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KURIER
Der phaetonisierte CC gibt sich moderner, sehniger, angriffiger. - Foto: Hersteller/VW

Letztes Update am 25.07.2012, 07:47

Volkswagen CC im Blitztest. Pure Freude an schlichter Eleganz: Die schicke, phaetonisierte viertürige Coupé-Limousine will die alten Passat-Wurzeln vergessen lassen.

Mit dem CC, der 2008 in Detroit als Passat CC debütierte, transferierte Volkswagen die Idee der Coupé-Limousinen, die Mercedes mit dem CLS begründete und den’s nicht unter 70.000 Euro gibt, in die 30.000- bis 40.000-Euro-Klasse.

Mit der eben erschienenen Neuauflage verliert das viertürige Coupé den Beinamen Passat und wird als CC zur eigenen Baureihe.

Der neue CC ist also nach dem Willen der VW-Verantwortlichen nicht mehr länger ein Passat-Derivat, obwohl er im Grunde genau das (geblieben) ist. Schön, aber was ist er dann? Sagen wir so: Der neue CC ist ein Automobil, das sich zwischen Passat, aber deutlich näher am Phaeton positionieren, gediegenes Oberklasse-Flair ausstrahlen und daher die Modellreihe in eine prestigereichere Zukunft führen soll.

Hoher Fahrkomfort

Volkswagen CC/Innenraum
Passagiere über 1,85 Meter müssen im CC mit eingeschränkter Kopffreiheit leben. - Foto: Hersteller/VW

Gestraffter und weniger barock als das Vorgängermodell, gibt sich der phaetonisierte CC moderner, sehniger, angriffiger. Und ruhiger: VW hat großen Wert auf effiziente Geräuschminimierung gelegt und das merkt man ab den ersten Metern auch: Neben zusätzlichem Dämmmaterial in den Türen, im Instrumententräger und im Heckbereich verpassten die VW-Entwickler dem Viertürer außerdem eine optimierte Unterbodenverkleidung sowie eine in die Windschutzscheibe integrierte Akustikfolie.

Mit überzeugendem Ergebnis: Der CC erfreut trotz rahmenloser Seitenscheiben mit hoher Laufruhe – leise Musik hören oder diskrete Konversation mit den Mitreisenden führen ist auch bei höheren Tempi ohne Anstrengung möglich.

Unangestrengt ist auch das Stichwort, wenn’s um die Motorisierung geht. Der hinlänglich bekannte 2,0-Diesel-Direkteinspritzer – im Fall des Testmodells die schwächere Variante mit 140 PS – gibt sich in eindrucksvoller Weise manierlich, sparsam und durchzugsstark gleichermaßen: Verblüffend, mit welcher Dynamik der Turbo-Selbstzünder ans Werk geht, verblüffend auch , wie sich 140 PS anfühlen können wie 170 PS.

Die coupéartige CC-Grundform sorgt naturgemäß für gewisse Einschränkungen: Passagiere über 1,85 Meter haben wegen der relativ geringen Bauhöhe von nur 1,47 Meter erstens Probleme beim Einsteigen und müssen zweitens – bedingt durch die niedrige Dachlinie – Passagiere über 1,85 Meter

Der optisch extrovertierte geduckt-lauernde CC ist das Ergebnis, wenn Designer gegenüber den Ingenieuren die Oberhand gewinnen. Warum nicht? Ebenso kühle wie schnarchfade Ingenieur-Autos gibt’s eh genug.

Steckbrief: VW CC 2,0 TDI

Antrieb: 4-Zylinder-Diesel, Direkteinspritzung, 1968 , 103 kW/140 PS bei 4200 U/min, maximales Drehmoment 320 Nm bei 1750 U/min, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler, Partikelfilter, Abgasnorm Euro 5: Kraftübertragung: Frontantrieb, 6-Gang-Getriebe.

Fahrwerk: Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisatoren, Scheibenbremsen, Servolenkung, ABS, Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP); Maße: Länge x Breite x Höhe 4802 x 1855 x 1417 mm, Radstand 2711 mm, Wendekreis 11,4 m, Gewicht 1550 kg, Zuladung 495 kg, Gesamtgewicht 1970 kg, Tankinhalt 70 Liter, Kofferraumvolumen 532 Liter, maximale Anhängelast gebremst/ungebremst 1800 kg/750 kg.

Messwerte: Spitze 214 km/h, 0–100 in 9,8 sec; Testverbrauch 5,7 Liter Diesel/100 km, Reichweite 1228 km; in g/km: 125.

Kosten: Steuer/Jahr € 521,40; Preis: € 37.260,–.

(kurier) Erstellt am 25.07.2012, 07:26

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