Beste Hostels der Welt gekürt

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Foto: Wombats Wombats Mariahilfer Straße

Die meisten Preise gingen nach Lissabon, auch Wien wurde zweimal ausgezeichnet.

Mit dem "Hostel Award" sind Donnerstagabend in Dublin die weltbesten Jugendherbergen ausgezeichnet worden. Die meisten Preise erhielten Hostels in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Auch zwei Wiener Quartiere wurden prämiert: Das Wombats City Hostel in der Mariahilfer Straße belegte den zweiten Platz der "Best Large Hostels Worldwide" und das Wombats City Hostel am Naschmarkt belegte den dritten Platz in der Kategorie "Best Extra Large Hostels Worldwide", hieß es in einer Aussendung der Reiseplattform Hostelworld.com.

thelounge_reception_cmyk_300dpi.jpg Foto: Wombats Mehr als eine Million Besucher der Reisewebseite Hostelworld.com, die eine Unterkunft gebucht und ihren Urlaub im vergangenen Jahr dort verbracht hatten, stimmten für ihre favorisierten Quartiere ab. Bewertet wurde anhand von sechs Kategorien: Spaß, Sauberkeit, Angestellte, Sicherheit, Lage und Charakter.

Ungewöhnliche Unterkünfte

Wer seinen Freunden mit dem Satz "Ach, das ist ja gar nichts! Damals ich eine Nacht im Gefängnis verbrachte..." imponieren, aber nichts anstellen will um dort hinzugelangen, ist im neuen Knasthotel goldrichtig.  Hier tragen die Gäste sogar gestreifte Pyjamas in ihren "Zellen". Besonderes Inneneinrichtungs-Schmankerl: Schwedische Gardinen. Denn das Alcatraz Hotel in Kaiserslautern (Deutschland) war früher ein Gefängnis. Das Konzept ist simpel. Die Gäste der 56 Hotelzimmer "dürfen" sich für die Dauer ihres Aufenthaltes wie echte Gefangene fühlen. Rezeptionist David Woodard erklärt: "Dr. Michael Koll und Dr. Andreas Kirsch kauften das ehemalige Gefängnis fünf Jahre nach seiner Schließung im Jahr 2007 und hatten die Idee, ein Hotel aus dem Gebäude zu machen." "Die Authentizität eines echten Gefängnisses sollte jedoch beibehalten werden." Eine Nacht im Zellenblock ist nicht gerade günstig. Ein Zimmer für die „Einzelhaft” kostet 41 Euro. Das Gebäude wurde 1867 erbaut und seither stetig erweitert. "Unsere Gäste geben uns durchweg positives Feedback. Wer will, kann bei uns an einer Tour teilnehmen. Dabei sind dann auch die noch nicht renovierten Flügel des Gebäudes zu sehen. Drei Etagen voller Gefängniszellen warten dort auf neugierige Blicke." Im Flieger zu schlafen, kann dem bösen Jetlag vorbeugen, doch viele Menschen tun sich schwer, während des Fluges ins Traumland zu wandern. Weniger problematisch sollte das im Jumbo-Hostel sein, das mittlerweile nur noch am Boden bleibt. Die umgebaute Boeing 747-200 der ehemaligen Fluggesellschaft Transjet steht auf dem Flughafen Stockholm-Arlanda und dient als Herberge für Reisende. Statt etwa 450 Sitzen bietet der umgebaute Jumbo im 70er-Jahre-Design Einzel-"Zimmer" ... ... und Mehrbettkabinen für Familien und kleine Gruppen. Alle Zimmer sind mit Bildschirmen ausgestattet, auf denen die Starts auf dem Flughafen beobachtet werden können. So bietet die Unterkunft insgesamt 85 Schlafgelegenheiten in 29 Zimmern im Standard eines Hostels. Dabei gibt es, wie in anderen Jugendherbergen, private und geteilte Badezimmer. Das Prachtstück des Brummers: Wo früher das Cockpit war, ist heute eine luxuriöse Zweibett-Suite mit Blick auf Start- und Landebahn. Die Preise beginnen bei etwa 55 Euro pro Person und pro Nacht (im Schlafsaal). Wer lieber in Paris etwas ausgefallener unterkommen möchte, findet im "Le Loft" eine gute Adresse. Im Herzen des Flohmarkt-Viertels Saint-Ouen, nur einige Minuten von Montmartre entfernt, können Autoliebhaber in einer umgebauten Ente nächtigen. Hier macht schon der Eingangsbereich ordentlich Wetter. Ausgefallene Wandverzierungen, knallige Farben und ein pompöser Luster sorgen für schrillen Glamour. Das originell eingerichtete Apartment bietet auf einer Größe von etwa 40 Quadratmetern Platz für bis zu fünf Personen, die alle in einem Raum schlafen. Neben dem Enten-Bett gibt es noch eine "einfache" Schlafcouch und... ... ein rundes Doppelbett. Inmitten des chilenischen Huilo-Huilo