Reiseland Deutschland beliebt wie nie

Hamburg Tourismus
Foto: Hamburg Tourismus

Erstmals wurde die Marke von 400 Millionen Nächtigungen durchbrochen.

Im vergangenen Jahr haben so viele Touristen Deutschland besucht wie noch nie. 2012 verzeichneten Hotels, Pensionen und Campingplätze mit mindestens zehn Betten bereits zum dritten Mal in Folge einen Übernachtungsrekord, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage einer Schätzung am Montag in Wiesbaden berichtete.

checkpoint charly, berlin Foto: CC-BY-Greencolander Die Zahl der Übernachtungen sei im Gesamtjahr voraussichtlich auf rund 406 Millionen gestiegen. Ein Jahr zuvor war mit 394 Millionen Übernachtungen der bisher höchste Wert in der seit 1992 in dieser Form geführten Statistik erreicht worden.

Die Prognose der Statistiker beruht auf den Zahlen für Jänner bis November. Im November legten die Gästezahlen nach einem Dämpfer im Oktober wieder zu: Die Zahl der Gästeübernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf 25,8 Millionen.

berlin, deutschland Foto: CC-SA-BY-marfis75 In den ersten elf Monaten ist damit vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland angestiegen, nämlich um 8 Prozent auf 64,3 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Inländern wuchs mit 3 Prozent auf 319 Millionen etwas schwächer.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) führte den Boom auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auf ein vielfältiges und modernes Angebot zurück. Aus Asien legten die Übernachtungszahlen um mehr als zehn Prozent zu. Auch aus dem krisengeschüttelten Europa seien die Zahlen immer noch deutlich gestiegen, sagte DZT-Chefin Petra Hedorfer in Frankfurt. "Wenn gereist wird, dann nach Deutschland." Mit dem deutlichen Wachstum bleibe Deutschland nach Spanien das zweitbeliebteste Reiseland auf dem Kontinent.

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Österreicher sind Deutschland Fans

