiepe auf dem Rücken. Die Kinder stellen ihre Schuhe vor die Tür. Schweden: Das Fest der heiligen Lucia am 13. Dezember ist für die Schweden die Hauptfestivität vor Weihnachten selbst. Fast jede Familie feiert am 24. Dezember mit einem weihnachtlichen Smörgåsbord, dem Julbord mit dem besonderen Weihnachtsschinken. In Skandinavien ghört der Julbock traditionell zur Weihnachtszeit. Er verkörperte ursprünglich die von den Göttern gegebene Fruchtbarkeit der Erde. In Schweden brachte er bis ins 19. Jahrhundert die Geschenke. Heute ist dafür Jultomte - der Weihnachtsmann - zuständig und der Julbock ist nur noch als beliebter Weihnachtsschmuck aus Stroh erhalten geblieben. Finnland: "Joulupukki" ist der finnische Name des Weihnachtsmanns, der manche Besonderheiten aufweisen kann. Sein Wohnort befindet sich zum Beispiel auf dem Korvatunturi in Finnisch-Lappland. Er kriecht auch nicht den Kamin hinunter, sondern klopft an Heiligabend an die Wohnungstür. Färöer: Weihnachten feiert man auf den Färöern vom 24. Dezember an 21 Tage lang. Außerdem sind die Färinger die einzigen, die den nordischen Weihnachtsbrauch bewahrt haben, bei dem man am 13. Januar zum Weihnachtskehraus tanzt. Am 24. Dezember schmückt man abends den Weihnachtsbaum und das jüngste Mitglied setzt die Spitze auf. Wen die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet wurden, tanzt und singt man um den Baum. Am darauffolgenden Tag besucht man die Gräber und schmückt sie mit selbstgebastelter Dekoration. Ungarn: In der ungarischen Vorweihnachtszeit hat der 13. Dezember als „Luca-Tag“ eine besondere Bedeutung. Es ist der gleiche Tag, an dem in Schweden das Luciafest gefeiert wird. An diesem Tag begann man früher in ländlichen Regionen mit dem Bauen eines „Luca-Stuhles“. Jeden Tag wurde nur ein kleiner Teil der Arbeit verrichtet, so dass der Stuhl gerade am Heiligabend fertig wurde. Auch in Ungarn stellt man einen Christbaum auf, der allerdings meistens mit elektrischem Licht statt Kerzen beleuchtet wird. Eine Spezialität ist das „Salonzuckerl“, ein ursprünglich in Seidenpapier gewickeltes Zuckerstück, das als Baumbehang verwendet wird. Heue handelt es sich dabei um Weihnachtszuckerl, die meistens mit Schokolade überzogen sind und in den verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich sind. USA: Hier gilt Weihnachten trotz Multikulturalität als großes Geschäft. Zu den Bräuchen und Symbolen zählen der vom Nordpol kommende Santa Claus als bekannter amerikanischer Weihnachtsmann, Rudolf das Rentier, Weihnachtsbäume, -lieder, -krippen, elektrische Lichterketten, Geschenke und Küsse unter dem Mistelzweig. Indien: Weihnachten ist ein offizieller Feiertag in Indien, der auf Hindi auch als "bada din" bezeichnet wird. Die Feiern sind sehr stark durch den Konsum amerikanischer Medien geprägt worden, so dass Santa Claus und Konsum auch dort Einzug gehalten haben. Australien & Neuseeland: Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten mitten in den Sommer. Die Weihnachtsbräuche sind zwar ähnlich wie jene in Großbritannien und Nordamerika, doch gibt es Unstimmigkeiten wie einem pelztragenden Weihnachtsmann in einem Schlitten, dem Weihnachtslied „Jingle Bells“ oder Schneeszenen auf Weihnachtskarten und Dekorationen inmitten eines heißen Sommers. Kolumbien: Kolumbien legt viel Wert auf ein traditionelles Weihnachtsfest. Den ganzen Dezember über wird viel Salsa getanzt, gesungen, es gibt viele Veranstaltungen und Stierkämpfe in den Arenen. Weihnachtsgeschenke bringt El Niño Jesus. Ägypten: In Ägypten wird Weihnachten am 7. Jänner gefeiert. An diesem Tag bereiten Angehörige der koptischen