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KURIER
Solide Spurstabilität und hoher Nutzwert gibt's beim neuen Panda. - Foto: werk

Letztes Update am 09.08.2012, 16:54

Fiat Panda: Zwei Herzen in der Bärenbrust. Fiat Panda TwinAir Turbo: Die dritte Generation ist erwachsener und geräumiger – und der Motor fordert Entscheidungen vom Fahrer.

Das mit der tollen Kiste ist gute 30 Jahre her. Damals reichten noch ein paar pfiffige Ideen im Interieur (verschiebbarer Aschenbecher, Rücksitze zur Babymulde umsteckbar etc.) und eine am Nutzwert orientierte Karosserie, um sich von den anderen Kleinwagen abzusetzen, die alle eigentlich große Autos sein wollten.

Heute muss selbst ein Kleinwagen wie der Panda nicht nur erhöhte Sicherheitsvorschriften erfüllen, sondern auch den gestiegenen Erwartungen der Kundschaft an ein Alltags-Auto gerecht werden.

In Turin hat man daher bei der Entwicklung der dritten Panda-Generation vor allem die weitere Verbesserung des Nutzwertes im Auge gehabt. Das hat nicht nur viele neue Ablagen im Cockpit zur Folge, sondern auch ein sanftes Wachstum der Karosserie.

Letzteres kommt den Fond-Passagieren und dem Kofferraumvolumen zugute. Ersteres bringt neben der Rückkehr der Ab­lagemulde des Ur-Panda zusätzlich noch ein sehr geräumiges, abschließbares Staufach direkt darunter. Und bei der Auswahl der Materialien für das Interieur wurde der Hartplastik-Look des Vorgängers durch ansprechendere Kombinationen ersetzt.

Abseits solcher Geschmacksfragen punktet aber auch der Panda 3 vor allem mit der Fähigkeit, vier Erwachsene problemlos transportieren zu können und dabei denen in der zweiten Reihe weder Turnübungen beim Ein- und Aussteigen, noch klaustrophobe Anfälle während der Fahrt zu bescheren. Als Fünfsitzer (91,80 Euro Aufpreis) ist er dennoch nur für Kurzstrecken gedacht.

Im Fahrbetrieb zeigt sich die neue Erwachsenheit in souveränerem Umgang mit Bodenunebenheiten und solider Spurstabilität.

Verbrauch

Ist der neue Panda mit dem Zweizylinder-Turbo ausgerüstet, hat es der Pilot in der Hand, welches Herz in des Bären Brust er erweckt. Wählt er per Taste den Eco-Modus und beschränkt sich auf träges Mitschwimmen im Verkehrsfluss bei gleichzeitig unablässiger Betätigung des Schalthebels, kommt er selbst im reinen Stadtverkehr im Schnitt mit unter 6 Litern Sprit aus. Diese Art von Selbstbeschränkung schließt auch das Ertragen der zähe arbeitenden Start-Stopp-Automatik mit ein.

Setzt er hingegen auf das Kämpferherz des Panda und nutzt die Freuden des Turbo-Schubes immer voll aus, dann wird das Grinsen im Gesicht ob der dadurch verbreiteten Fahrfreude so breit wie die Tankrechnung danach hoch.

Unterm Strich zeigt sich der neue Panda als solider Kleinwagen mit hohem Nutzwert, der optisch etwas von seinem kantigen Charakter eingebüßt hat.

Steckbrief: Fiat Panda 0,9 Turbo

Antrieb 2-Zylinder-Benzin, 875 , 62 kW/85 PS bei 5500 U/min, maximales Drehmoment 145 Nm bei 1900 U/min, oben liegende Nockenwelle, 8 Ventile, Turbolader, Euro5; Kraftübertragung: Front, 5-Gang-Getriebe.

Fahrwerk Vorn Federbeine, hinten Verbundlenker, vorn Scheiben-, hinten Trommelbremsen, Servolenkung, ABS, ESP; Maße: Länge x Breite x Höhe 3653 x 1643 x 1551 mm, Radstand 2300 mm, Wendekreis 9,3 m, Gewicht 975 kg, Zuladung 480 kg, Gesamtgewicht 1455 kg, Tankinhalt 37 Liter, Kofferraum 225–870 Liter.

Messwerte Spitze 177 km/h, 0–100 in 11,2 sec; Testverbrauch: 6,0 Liter Super/100 km , Reichweite 616 km; Emission in g/km: 99.

Kosten Steuer/Jahr € 250,80; Preis: € 14.542,–.

(kurier) Erstellt am 09.08.2012, 16:46

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