Deutschland hat als Reiseland ein hervorragendes Image bei den österreichischen Gästen, gab die deutsche Zentrale für Tourismus bekannt. Die attraktivsten Städte sowie Orte, die sie vielleicht noch nicht kennen im Überblick. Auf der Beliebtheitsskala von Reisenden aus Österreich steht Deutschland ganz oben, verkündete die deutsche Zentrale für Tourismus. Von Januar bis April 2012 durfte man sich im Nachbarland sogar über ein Übernachtungsplus von fast 10 Prozent durch Gäste aus Österreich freuen.  Laut einer Imageanalyse des World Travel Monitors würde Deutschland vor allem durch seine attraktiven Städtereiseziele und die schnelle und bequeme Erreichbarkeit bei den Österreichern punkten.  Unter den Top-Reisehighlights würden Städte und Kulturdestinationen wie Berlin, München und Hamburg liegen, so Laszlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretung in Wien. Im Folgenden stellen wir Ihnen die attraktivsten Städte Deutschlands vor sowie Orte, die sie vielleicht noch nicht kennen. Berlin ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Hier findet man neben moderner Architektur einen barocken Palast, neben dem Second Hand Laden eine Designer Boutique. Viele Reisenden besuchen auch die mit dem 2. Weltkrieg verbundenen Sehenswürdigkeiten, wie die Berliner Mauer oder Checkpoint Charly. München ist aufregend und altertümlich zugleich – Folklore und uralte Bräuche paaren sich mit protzigen BMWs, Edelboutiquen und der ganz besonderen bayrischen Lebensart. Nicht zu vergessen: Das Münchner Oktoberfest lockt jährlich Menschenmassen nach Bayern. Doch Biermass und Brezn sind nicht alles: Hier gibt es auch wunderbare Museen und eine Vielfalt an  historischer Architektur. In der Hansestadt Hamburg gibt`s vor allem eines: Wasser, soweit das Auge reicht. Deutschlands größter Hafen beherbergt die aufwendig restaurierte und modernisierte Speicherstadt, in der sich zahlreiche Büros, Agenturen und Ateliers niedergelassen haben. Kunst und Kulturliebhaber geraten bei den mehr als 40 Theatern und 60 Museen ins Schwärmen und das Partyherz schlägt auf der weltberühmten Reeperbahn in St. Pauli Purzelbäume. Es müssen aber nicht immer Großstädte sein. Das Reiseportal Holidaycheck hat die schönsten Altstädte Deutschlands vorgestellt: QuedlinburgQuedlinburg zum Beispiel ist vermutlich nicht die erste Station, die einem bei einer Deutschlandreise in den Sinn kommt. Doch birgt die Altstadt ganz besondere Schätze: Um die 1200 unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten verteilen sich auf einem architektonisch einmaligen Stadtkern. TrierDie älteste Stadt Deutschlands fasziniert mit historischen Gebäuden aus zwei Jahrtausenden: Die Porta Nigra, die Konstantinbasilika und die Thermenruinen zeugen von ehemaliger römischer Pracht, während der Dom ein Überbleibsel aus der Zeit nach der Antike ist. Rothenburg ob der TauberDas bayrische Städtchen gilt als die mittelalterlichste Stadt Deutschlands. Von der begehbaren Stadtmauer aus bietet sich Urlaubern ein fantastischer Blick auf die Straßengabelung Plönlein (Bild) und das Topplerschlösschen. GörlitzIn der östlichsten Stadt Deutschlands erlebt man eine architektonische Reise durch die letzten Jahrhunderte. Um den Untermarkt stehen besonders prachtvolle Patrizierhäuser, der Obermarkt beeindruckt mit luxuriös gestalteten bürgerlichen Gebäuden. MeersburgWer schon einmal an einem schönen Sommertag mit dem Schiff von Konstanz nach Meersburg gefahren ist, versteht die Redewendung "Es glänzt wie Meersburg". Über dem spiegelnden Blau des Bodensees erstrahlt eine zauberhafte Kulisse: Barocke Prunkbauten neben einem bunten Giebelmeer mittelalterlicher Häuser. LübeckDas bekannteste Bauwerk der "Königin der Hanse" ist sicherlich das Buddenbrook-Haus. Doch umgeben von mehreren idyllischen Flussarmen der Trave vereint Lübecks Altstadt auch architektonische Erinnerungen an das frühe Mittelalter und die Backsteingotik. BambergDas "Fränkische Rom" besitzt mit über 1000 Baudenkmälern die größte und am besten erhaltene Altstadt Deutschlands. WismarDer Alte Hafen mit dem Wassertor zählt zu den Highlights  von Wismar, aber auch Gotische Backsteinkirchen und zahlreiche historische Häuser lassen hier die Zeit der Hanse wiederaufleben. Nördlingen Die Musterstadt für Städtebaukunst des 14. bis 17. Jahrhunderts wird von einer komplett begehbaren Stadtmauer umschlossen. Eine authentisch erhaltene und durch keinerlei unpassende Bauwerke verfremdete Altstadt. CelleLiebevoll gepflegte Fachwerkhäuser entzücken in der historischen Altstadt von Celle. An den Jahrhunderte alten Bauwerken lassen sich Inschriften oder Schnitzereien entdecken, die Aufschluss über die einstigen Bewohner geben.
Insidertipps

