Letztes Update am 20.10.2012, 15:19
Top 10 Reiseziele zu den verrücktesten Partys.
Von Schlammschlachten in Südkorea über Kunst in der Wüste bis hin zum Party-Staat in der Ukraine – Zu diesen Partys lohnt es sich hinzureisen.
Ob Norden, Süden, Osten oder Westen, Feste feiert man allerorts. Die Urlaubsplattform HolidayCheck hat eine Liste der zehn abgefahrensten Partys der Welt erstellt. Von Schlammschlachten in Südkorea über Kunst in der Wüste bis hin zum fiktiven Party-Staat in der Ukraine – zu diesen Partys lohnt es sich zu reisen.
Holi in Nordindien
Knallige Farben, fröhliche Tänze und feierliche Gebete: Mit dem traditionellen, ursprünglich hinduistischen Holi-Fest begrüßen Millionen Menschen in ganz Indien den Frühling.
Bei dem karnevalsähnlichen Festival der Farben beschmieren sich die Menschen gegenseitig mit bunten Pulvern und bespritzen sich mit Farbwasser.
Zu Holi beschenken Eltern ihre verheirateten Töchter und deren Kinder mit neuer Kleidung. Es gibt spezielle Gerichte aus Hülsenfrüchten und besondere Süßigkeiten.
Um das Fest ranken sich viele Legenden. Die Hauptrolle spielt dabei Krischna, der Gott mit den meisten menschlichen Schwächen. Krischna war berühmt für seine Possen. Er bandelte mit Hirtenmädchen an und bespritzte sie mit "Pichkaris" - das sind Wasserspritzen aus Messing.
Bevor sich aus den heutigen Plastik-Pichkaris die Wasserladungen ergießen, werden Gesichter, aber auch die Kleidung, mit Gulal, einem Farbpulver, beschmiert.
Mardi Gras in New Orleans
In den Wochen vor Aschermittwoch herrscht in New Orleans Ausnahmezustand. Der Dienstag ist traditionell der Höhepunkt des dreiwöchigen Mardi-Gras-Trubels mit zahlreichen kleineren und größeren Paraden.
"Mardi Gras", was wörtlich aus dem Französischen übersetzt so viel bedeutet wie "fetter Dienstag", kann jedoch nicht mit dem österreichischen Faschingsdienstag verglichen werden.
Mit viel Glitzer und Glamour ziehen bunt geschmückte Wagen wochenlang durch die Stadt und sorgen für ausgelassene Stimmung.
Für die jubelnden Zuschauer zählt dabei vor allem eins: Möglichst viele der durch die Luft fliegenden Perlenketten in die Finger kriegen.
Nach dem Motto "Flash for Beads" werden auch Blusen in die Höhe gerissen, um sich die begehrten Perlen zu "verdienen".
Songkran in Thailand
Zum Neujahrsfest, das Songkran oder auch Wasserfestival genannt wird, ziehen junge Leute im ganzen Land mit Kübeln, Kanistern und Spritzpistolen voll Wasser durch die Straßen und spritzen jeden nass.
Das Spektakel dauert dabei mehrere Tage und wird auch in Kambodscha, Laos, Burma und Teilen Südchinas gefeiert.
Mit unserem Jahreswechsel hat das Neujahrsfest aber nichts zu tun: Nach dem thailändischen Mondkalender findet die Party im April statt, demheißesten Monat des Jahres.
Wacken Open Air in der Nähe von Itzehoe
Das dreitägige Heavy Metal-Festival "Wacken Open Air" im abgeschiedenen kleinen Ort in Schleswig-Holstein gilt als größtes Heavy Metal-Festival der Welt.
90.000 Heavy Metal-Fans pilgern jedes Jahr in das 2.000 Seelen Dorf Wacken.
Dann trinken und tanzen Männer drei Tage lang in Schottenröcken neben Frauen in Tiger-Minis – und zur morgendlichen Erfrischung geht’s ins örtliche Freibad.
