Zur mobilen Ansicht wechseln »
KURIER
Alfa Romeo 4C als Studie. - Foto: Werk

Letztes Update am 15.01.2013, 15:53

Die nächste Auferstehung von Alfa Romeo beginnt heuer ganz von unten. Bei den Italienern steht 2013 im Zeichen der Rückkehr von Alfa Romeo in die Sportwagen-Liga.

Diesmal soll es nicht nur bei Ankündigungen bleiben. Nach einer längeren Tour über diverse Autosalons als Platzhalter für die immer wieder revidierten Zukunftspläne von Alfa Romeo, wird der 4C heuer im Herbst tatsächlich zu kaufen sein.

Der kleine – und damit auch erschwingliche – Bruder des Überfliegers 8C Competizione, markiert so die nächste Auferstehung der Marke, die seit den Tagen der letzten Wiederbelebung durch den Alfa 156 auf aktuell nur noch zwei Modelle geschrumpft war. Gleichzeitig gibt Alfa Romeo damit auch wieder ein von den immer noch zahlreichen Fans der Marke lange erhofftes Comeback in der Sportwagenliga.

So verfügt der kleine Zweisitzer (Länge rund vier Meter, Radstand unter 2,4 m) ganz klassisch über einen Heckantrieb. Und der Vierzylindermotor (daher der Name) wird mit 200 PS ausreichend Dampf machen, um den immer noch intakten sportlichen Ruf der Marke zu rechtfertigen.

Ferrari

Keine Sorgen um den sportlichen Ruf muss sich die Edelmarke aus dem breiten Portfolio des Fiat-Konzerns machen. Bei Ferrari in Maranello hat man in den letzten Jahren alle Hausaufgaben erfolgreich erledigt und die Modellpalette grundlegend erneuert.

Letzter Zugang dabei ist der F12 Berlinetta. Der 12-Zylinder-Zweisitzer wurde im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt und wird bei uns heuer ausgeliefert. Wer bei Importeur Keusch in Wien rechtzeitig bestellt und zumindest 332.753 Euro dafür auf die Seite gelegt hat, bekommt damit das aktuell stärkste Modell der Marke mit dem springenden Pferd. Der 6,3-l-Zwölfzylinder leistet satte 740 PS und wuchtet bis zu 690 Nm auf die Kurbelwelle. Dank Leichtbau (fahrfertig wiegt der F12 nur 1630 kg) reicht das für im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Beschleunigungswerte (3,1 sec. auf Tempo 100; 8,5 sec. auf 200) und eine Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h (wo’s erlaubt ist).

Damit ist die Latte für den programmierten Überflieger aus Maranello eine weiteres Stück nach oben gelegt worden, steht heuer doch auch die Premiere des Enzo-Nachfolgers auf dem Programm. Alle paar Jahre leistet sich Ferrari bekanntlich eine Kleinserie eines extremen Supersportwagens, eine Tradition, die mit dem legendären F40 begonnen und zuletzt den Ferrari Enzo Ferrari hervorgebracht hat.

Dessen Nachfolger wird nun im Frühjahr erwartet (der Autosalon in Genf Anfang März ist ein heißes Datum für die Weltpremiere) und soll die zuletzt durch Neueinsteiger wie etwa McLaren (siehe Seite 8) etwas verschwommene Hierarchie in der Supersportwagen-Liga wieder zugunsten des angestammten Rudelfüherers nachschärfen.

Über Leistungsdaten und Namen des Neuen wird in einschlägigen Kreisen bereits heftig spekuliert. Nicht falsch liegen dürfte man dabei jedenfalls, wenn man auf folgende zwei Fakten tippt: Straßentaugliche Formel-1-Technik und ein astronomischer Preis.

Maserati

Vergleichsweise wohlfeil – wenn auch immer noch in der Luxusliga zu Hause – erscheint da die wichtigste Premiere der noblen Verwandtschaft aus Modena.

Der lange erwartete neue Maserati Quattroporte steht bei uns ab Februar um rund 180.000 Euro als exotische Alternative zum deutschen Luxus-Triumvirat Audi-BMW-Mercedes zur Verfügung. Die ausgewachsene Limousine (5,26 m) ist vorerst in zwei Motorisierungsvarianten zu haben. Der Biturbo-V6 leistet 410 PS, der bei Ferrari in Maranello gebaute 5,3-l-V8 (ebenfalls mit zwei Turboladern bestückt) hat 530 PS zu bieten. Beide Triebwerke kommen in Verbindung mit einer Achtgang-Automatik.

Später könnte auch noch eine Diesel-Variante folgen, wie Maserati-Chef Harald Wester im Motor-KURIER-Gespräch angedeutet hat.

Besonders interessant für die Kundschaft im Alpenland: Der Quattroporte mit V6-Motor wird auch mit Allradantrieb geordert werden können.

Fiat

Kann sich die Maserati-Kundschaft beim luxuriösen Quattroporte aussuchen, ob sie 4 oder 5 Sitzplätze haben will, bietet Fiat ab Oktober des Jahres sogar im Kleinwagen-Segment die Wahl zwischen 5 und 7 Sitzen.

Der im Vorjahr als Fünfsitzer präsentierte Fiat 500L geht nämlich ab dem Herbst als 500XL in die zusätzliche Verlängerung und wird mit zwei weiteren Sitzen in der dritten Reihe angeboten. Das macht den Nachfolger des Fiat Idea bzw. Lancia Musa als kompakter Minivan des Hauses zu einem veritablen Siebensitzer.

Bereits im September steht mit dem 500l Trekking eine weitere Variante des Fiat für die Kleinfamilie auf dem Programm. Nach dem Muster des Panda Trekking darf man hier etwas Geländewagen-Look erwarten (allerdings ohne Allrad).

Für den Stammvater der so erfolgreichen 500er-Serie der Turiner, steht überdies schon ab März ebenfalls eine zusätzliche Version auf dem Programm. Der Fiat 500S (wie Sport) will allerdings nicht dem Abarth Konkurrenz machen, sondern beschränkt sich auf optische Sportlichkeit (die heißen Motorisierungen bleiben dem 500 Abarth vorbehalten).

Die Unterscheidungsmerkmale zum normalen 500 – wie andere Stoßfänger, Seitenschweller und 16-Zoll-Felgen – stammen von der in Mexiko gebauten US-Version des kleinen Fiat.

(kurier) Erstellt am 15.01.2013, 15:53

Diskussion

Kommentare aktualisieren