Letztes Update am 21.08.2012, 16:55
Shark-Week: Tauchgang mit dem Weißen Hai.
Haitauchen hat sich in den letzten Jahren zu einer Touristenattraktion entwickelt. Vom gefährlichen "Great White" bis zum harmlosen Walhai: Haie sind die neuen Helden des Ozeans.
Anlässlich der derzeit stattfindenden 25. "Shark Week" stellen wir Ihnen Plätze vor, an denen ein Tauchgang zu den majestätischen Raubfischen führt.
Der Discovery Channel läutete am 17. Juli 1987 erstmals die Shark Week ein. Jährlich strahlt der Sender seitdem eine Woche lang Feature-Fernsehsendungen über Haie aus. Ursprünglich wurde dieses Special entwickelt, um Bewusstsein und Respekt für Haie zu erhöhen, heute hat sich daraus sogar ein Hype in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter entwickelt.
Das Projekt kann somit als erfolgreich bezeichnet werden, die Fangemeinde der majestätischen Raubtiere wird immer größer. Egal ob sie bereits fasziniert von den Raubfischen sind, oder noch vom Hype angesteckt werden müssen, Haitauchen ist eine besondere Art seine Zeit auf Reisen zu verbringen.
Je nachdem wo Sie Urlaub machen, können Ihre Chancen, einen Hai in freier Wildbahn zu erspähen bei fast 100 Prozent liegen. "Shark Spotting" beinhaltet dabei zwei sehr unterschiedliche Ansätze:
Zum einen gibt es gefahrlose Urlaubsaktivitäten, wo man in Reisegruppen untertaucht, um meist sanfte Tiere, wie Riesenhaie und Walhaie, oder sogar räuberische Exemplare, wie Weiße Haie zu sehen - aber mit großer Umsicht und Schutz.
Organisierte Weiße Hai-Tauchgruppen erlauben Tauchern auch die gefährlichen Haie von Metallkäfigen aus zu betrachten - damit sie keine Haihäppchen werden.
Die zweite Art von "Hai-Spottern" sind Personen, die für die öffentliche Sicherheit einen Blick auf die Meeresraubtiere werfen. In den USA sind das beispielsweise Ranger die an beliebten Stränden, sowohl zu Lande und zu Luft, nach Haien Ausschau halten.
Einer der besten Orte um Riesenhaie zu sehen ist die Isle of Man, eine Insel in der Irischen See. Im Juni, kann man dort von einem Boot aus ganze Schwärme der Raubfische sehen.
Das Land’s End Hotel in Cornwall ist wohl einer der weltweit komfortabelsten Plätze um sich die majestätischen Fische anzusehen: Nahe des beliebten Sennen Strands, der von Surfern frequentiert wird, kann man vom Pub-Fenster aus nicht nur an den Surfer zusehen, sondern auch Robben, Möwen und die schwarzen Rückseiten der Riesenhaie beobachten. Die beste Zeit dazu, ist von Mai bis Juli.
"Shark-Spotting" in Brasilien, Südafrika und Australien ist da vielleicht nicht ganz so entspannt. Hier kam es in der Vergangenheit auch schon zu Todesfällen durch Hai-Angriffen.
In Recife in Brasilien, am nordöstlichen Ende des Landes gelegen, werden eine Reihe von räuberischen Exemplaren, wie Bullenhaie angelockt. Strände in diesem Teil Brasiliens gehören zu den Orten mit der größten Hai-Dichte in Südamerika.
Gansbaai in Südafrika wird auch als "Great White Shark Capital of the World" bezeichnet. Von April bis September sollen Besucher eine 99-prozentige Chance haben, dort einen großen Weißen Hai zu sichten. Während dieser Zeit kommen die meisten dieser wilden Fische auf Futtersuche an die Küste des kleinen Dorfs.
Bei einem Tauchgang in Ägypten kann es passieren, dass man den Hai vor lauter Barrakudas nicht sieht.
Auch Australien ist ein Hai-Magnet: Es ist schwer zu bestimmen, wo dort die meisten Haie lauern, denn in den dichter besiedelten Regionen, ergeben sich standardmäßig die meisten Hai-Sichtungen, doch die Strände von New South Wales dürften derzeit heiße Tipps sein. Eine sichere Form von "Shark Watching" ist es, eine geführte Tour zu buchen um Stierhaie und "Great Whites" zu beobachten.
La Réunion, eine Insel im Indischen Ozean, ist bekannt für seine große Hai-Population, die jenseits der Korallenriffe entlang der Riffkanten ihr "Unwesen" treiben.
Wer Haie mag, kann beim Tauchen auf den Bahamas besonders viel Vergnügen haben. Die zum Großteil taucherfreundlichen Kreaturen sind überall rund um die Inseln der Bahamas zu finden.
Weniger freundlich geht es am Tiger Beach zu: Der verfügt über eine der weltweit höchsten Konzentrationen von Tigerhaien, die sogar in sehr flachem Wasser lauern können.
Als Mekka für Hai-Taucher entpuppt sich Papua Neuguinea. Hier findet man Graue Riffhaie, Silberspitzen Haie und Hammerhaie.
Hawaii ist ein "Shark Watcher"-Paradies. Zu jedem gegebenen Zeitpunkt, können fast 40 verschiedene Haiarten gefunden werden, inklusive aggressiver Tiger- und Ammenhaie.
Kalifornien und Florida bilden zusammen mit Hawaii die Top drei US-Staaten für Hai-Sichtungen. Auch dort finden sich dutzende Haiarten, darunter Tiger-, Langnasen- und andere Schwarzspitzen Haie.
(kurier)
Erstellt am 19.08.2012, 07:00