Letztes Update am 20.04.2012, 07:25
Wiener Student plant Elektro-Knutschkugel.
Tony Weichselbraun vermisst Autos, die gute Laune machen und nachhaltig genutzt werden. Seine "eSetta" erfüllt beide Bedürfnisse.
Elektromobiliät im Retro-Charme: Der Wiener Designer Tony Weichselbraun findet, die aktuellen Autos wecken kaum Emotionen. Er vermisst die Karosserieformen der 1950er, 1960er und 1970er Jahre, sehnt sich nach der Goldenen Ära des Automobildesigns mit seinen runden, geschwungenen Formen und üppigen Chromapplikationen. Kurz: Der Wiener wünscht sich Modelle wie den BMW Isetta zurück. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der ...
... Universität für angewandte Kunst Wien setzte sich Weichselbraun deshalb für vier Monate an den Zeichentisch. Und das Ergebnis, seine "eSetta", kann sich sehen lassen. "Ich wollte ein Auto kreieren, dass gute Laune macht und nachhaltig ist", beschreibt der 25-Jährige gegenüber dem KURIER sein Konzept. "Bei der Planung hatte ich die Stadtverkehrsproblematik vor Augen. Achtzig Prozent der Menschen fahren alleine in ihrem Auto. Und das im Schnitt nur eine Stunde pro Tag. Die ...
... restliche Zeit steht der Wagen sinnlos herum. Carsharing hat deshalb großes Potential." Die Vorteile am Leihauto liegen auf der Hand: Man zahlt nur für die Strecken, die man mit dem Wagen gefahren ist. Abgerechnet wird nach Minuten oder Kilometern. Weitere Kosten fallen keine an. Weichselbraun sieht dennoch Verbesserungsmöglichkeiten, beispielsweise beim Antrieb. Die "eSetta" ...
... soll nach den Plänen des Designers rein elektrisch angetrieben werden und mit einer Batterieladung drei- bis vierhundert Kilometer weit fahren können. Geladen wird die ...
... Neuinterpretation der bayrischen Knutschkugel übrigens nicht per Kabel, sondern kontaktlos - sprich induktiv. "Die Leute kennen das Prinzip von ihrer elektrischen Zahnbürste. Auch dort wird die Batterie kontaktlos aufgeladen", erklärt er pragmatisch. Vereinfacht ausgedrückt, bedeutet das: Man parkt das Auto auf einer Matte, die ein Magnetfeld erzeugt ...
... und den Akku, der sich in der Bodenplatte befindet, mit Energie betankt. "Ich habe das Gefühl, die Leute lassen sich durch das Ein- und Ausstecken von Elektroautos abschrecken", erklärt er seine Entscheidung. Noch existiert die "eSetta" nur auf digitalen Bildern und ...
... bisher hat kein Hersteller Interesse am Bau eines Prototypen gezeigt. "Dafür ist seit der Abgabe zu wenig Zeit vergangen. Aber ich bin gespannt wie es weitergeht", zeigt sich Weichselbraun neugierig.
(kurier)
Erstellt am 20.04.2012, 07:00