Biological Reserve, etwa 860 Kilometer südlich von Santiago, befinden sich die wohl originellsten Hotels Chiles. Die Lodge Montaña Magica, auch Magic Mountain genannt, die in Form eines Vulkankegels errichtet wurde ... ... und an deren Außenseite ein Wasserfall herunter strömt sowie ... ... das gleich daneben liegende Hotel Baobab, ein Baumhaushotel, das die Kegelform auf den Kopf stellt. Eine Rampe im Inneren bietet den Zugang zu den Zimmern. Für den ultimativen Bären-Fan gibt es nun auch die ultimative Unterkunft. Das "Haoduo Panda Hotel" liegt am Fuße des Emeis, einem Berg in Chinas südwestlicher Provinz Sichuan. In dieser Region leben etwa 30 Prozent der gefährdeten Tierart. Die Zimmer sind mit Pandabildern dekoriert und kuschelige Plüschpandas sitzen auf Betten, Tischen und Stühlen. Die Mitarbeiter verstecken sich im Pandakostüm und unterhalten die Gäste. Eröffnen wird die Pandabude im Mai und der Preis für eine Übernachtung wird zwischen 30 und 60 Euro liegen. Weniger tierisch aber nicht minder ausgefallen: Die Produktionshalle einer ehemaligen Staubsauger-Fabrik ist das Herzstück des "Hüttenpalasts" in Berlin, Neukölln. In der 200 Quadratmeter großen Halle kann man Indoor-Campen, also in alten Wohnwagen und Holzhütten mit zusätzlichem Betondach überm Kopf übernachten - zu moderaten Preisen. Für die Hütten und Wohnwagen zahlt man als Einzelzimmer 55 Euro und als Doppelzimmer 65 Euro pro Nacht. Dazu gibt's Croissant und Kaffee zum Aufwachen, geschlechtergetrennte Bäder und WCs, 150 Quadratmeter Aufenthaltsraum und kostenfreies W-Lan. Insgesamt gibt es drei verschiedenen Wohnwagen und Hütten, in denen man im Hüttenpalast übernachten kann: "Der Herzensbrecher" - so wurde dieser Oldtimer (Nagetusch, Baujahr 1959) getauft überzeugt mit Zirkuswagennostalgie, Licht, Metall und warmen Tönen. 
  Die Innenwände des 70’er Jahre "Queck Junior", liebevoll "Kleine Schwester" getauft,  wurden mit einem aufwendigen Holzmosaik ausgestattet. Der einzige "Wessi" unter den Wohnwagen im Hüttenpalast: Das "Schwalbennest". Etwas größer als die Wohnwägen und in minimalistischem Design: Die "Berghütte" und... 
  ... die "Talhütte". Sogar mit Dachterrasse: Aus dem holzvertäfelten Empfangsraum einer ehemaligen Möbelfabrik wurde der "alte Palast" gebaut.
  Auch in Cottonwood, Idaho befindet sich ein etwas ungewöhnliches Hotel. Weniger luxuriös, dafür umso gemütlicher. Wenn auf einer Bewertungsplattform "Das Hotel war die reinste Hundehütte" steht, war der Reisende vermutlich nicht so glücklich über seine Unterbringung. Anders ist das beim "Dog Bark Park Inn", hier ist die Hundehütte etwas anders zu interpretieren. Das außergewöhnliche Bed and Breakfast am Rande der Stadt Cottonwood hat nämlich die Form eines riesengroßen Beagles. Der neun Meter hohe Hund trägt den Namen Sweet Willy, die kleinere Statue daneben ist Toby. Aber auch drinnen ist man auf den Hund gekommen. Im gesamten Haus bleibt man der tierischen Linie treu. Das Schlafzimmer befindet sich im Bauch des Beagles, während sich in der Schnauze ein Kinderzimmer mit - eh klar - Hundebett verbirgt. Das Badezimmer, wie könnte es anders sein, befindet sich im Hinterteil von Sweet Willy. Am Morgen wartet, ein mit Liebe zubereitetes, Frühstück auf die Gäste - sicher kein Hundefutter. Die Preise sind durchaus moderat: Das Doppelzimmer mit Frühstück kostet 92 Dollar (etwa 73 Euro) die Nacht. Jede weiter Person acht Dollar (sechs Euro). Hunde sind natürlich willkommene Gäste.  Die Eigentümer des Dog Bark Park, Dennis Sullivan und Frances Conklin, beschreiben ihr B&B als "ein edles und absurdes Unternehmen." Vielleicht wäre "schrullig" die passendere Beschreibung. Übrigens: Wo ein Hund ist, darf ein Hydrant für die Notdurft nicht fehlen. Darum steht gleich neben dem Beagle eine Toilette, als übergroßer Feuerhydrant getarnt. Fade, ständig gleiche Hoteleinrichtung gehört immer mehr der Vergangenheit an. Viele Herbergen verwandeln ihre Zimmer in wahre Kunststücke, wie das Seven Hotel in Paris. Hier sind Zimmer etwa im Stil von Alice im Wunderland eingerichtet. Diese sind jedoch noch lange nicht das Wunderlichste ... Da beginnt das Sightseeing schon im Hotel. Auf liebevolle Details, wie die Grinsekatze auf dem Sofa, wurde nicht verzichtet. Ein weiteres Highlight des Seven Hotel: Das Marie Antoinette-Zimmer. Die Kuppel über ... ... dem großen Bett lässt Mädchenträume wahr werden. "Lovez Vous" nennt sich dieses Zimmer-Konzept im Seven Hotel. "Ausgangspunkt ist das Wort "Love, Liebe". Wir wollten einen weichen Kokon schaffen, in welchem sich Paare verstecken und zusammenkuscheln können", erklärt Quiterie Bastie von Seven Hotel gegenüber KURIER.at. An den Wänden sind Alabaster-Steine angebracht, ... ... im Badezimmer rinnt Wasser die Wände hinab, der Boden besteht teilweise aus Quarz: Alles soll wie eine zivilisierte Höhle wirken. Futuristisch und ganz und gar nicht wie eine Höhle sollen die Zimmer wirken, die unter dem Motto "Levitation" stehen. Levitation ist ein parapsychologisches Phänomen, bei dem Menschen und Gegenstände unerklärlich schweben sollen. Eine weitere Definition: Levitation ist ein technisches Verfahren, bei dem ein Objekt mit Hilfe einer Kraft zum Schweben gebracht wird, wobei kein direkter Kontakt zum Objekt besteht.
Beide Erklärungen passen jedoch gut zu diesen unwirklich wirkenden Räumen - übrigens ab 152 Euro pro Nacht buchbar. In der Welt von James Bond, der berühmtesten Doppel-Null, wohnen die Gäste in den "007"-Zimmern. Das Design und Interieur ist dem Stil der ... ... frühen Bond-Filme nachempfunden. Das perfekte Ambiente um einen Martini zu genießen - geschüttelt, nicht gerührt - versteht sich. "Diamant", so der schlichte Titel dieses Zimmers. Dieses lässt wohl eher Männer-Herzen höher schlagen. Schnickschnack sucht man hier vergebens, alles ist clean und pur - mit funkelnden Highlights. So könnte man sich den Himmel vorstellen... Die "Sublime"-Suite ist ein Traum in Weiß und Creme. Liebe, Ruhe und Frieden - das soll dieses Design vermitteln. Wahrscheinlich genau das Richtige, nach einem anstrengenden Shopping-Bummel in Paris... Eine moderne Illusion wollte der Designer mit den "On/Off"-Räumen kreieren. Auf der einen Seite cleaner Schick, auf der anderen eine Fantasie-Welt mit einem imaginären Wald und wunderlichen Objekten. Transparent- und Licht-Effekte sorgen dafür, dass alles immer neu und anders aussieht - obwohl die Möbel selbst nicht verschoben werden. Auch diese Herberge kann mit außergewöhnlichen Zimmer-Konzepten punkten: 
Gruselige Duschvorhänge, stilecht eingerichtete Krimi-Zimmer und mehr: In der Eifel (Hillesheim) hat das erste Krimihotel Deutschlands eröffnet. Die Gäste können zwischen zehn verschiedenen Themen-Räumlichkeiten wählen, dieses Bild zeigt das "gruselige" Badezimmer des Miss Marple-Zimmers. Die Zimmer sind jeweils einem berühmten Ermittler, Autor oder Krimi gewidmet. Neben Miss Marple stehen James Bond, Derrick, "Eifel-Krimi", Maigret, Hitchcock, "Mord im Orient-Express", Sherlock Holmes, "Tod auf dem Nil" und Edgar Wallace zur Auswahl. Für Krimi-Stimmung sorgen Soundeffekte in den jeweiligen Zimmern sowie Bilder in Übergröße. Auch Vorhangstoffe und Tapeten wurden den "Zimmerpaten" entsprechend gewählt. An Dekorationsaccessoires findet sich Skurriles wie Derricks Tränensäcke, Harrys Wagenschlüssel, das Bondgirl aus Goldfinger, das Gebiss des "Beißers", die Pfeife von Holmes und mehr. Auch das Rahmenprogramm des Hotels hat sich ganz dem Krimi verschrieben. So verweilt man etwa im Krimisalon oder im Clubraum vor dem Kamin in englischen Chesterfield-Möbeln beim 5 o'clock-Tea, oder lauscht einer Krimilesung. In Krimi-Workshops kann man selbst als aktiver Ermittler tätig werden. In unmittelbarer Nähe Nachbarschaft befindet sich übrigens das "Deutsche Krimi-Archiv" sowie der Eifel-Krimi-Wanderweg. Untergebracht ist das Krimi-Hotel in einem traditionsreichen Gebäude der Stadt: dem 100 Jahre alten "Hotel Fasen". 
Die Eifel gilt übrigens als Deutschlands Krimilandschaft Nr. 1. Unter anderem siedeln die Autoren Jacques Berndorf sowie Ralf Kramp ihre Romane in dieser Landschaft, an der Grenze zu Belgien und Luxemburg, an.

(APA/KURIER / cka) Erstellt am

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