Kirchen traditionelle Speisen, wie Zalabya und Bouri vor. Nach der Mitternachtsmesse feiern die Kopten ein großes Fest und essen gezuckerte, mit Kreuzen verzierte Kekse, die Kahk. Danach beginnt eine vierzehntägige Fastenzeit. Japan: Hier ist Weihnachten zwar kein offizieller Feiertag ist, werden die Feierlichkeiten auch in Japan immer beliebter. Die Japaner beziehen den Weihnachtsmann in die Feiern mit ein, obwohl er für sie nicht den gleichen Stellenwert besitzt wie in den USA. Doch ist Weihnachten in Japan weniger ein Fest für Famile als für Verliebte. Ein spezieller Teil des japanischen Weihnachtsfests ist die Weihnachtstorte, weiß und oft mit Erdbeeren geschmückt, die eine Geburtstagstorte für das Christkind darstellen soll. Südkorea: Südkorea ist das einzige ostasiatische Land, das Weihnachten als Feiertag anerkennt. Den koreanischen Kindern bring Santa Haraboji die Geschenke. Nach der Christmette geht man singend zu den Wohnungen älterer Gemeindemitglieder, wo warme Getränke und Snacks serviert werden. Mexiko: Die Mexikaner beginnen die Weihnachtsfeiern am 15. Dezember während der neuntägigen Posadas. In dieser Zeit symbolisiert man die Suche Maria und Josephs nach einer Herberge. Der Gastwirt lädt in sein Haus ein, es wird eine piñata zerschlagen, Ponche getrunken und es werden Buñuelos gegessen. Am Heiligabend gefeiert, besteht das Abendessen aus Truthahn oder Kabeljau, Romeritos und andere Spezialitäten. Um Mitternacht wird das Jesuskind in die Krippe gelegt, um zu symbolisieren, dass es geboren wurde. Erst dann werden die Geschenke geöffnet. In der Vorweihnachtszeit gibt es traditionelle Pastorelas, eine oft komische Darstellung der Wanderung der Hirten zum neugeborenen Jesuskind. Russland: In Russland und den anderen slawischen Ländern Osteuropas bringt Väterchen Frost mit seiner Enkelin Schneeflöckchen die Geschenke. Nach einer Legende reitet er in einer Troika die von drei Pferden gezogen wird. Erst seit 1992 wird russische Weihnachten wieder gefeiert. Das „Heilige Mahl“ am Heiligen Abend besteht aus zwölf Gerichten, für jeden Apostel Jesu eines. (KURIER/cka) Erstellt am 24.12.2012, 08:49 Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Bibelmärchen Weihnachten – wie es wirklich war Eine Wiener Theologin erklärt, wo die Heilige Schrift missverstanden wird Katastrophen, Geburts- und Todestage Auch das ist Weihnachten Was um den Heiligen Abend im Lauf der Jahrhunderte passierte Es war einmal Als Weihnachten noch lustig war Statt stille Einkehr zu halten, feierten die Österreicher ausgelassen das Ende der Fastenzeit Weihnachts-Hektik Fast jeder Dritte hat noch kein Geschenk Last-Minute-Käufer sollen das leicht rückläufige Weihnachtsgeschäft für die Händler doch noch retten. Weihnachten Sie arbeiten, während andere feiern Nicht nur das Christkind ist zu Weihnachten fleißig: Der KURIER hat Menschen getroffen, die ebenfalls arbeiten müssen.
Bibelmärchen Weihnachten – wie es wirklich war Eine Wiener Theologin erklärt, wo die Heilige Schrift missverstanden wird
Katastrophen, Geburts- und Todestage Auch das ist Weihnachten Was um den Heiligen Abend im Lauf der Jahrhunderte passierte
Es war einmal Als Weihnachten noch lustig war Statt stille Einkehr zu halten, feierten die Österreicher ausgelassen das Ende der Fastenzeit
Weihnachts-Hektik Fast jeder Dritte hat noch kein Geschenk Last-Minute-Käufer sollen das leicht rückläufige Weihnachtsgeschäft für die Händler doch noch retten.
Weihnachten Sie arbeiten, während andere feiern Nicht nur das Christkind ist zu Weihnachten fleißig: Der KURIER hat Menschen getroffen, die ebenfalls arbeiten müssen.