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KURIER

Letztes Update am 09.07.2012, 07:21

Rooftop-Hotels: Dem Himmel so nah. Wer den freien Blick liebt, klettert auf die Dächer der Welt. Rooftop-Hotels sind die wahren Inseln der Großstadt.

Hoch oben, fast schon in den Wolken, ist die Luft klar, Vogelschwärme schwirren vorbei und der Blick ist ungetrübt. Was liegt also näher, als hier auf dem Dach ungestörte Feste zu feiern, coole Sommer-Cocktails in noch cooleren Lounge-Chairs zu schlürfen oder überhaupt gleich in den Pool zu springen? Dachpartys sind beliebt und gehören vor allem in Berlin seit Langem zur Feier-Kultur. Besonders hip sind die, die spontan auf geheimen und ungesicherten Flachdächern stattfinden. Wer dann hoch oben in der Luft den Grill aufstellt, ist sich der staunenden Zuseher unten auf der Straße sicher. Dachpartys haben zwar schon seit 15 Jahren in Berlin Tradition, aber leerstehende Häuser werden immer seltener und somit auch geheime Dachfeste. Dafür wurde kürzlich ein Fußballplatz auf dem Dach eines Supermarkts errichtet. Wer also Aussicht und Partys von Dächern genießen will, ohne sich an der Grenze zur Illegalität zu befinden, nimmt lieber einen Drink auf dem Hotel-Rooftop – ganz legal.

In Wien genießt man zurzeit den hippsten Ausblick auf die Innenstadt von der 25-hours-Hotel­terrasse. In Salzburg ist die Stein-Terrasse schon seit Gründung der Festspiele ein beliebter Treffpunkt, und auch sonst blickt man in Österreich von etlichen kleinen Landhotels gerne hinunter auf Almen und Seen.

Wer Flussreisen liebt, könnte ins Schiff nach Budapest steigen und dort, von der Dachterrasse des Hotel Lanchid, eine romantische Sicht auf die Donau genießen. Auch Blicke ins Häusermeer, etwa über Bangkok oder New York City, sind eine Augenweide – in luftiger Höhe sind coole DJ-Lines und Partys besonders beliebt. Oder lieber in drückender Hitze, bei Sambaklängen und dem Rattern von Eselskarren, unten auf der Straße schöne Frauen beobachten? Genau wie Ernest Hemingway? Er beschreibt das bunte Treiben Havannas, beobachtet vom Zimmer im fünften Stock des Hotels "Ambos Mundos" in seiner Novelle "Der alte Mann und das Meer". Heute können alle, die dem Samba-Himmel näher kommen wollen, auf der Terrasse des Hotel Parque Central in Havanna kühlen Mojito schlürfen und danach gleich in den Pool springen – mit Blick aufs Meer und auf das Kapitol Havannas.

(kurier) Erstellt am 09.07.2012, 07:10

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