Die Stimmung ist so legendär, dass es bereits einen preisgekrönten Dokumentarfilm der südkoreanischen Regisseurin Sung-Hyung Cho zum Festival gibt - "Full Metal Village".
Oktoberfest in München
Jedes Jahr aufs neue: Überfüllte Zelte, brechend volle S-Bahn-Züge und Staus können die Besucher nicht abschrecken.
Das größte Volksfest der Welt erfreut sich jedes Jahr mehrerer Millionen Besuchern, die mehrere 10.000 Hektoliter Bier trinken.
Attraktionen der "Wiesn" sind die Bierzelte und Fahrgeschäfte.
Und als Höhepunkt gibt es einen Trachten- und Schützenzug durch die Stadt.
Burning Man Festival in der Wüste von Nevada
Seit der Gründer Larry Harvey das "Burning Man"-Festival vor etwa 25 Jahren in San Francisco ins Leben rief, ist das Event ein Dauerbrenner.
Aus Liebeskummer zündete der Szenekünstler 1986 zur Sommersonnenwende am Meer zusammen mit 20 Freunden eine 2,40 Meter große Holzpuppe an - der "brennende Mann" war geboren.
Die Jahrestage lockten jedes Jahr mehr Gäste an. Doch der Stadt San Francisco war`s gar nicht Recht. Sie wollte die Freakparty nicht mehr an ihrem Strand haben.
So zog Harvey damit in die entlegene Mondlandschaft von "Black Rock Desert" in Nevada. Ein perfekter Ort für ein paar Tage kompletter Freiheit, wie Harvey sie sich für die Besucher wünscht.
"Burning Man" ist Kult, und dafür nehmen die kunstbegeisterten Massen Jahr für Jahr die Strapazen des Daseins in der bergumrandeten Ebene in der Wüste von Nevada in Kauf.
Hitze am Tag und Kälte bei Nacht, überraschende Staubstürme, die nur mit Taucherbrille und Atemschutz zu ertragen sind, acht Tage Radikalcampen mit Verpflegung aus der Konservendose, im Zelt, Wohnmobil oder gar auf dem blanken Boden.
KaZantip auf der Krim
Die ATV-Stammseher werden es vermutlich schon kennen: KaZantip ist das größte Festival für Elektronische Tanzmusik in der Ukraine.
Einen ganzen Monat ist der Strand auf der Krim für Partywütige geöffnet. Die wichtigsten Credos: "Das ganze Jahr Sommer" und "Leben ohne Unterwäsche".
Zum Feiern und Tanzen am Meer braucht es ein "Visum" der Fantasie-Republik.
Dort drehen über 300 DJs zwischen Mitte Juli und Mitte August auf zwölf Dancefloors an den Plattentellern.
Boryeong Mud Festival in Südkorea
200 Kilometer südlich der Südkoreanischen Hauptstadt Seoul, zieht es jährlich über zwei Millionen Besucher zum Boryeong Mud Festival am Daecheon Strand.
Dort wollen alle nur eins: sich zwei Wochen lang bei einer riesigen Schlammschlacht richtig schmutzig machen.
Der Schlamm ist aber nicht x-beliebig: Extra aus dem Boryeong Wattenmeer entnommen, wird er per Lkw zu den Daecheon Strand transporiert. Reich an Mineralien ist er die Grundlage für hiesige Kosmetikprodukte.
Ein wahrgewordener Kindheitstraum für alle, die als Kind nicht im Matsch spielen durften. Als Zugabe gibt es auch eingefärbten Schlamm fürs Bodypainting.
Austoben kann mich sich unter anderem im Schlammbad, bei Schlammlawinen, im Matsch und Schlamm Gefängnis oder bei Skiwettkämpfen.
Fullmoon-Party in Thailand
Seit Beginn der 80er-Jahre hat der Tourismus auf der thailändischen Insel Koh Phangan stark zugenommen. Sehenswürdigkeiten sind der What Khao Tam-Tempel und der Paeng-Nationalpark mit seinen Wasserfällen.
