Letztes Update am 16.07.2012, 11:20
Österreicher erklimmen Alpamayo.
150 Gipfel werden im Rahmen des Peak Projects bestiegen: Den Alpamayo in Peru nehmen sich drei Niederösterreicher vor.
Den Alpamayo in Peru haben sich Christoph Forstner, Martin Zach und Florian Grasel aus Niederösterreich als Ziel gesetzt. Sie nehmen sich sieben Tage Zeit, um den Gipfel des Bergs zu stürmen. Martin Zach hat mit dem KURIER über ihr Vorhaben gesprochen.
"Der Alpamayo und das Matterhorn `matchen` sich um den Titel des schönsten Berges der Welt. Somit ist es als Alpinist naheliegend, eben diese zu besteigen. Außerdem haben wir den Alpamayo bereits in Dia-Vorträgen und Berg-Zeitschriften gesehen und uns sofort in sein Erscheinungsbild verliebt", erklärt Martin Zach, wie es zu ihrer Ziel-Auswahl gekommen ist. Im Bild von links: Florian Grasel, Christoph Forstner, Martin Zach.
Mit 5947 Meter zählt der Alpamayo im Norden der peruanischen Cordillera Blanca zwar nicht zu den höchsten Bergen der Welt, er wird aber immer wieder als einer der schönsten bezeichnet.
Wie es zur Teilnahme am Peak Project von Mammut gekommen ist, erzählt Martin: "Die Bewerbung war einfach. Wir mussten beschreiben, welches Projekt wir durchführen möchten, wie lange es dauert und warum wir es machen möchten. Untermauert wurde das mit einem coolen und aussagekräftigen Foto (Bild), das wir gemacht haben.".
So ein Vorhaben braucht natürlich auch Erfahrung: "Wir haben bereits an dem arktischen Zehnkampf-Event Fulda Challenge teilgenommen. Gemeinsam sind wir auch fast jedes Wochenende in den Bergen und auf Felswänden unterwegs. Sei es im Sommer oder auch im Winter."
"Trainiert wird das ganze Jahr über. Lediglich die Intensität und die Zielrichtung ändert sich ein wenig, je nachdem, welches Projekt gerade ansteht. So kommen schon 4-6 Trainingstage pro Woche zustande."
Auch mit Schwierigkeiten müssen die Extremsportler rechnen: "Einerseits stellt sich die Logistik als Herausforderung dar, denn alles Material muss entweder mitgenommen oder dort noch besorgt werden. Auch an die zunehmende Höhe kann man sich nur langsam und `vernünftig` herantasten. Auch darf man die Eissteilwand des Alpamayo und die Gletscherspalten des Huascaran nicht unterschätzen."
Denn im Anschluss an den Alpamayo soll auch der Huascaran erklommen werden: "Keiner von uns Dreien weiß, ob, wann und in welcher Mannschaft er wieder nach Peru kommen wird. Da bietet es sich an, wenn man schon einmal da ist, zumindest einen zweiten Berg zu besteigen. Vor allem auch, weil man sich dadurch die Akklimatisierung für den zweiten Berg erspart, wenn man beide unmittelbar nacheinander besteigt. Außerdem ist der Huascaran der höchste Berg Perus und im gleichen Tal, wo auch der Alpamayo liegt."
Einen Plan für die Expedition haben die drei Niederösterreicher natürlich auch: "Chris und Martin sind bereits früher angereist um die örtlichen Gegebenheiten zu erkunden. Florian und ich kommen später nach. Gemeinsam werden wir dann Wanderungen auf über 4.500 Höhenmeter durchführen um uns bestmöglich zu akklimatisieren ...
... Am 5. Juli geht es dann mit der Alpamayo Tour los. Diese ist für sieben Tage angesetzt. Danach starten wir auf den Huascaran. Der Gipfeltag ist für den 17. Juli geplant. Dann geht es zurück nach Österreich."
Das Erfolgsrezept? - Respekt: "Nervenkitzel muss dabei sein aber mit jedem Abenteuer legt man die Latte dieses Nervenkitzels etwas höher. Angst muss daher immer vorhanden sein. Wenn die Angst einmal verschwunden ist, wird es sonst so richtig gefährlich. Respekt vorm Berg hilft sich zu konzentrieren, um sich sicher zu bewegen. Für Alltagsgedanken wird keine Zeit sein."
Was bringt die Zukunft? - "Ein Ziel ist es, den zweiten schönsten Berg zu besteigen, das Matterhorn. Florian wird den Ironman in Wales bestreiten, Martin wird im September noch den schönsten Marathon der Welt, den Jungfrau-Marathon in der Schweiz absolvieren. Christoph möchte auf jeden Fall das Weisshorn und den Artesonraju besteigen."
(kurier)
Erstellt am 29.06.2012, 07:00