Städtetrip nach Hamburg

Jede Woche stellt der KURIER eine Stadt vor und verrät Ihnen Plätze, Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten, die Sie nicht verpassen sollten - mit Insider-Tipps aus erster Hand. Den Anfang macht Hamburg. Spricht man von Hamburg denken viele gleich an die Reeperbahn. Zu Recht, denn das Rotlichtviertel in St. Pauli sollte man schon gesehen haben, wenn man die Hansestadt besucht. Man darf Hamburg aber nicht auf die klischeeträchtige Vergnügungsmeile reduzieren. Die Stadt hat weit mehr zu bieten, als platten Spaß. Unbedingt ansehen sollte man sich die hundert Jahre alte Speicherstadt, empfiehlt KURIER Sales-Mitarbeiterin Sabine Ranefeld. Wilhelminische Backsteingotik der Gründerzeit schafft eine Idylle, die man in einem Welthafen kaum vermutet hätte. Gleich nebenan in der modernen Hafen-City ist es schon ein wenig geschäftiger. Hier kann man den Schiffen beim Ankommen zusehen, darunter Giganten wie die Queen Mary 2. Endstation Finkenwerder und wieder zurück: Wer sich das Geld für eine teure Hafenrundfahrt sparen möchte, kann mit dem Öffiticket in die Linie 62 steigen, schlägt KURIER Reise-Redakteurin Caroline Kaltenreiner vor. Den Hamburger Hafen genießen und vielleicht sogar ein Gespräch mit einem Einheimischen starten, wenn die es nicht ohnehin von selbst tun. Wer den jungen aufstrebenden Lifestyle Hamburgs erleben möchte, ist im Karolinenviertel in St.Pauli gut aufgehoben, weiß die Reise-Redakteurin.  Dort findet sich die mulitkulturelle Marktstraße, mit netten Designer-, Second-Hand- und Szene-Läden sowie hippe Cafés und Lokale. Der historische Schlachthof trennt das Viertel vom benachbarten und schon etwas etablierteren Schanzenviertel. Die Sternschanze versprüht mit vielen kleinen Boutiquen, Restaurants, Cafés und einer Partymeile einen ganz eigenen Charme. Vor allem um und auf der Hauptstraße Schulterblatt herrscht reges Treiben. Hier regiert die Popkultur und ... ... Protestkultur: Es ist manchmal nicht ganz leicht in die Rote Flora hineinzukommen, weiß KURIER Kultur-Redakteurin Stella Reinhold. Ein Besuch lohnt sich aber, dort hat sie ein Punk-Konzert erlebt, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen könnte. Das ehemalige Theatergebäude ist heute ein autonomes Zentrum, das sich seit der Besetzung durch Anhänger der alternativen Szene einen "neuen" Namen mit politischen und kulturellen Veranstaltungen gemacht hat. Gleich vis-à-vis befindet sich der Bio-Markt Sternchance, der nur einer von vielen Wochenmärkten in Hamburg ist. Zu den sehenswertesten zählen der legendäre Fischmarkt, der Isemarkt und der tägliche Großmarkt Hamburg. Planten un Blomen ist ein absolutes Muss bei einem Hamburg Besuch. Die riesengroße Parkanlage im Zentrum der Stadt dient als grüne Lunge für Einheimische und Touristen und lädt zum Entspannen und Entdecken ein. Vom Rosengarten über einen Musikpavillon bis hin zum Japanischen Garten gibt es hier viel zu sehen. Ein weiteres Erholungsgebiet in Mitten der Stadt ist die Alster: Ein See der fast so groß ist wie Monaco. Hier tummeln sich Segler, Paddler, Ruderer und selbst Dampfschiffe am stillen Wasser. 140 Stufen und man genießt einen traumhaften Ausblick am Dockland. Natürlich gebe es noch viel mehr zu sehen, dafür kann man Hamburg wunderbar zu Fuß und auf eigene Faust erkunden. Abschließend noch Adressen, wo sie gut speisen, trinken und schlafen können: Das Alex am Jungfernstieg hat Sales-Mitarbeiterin Sabine Ranefeld als Essens-Adresse parat: Direkt im Zentrum Hamburgs im Alsterpavillon mit bestem Blick auf die Binnenalster.(Jungfernstieg 54) KURIER Genuss-Redakteur Alexander Rabl erinnert sich an eine Adresse direkt am Wasser: Das Fischereihafen Restaurant gehört für einen Fischliebhaber einfach zum Programm in Hamburg. (Große Elbstraße 143) Im Hatari hat Kultur-Redakteurin Stella Reinhold schon ausgezeichneten Flammkuchen gegessen.(Schanzenstraße 2-4 ). Vergnügen zum Quadrat kann man sich im Kaufrausch: Der Hotspot ist Lokal und Geschäft in einem.(Isestraße 74) Günstig Übernachten, aber ohne den modrigen Jugendherbergen-Beigeschmack kann man im Meininger - Reise-Redakteurin Caroline Kaltenreiner hat es sich kurz nach seiner Eröffnung angesehen und für gut befunden. (Goetheallee 11) Und sollte der Bau jemals abgeschlossen werden, ist die Elbphilharmonie bestimmt eine gute Konzertlocation in der Hafencity.
Insidertipps

