Letztes Update am 06.06.2012, 10:20
Die Behinderung des wie auch immer motorisierten Individualverkehrs als Ziel.
Es wäre ein Zeichen. Für die Förderung der sonst so gepriesenen Elektro-Mobilität und für die effizientere Nutzung des knappen Parkraumes in der Stadt. Keine Kosten – und ein Ansturm von Gratisparkern auf Wiens Kurzparkzonen wäre angesichts des Preises und der Beschaffenheit des Vehikels auch nicht zu befürchten gewesen.
Aber was in anderen Städten möglich ist, wird den künftigen Besitzern eines Renault Twizy und ähnlicher Gefährte in Wien nicht gestattet. Denn hier muss die Parkometerabgabe entrichtet werden, wenn ein mehrspuriges Kfz in einer gebührenpflichtigen Kurzparkzone abgestellt wird. Egal, ob es 6 oder nur 2,3 m lang ist, egal, ob es von einem durstigen 12-Zylinder oder einem kleinen Elektromotor angetrieben wird.
Durch ein paar Anreize den viel beschworenen Umstieg auf E-Mobilität in Schwung zu bringen, ist also sichtlich nicht Sache der Wiener Verkehrspolitik. Denn selbst ein so kleines, auf den Transport einer Person konzentriertes Vehikel wie der Twizy ist ein motorgetriebenes Individualverkehrsmittel – und die gilt es zu behindern, wo immer es geht.
Denn gerade in den Elektroautos könnten in Hinkunft vor allem die verpönten Bewohner des Speckgürtels der Stadt sitzen. Die haben – anders als die meisten Menschen in der Stadt – zu Hause eine mit dem Auto erreichbare Steckdose und kommen mit der knappen Reichweite für den täglichen Weg in die Stadt und zurück aus. Aber die Einpendler sieht die Stadt-Politik lieber als Fracht der Massenverkehrsmittel.
Egal, ob die jetzt für jeden praktikabel sind oder nicht.
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