Das beliebteste Ziel der westlichen Urlauber ist jedoch die Vollmond-Party am Strand von Haad Rin an der Südspitze Phangans.
Der gesamte Strand verwandelt sich zur Tanzfläche für unzählige junge Menschen, die hier zu House, Techno, Trance, Goa, Reggae, R & B und Drum ’n’ Bass tanzen und feiern.
Mit Alkohol aus kleinen Kübeln feiern zehntausende Touristen bis die Sonne aufgeht.
Wer den Vollmond auf Haad Rin verpasst, muss sich aber nicht ärgern: Man hat die touristische Einnahmequelle schon optimiert und lädt mittlerweile auch zu "Black-Moon", "Half-Moon", "Shiva Moon" und mehreren "Jungle-Expererience" Partys.
Abschlusspartys in Lloret de Mar
Der neue Ballermann: Während sich die Maturanten hierzulande oft zu Partys wie Summersplash oder Mission To Beach in einem Club einsperren und unter sich feiern, finden sich Ende Juni deutsche Abituranten in Lloret (Spanien) ein.
Bei Schnaps und Sangria werden innerhalb weniger Tage alle Gehirnzellen vernichtet, die in den Monaten davor mühsam aufgebaut wurden.
Knapp an den Top 10 von HolidayCheck vorbeigeschlittert, dürften folgende Partys sein...
La Tomatina in Kolumbien
Eine Paradeiserschlacht mit zehn Tonnen des Nachtschattengewächses geben sich die Einwohner des kolumbianischen Dorfes Sutamarchan jedes Jahr.
Im Dorfstadion versammeln sich dazu rund 500 Teilnehmer und bombardieren sich rund eine Stunde lang mit den roten Früchten.
Barfuß und mit Sportzeug bekleidet bewerfen sich die Kämpfer auf einen riesigen Paradeiserberg in der Mitte des Stadions - innerhalb kürzester Zeit sind alle von Kopf bis Fuß rot. Für die Schlacht werden aber nur überreife, nicht mehr zum Verzehr geeignete Tomaten verwendet.
St. Patrick`s Day in Irland
St. Patrick`s Day wird mittlerweile auf der ganzen Welt gefeiert, will man aber zum Ursprung, sollte man nach Dublin reisen.
Mit Paraden und Festen feiern jedes Jahr hunderttausende Menschen in Irland und vielen anderen Staaten der Welt den irischen Nationalheiligen.
In den USA leben etwa 40 Millionen Menschen mit irischen Wurzeln, dort tauchen Feiernde die gesamte Gegend mit ihren Kleidern in ein sattes Grün, die traditionelle Farbe Irlands.
Bay To Breakers
Begonnen hat es mit den besten Absichten, geendet ist es in einer Wahnsinns-Party.
Der Bay To Breakers Volks- und Straßenlauf, wurde 1906 in San Francisco begonnen, um den Leuten nach einem verheerenden Erdbeben wieder Mut zu machen.
Inzwischen hat sich der Lauf zu einer riesigen Kostümparty entwickelt, bei der 70.000 Teilnehmer quer durch San Francisco rennen.
Traditionell steigt die Party immer am dritten Sonntag im Mai in Downtown, San Francisco, wo sich die Leute verkleidet oder nackt zusammen finden und auch mal Einkaufswagen gefüllt mit Bierdosen die ganze Strecke bis zur Ziellinie schieben.
Karneval in Rio
In der Stadt am Zuckerhut herrscht Ausnahmezustand wenn der Bürgermeister die Stadtschlüssel bis Aschermittwoch an "König Momo"übergibt, der die närrischen Truppen in der "Cidade Maravilhosa" (wunderbaren Stadt) über die tollen Tage regiert.
Brasiliens größtes Karnevalsspektakel lockt hunderttausende Besucher, auch Stars und Sternchen in die Stadt.
(KURIER, apa)
Erstellt am 12.06.2012, 07:05