Städtetrip nach Berlin

Berlin ist eine Stadt mit vielen Gesichtern: Hier findet man weltberühmte Bauwerke, Museen, Stadtparks, Kleinkunstbühnen, Festivals und natürlich viele Einkaufsmöglichkeiten. Das Berliner Nightlife und seine Szene ist sowieso weit über die Landesgrenzen bekannt. Das Sightseeing führt vom Kurfürstendamm, über Checkpoint Charly bis hin zum Reichstag. Alles trifft sich am Alexanderplatz und der Fernsehturm „Alex“ ist nicht aus dem Berliner Stadtbild wegzudenken. Besonders beeindruckt ist Reiseredakteurin Caroline Kaltenreiner vom Holocaust-Mahnmal. Es wirkt auf den ersten Blick und aus der Entfernung so schlicht wie nur möglich und dann verliert man sich doch beim darin Herumwandern. Museums-Hopping deluxe: Die Berliner Museumsinsel ist selbst ein Gesamtkunstwerk mit fünf weltweit renommierten Museumsbauten. Hier kann man viele, viele Stunden verbringen. Wer oben auf dem Teufelsberg steht, ahnt kaum, dass dieser Berg aus Schutt besteht und ein Ort von Geschichte ist – der Ausblick ist sagenhaft: Nach Osten erblickt man Fernsehturm und Berliner Dom gen Westen ziehen Segelboote durch das Wasser. Ringsum ist nichts als grüner Wald. Unter den Linden ist Berlins schönste Allee: Das Herzstück der Stadt führt vom Brandenburger Tor bis zur Schlossbrücke. Dort befinden sich die Humboldt-Universität oder die Staatsoper sowie Sehenswürdigkeiten wie die Neue Wache oder das Zeughaus. Abschließend noch ein paar Adressen, wo Sie gut speisen, trinken oder schlafen können: Die Gegend in und um Prenzlauerberg  gilt als besonders hipp: Newsroom-Redakteurin Marie North empfiehlt  das Sowohlalsauch, dort bekommt man super Riesentorten und das Frühstück Roma ist einfach ein Traum. Kollwitzstraße 88. Es kommt nicht selten vor, dass in Berlin die Nacht erst in den Morgenstunden endet. Ein herzhaftes Frühstück ist dann oft die Rettung. Darauf wartet man gerne im  Godot, weiß die Newsroom-Redakteurin. Kastanienallee 16717. Cafe und Mode in einem: Von Waffeln und charmanter Atmosphäre kann Reise-Redakteurin Caroline Kaltenreiner schwärmen. Ein Berlintripp ohne einen Besuch im „Kauf dich glücklich“ ist für sie undenkbar. Oderberger Straße 44. Zum Einkaufen rät Style-Redakteurin Christine Scharfetter zu einem Besuch in den Hackeschen Höfen. Hier findet man neben Mode, Schmuck und Souveniers auch gute Restaurants und nette Bars. Für Freunde der Alpenküche empfiehlt Newsroom-Redakteurin Marie North das Schneeweiß in Friedrichshain. Simplonstraße 16. Dort findet sich auch das Sanatorium - eine feine Bar.  Frankfurter Allee 23. Eine weitere Empfehlung der Berlin-Expertin Marie North: Am Morgen super Frühstück und ab 22 Uhr eine gute Raucherkneipe: Mathilda. Graefestr. 12. 70’s Style und gute DJs gibt’s im „Zu mir oder zu dir“. Lychener Straße 15. Menschen-Redakteurin Christina Michlits und Cornelia Zacek, Assistentin der KURIER-Geschäftsleitung, sind beigestert vom "Anna Blume" - vor allem das Frühstücks-Etager ist zu empfehlen. Nicht ganz frei von Touristen, aber dennoch eine nette „Kneipe“, ist die Astro-Bar, weiß Reise-Redakteurin Caroline Kaltenreiner.  Simon-Dach-Str. 40. Den Berlin- Hattrick kennt Lisa Huto vom KURIER-Marketing: Zuerst isst und feiert man im Weltempfänger. Dort kann man nach einer langen Nacht gleich ein paar Stufen weiter ins Bett fallen – und zwar in der Pension Wohnanhänger (Anklamer Straße 27). Dort gibt’s nur drei Zimmer – die sind aber genial.... … und am Sonntag gibt‘s gleich gegenüber am Arkonaplatz Park einen süßen Trödelmarkt. Gerade neu eröffnet und schon in aller Munde: Das Rocco & Sanny ist  Restaurant und Bar zugleich. Ein Cocktail dort ist Muss - der Barkeeper hat einen der begehrten Mixology-Awards gewonnen. Friedrichstraße 13. Schick übernachtet man derzeit im  Mani Designer-Hotel.. Aber auch wer nicht dort übernachtet sollte vorbei schauen: Das Hotel hat ein gutes Restaurant mit köstlichen Gerichten aus Tel Aviv. Torstrasse 136. Günstig und gut kann man im Circus Hostel schlafen, weiß Menschen-Redakteurin Christina Michlits. Gut: Gleich nebenan ist der Flagshipstore von „Who killed Bambi“ wo man super Shoppen kann – besodondere Teile aus hochwertigen Stoffen mit originellen Details. Weinbergsweg 1a.
(APA / cka) Erstellt am

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