Reise Kruzifix: Skurriles Wallfahrten Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 10.09.2012, 08:29 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Kruzifix: Skurriles Wallfahrten. Der Berg der Kreuze in Litauen gehört zu den kuriosesten Wallfahrtsorten der Welt. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Die Kryziu Kalnas (Berg der Kreuze) im Norden Litauens zählt wohl zu den ungewöhnlichsten von Menschen gemachten Attraktionen. Niemand besitzt es. Niemand vertreibt es. Niemand weiß, wie es dazu kam.Was bekannt ist, ist dies: Solange sich jemand erinnern kann, hat es einen zehn Meter hohen Berg in der Nähe der Stadt Šiauliai gegeben, der mit Kreuzen abgedeckt wurde. Eine Zählung im Jahr 1990 ergab 55.000 Kreuze. 2006 waren es schätzungsweise 100.000 und nun könnten es leicht über 150.000 sein: Die Rede ist von Kryziu Kalnas, dem Berg der Kreuze, ein katholisch und touristisch geprägter Wallfahrtsort in Litauen. Für lange Zeit wurden die Kruzifixe ausschließlich von Pilgern auf den Hügel getragen. Schriftlichen Aufzeichnungen zufolge passierte das schon seit der Gründung der Stadt Šiauliai im Jahr 1236. Doch warum die Kreuze ausgerechnet da platziert wurden, ist bis heute ein Rätsel. Eine Theorie besagt, dass der Berg der Kreuze auf dem Gelände einer alten Kathedrale sitzt, auch wenn es dafür keinerlei archäologischen Beweise gibt. Ungewiss ist auch, wie der Berg der Kreuze die kommunistische Herrschaft überlebte. Denn Litauen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eher unfreiwillig in die Sowjetunion aufgenommen und die Rote Armee hatte wiederholte Male versucht, den Hügel mit Bulldozern dem Erdboden gleich zu machen. Drei Mal wurden alle Kreuze zerstört und die gesamte Fläche mit Abwasser geflutet. Der KGB erklärte den Hügel sogar zu einer no-go-Zone und blockiert alle Straßen dorthin. Doch die Kreuze auf dem Hügel tauchten immer wieder auf. Nachdem Litauen 1990 seine Unabhängigkeit erlangte wurde der Berg der Kreuze zu einem Symbol der nationalen Belastbarkeit. Heute ist Kryziu Kalnas ein beliebtes Ziel für religiöse und weltliche Touristen. Mehr Reiseziele zum Gruseln finden sie hier. (kurier) Erstellt am 10.09.2012, 07:00 Stichworte: › reisen › Litauen Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Nach Protest In Volksschule wurden alle Kreuze abgehängt Mutter hatte Kreuze als religiöse Bevormundung empfunden und erwirkte Entfernung. Kruzifix-Debatte Strache fordert Kreuze für alle Schulklassen Politische Folgen des Eklats in einer Wiener Schule: Die FP pocht auf „Identität und Tradition“. Fußball Kreuz: "Froh, wenn das Theater vorbei ist" Coach Willy Kreuz trifft am Mittwoch mit Bad Vöslau auf Rapid Wien, denen er schon 1991 den Cup verderben konnte. Alarmglocken Rotes Kreuz bangt um Zivildiener Das Rote Kreuz macht mobil und warnt vor dem Wegfall des Wehr- und Zivildienstes. Niederösterreich Spritpreise: Alarm beim Roten Kreuz Explodierende Benzinpreise verteuern Rettungstransporte. Das Rote Kreuz setzt auf Verhandlungen und auf Freiwillige.
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