Letztes Update am 20.10.2012, 16:15
Jausnen verboten: Kuriose Gesetze im Urlaub.
Eine neue Verordnung verbietet Essen und Campieren in der Altstadt Roms. Plus: Weitere skurrile Straftaten aus aller Welt.
Ein Butterbrot auspacken oder sich gar zu einem Picknick niederlassen kann in Roms historischem Stadtkern seit neuestem saftige Strafen von bis zu 500 Euro nach sich ziehen.
Eine am Dienstag in Rom in Kraft getretene Verordnung der Stadtverwaltung verbietet italienischen Medien zufolge in der Altstadt "zu lagern oder Notunterkünfte zu errichten oder anzuhalten um zu essen oder zu trinken".
Bereiche "mit besonderem historischen und architektonischen Wert" sollten "ausschließlich als Orte genutzt werden, wo man einen Panoramablick genießen kann".
Ein kleines Picknick am Kolosseum oder vor anderen Sehenswürdigkeiten ist also tabu. Die Verordnung gilt zunächst bis Jahresende, die vorgesehenen Geldstrafen reichen von 25 Euro bis 500 Euro.
In einigen anderen italienischen Städten, darunter Venedig, Florenz und Bologna, gelten für Bereiche mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten bereits ähnliche Verordnungen.
Das Jausenverbot ist nicht das einzige kuriose Gesetz der Italiener: In der Stadt Ebolie, darf man nicht beim Schmusen im Auto erwischt werden. Sonst drohen auch hier bis zu 500 Euro Strafe.
Männern ist es per Gesetz verboten, in Palermo nackt zu baden. Frauen dürfen das übrigens schon.
Das Füttern von Tauben muss man sich leisten können: Auf dem Markusplatz in Venedig drohen bis zu 450 Euro Strafe und in der toskanischen Stadt Lucca können es sogar 500 Euro werden.
Schlechte Nachrichten für Möchtegern-Bauherren: In der venezianischen Stadt Eraclea ist es untersagt, am Strand Burgen zu bauen oder Löcher in den Sand zu buddeln.
Aber auch Großbritannien steht den Italienern in Sachen verrückte Gesetze um nichts nach: Dort dürfen sich Betrunkene nicht in Pubs und Restaurants aufhalten.
Und wenn es nun doch einmal passiert, dass man im Pub betrunken wird, sollten Männer auf keinen Fall auf Flirtkurs gehen. Frauen um Sex zu fragen kann nämlich brenzliger werden, als in anderen Ländern: Die Strafe beträgt bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis.
Vorsicht: Es ist auch nicht gestattet die Briefmarke der Queen verkehrt herum auf die Postkarte zu kleben. Darauf steht sogar Hochverrat.
Es ist zwar nicht erlaubt im britischen Parlament zu sterben, wenn es nun aber doch passieren sollte, hat der Tote Anrecht auf ein Staatsbegräbnis.
Langos-Liebhaber aufgepasst: In Indiana ist es nach heftigem Knoblauchverzehr vier Stunden lang untersagt, Straßenbahn zu fahren oder ein Kino und Theater zu besuchen.
Ist man in Illinois bargeldlos unterwegs, kann man wegen Landstreicherei verhaftet werden.
In Texas darf man ohne Windschutzscheibe fahren, wer jedoch keine Scheibenwischer besitzt, macht sich strafbar.
Egal wie heiß die Suppe ist, schlürfen Sie ja nicht in der Öffentlichkeit, wenn Sie sich in New Jersey befinden. Andernfalls können Sie verhaftet werden.
Im Hotel Pornos zu sehen, ist in Israel strafbar. Wer dabei erwischt wird, kann bis zu drei Jahre hinter Schwedischen Gardinen landen.
Fährt man in Moskau ein schmutziges Auto, kann es bis zu 200 Euro Bußgeld kosten.
In Nippon kann Ihnen als Tourist nur wenig passieren, doch die Sonne muss sich vor Strafen in Acht nehmen: Japan garantiert seinem Volk per Gesetz Sonnenschein.
(KURIER, apa)
Erstellt am 03.10.2012, 06:30