Letztes Update am 29.05.2012, 10:42
Der A3 legt die Latte hoch.
Der erste erschien 1996 und der Begründer der Premium-Kompaktklasse. In dieser Rolle ist der A3 seither Marktführer. Nun steht die dritte Generation in den Startlöchern.
Die Konkurrenz hat nicht geschlafen. Das Feld der Premium-Kompakten wurde in den letzten Jahren immer dichter besetzt, was den Marktführer unter Zugzwang gesetzt hat. Es war also eine Rundumerneuerung der A3-Modellfamilie fällig.
Drei- und Fünftürer gab es ja immer schon, auch wenn Letzterer seit der zweiten Generation größer ist und Sportback heißt. 2008 fügte man dann noch ein Cabrio hinzu. An den bisherigen A3-Varianten wird auch in der dritten Generation nicht gerüttelt, allerdings wird sich bald eine Limousine dazugesellen.
Bild: Die drei Audi Generationen.
Der Neue betont seine Breite durch horizontale Lufteinlässe vorne und zweigeteilte Heckleuchten hinten. Der markante Kühlergrill ist an den oberen Ecken nun abgeflacht und wird durch moderner gezeichnete Scheinwerfer umrahmt, die laut Audi erstmals in der Kompaktklasse auf Wunsch in Voll-LED-Ausführung zu haben sind.
Durch Leichtbauweise in verschiedensten Bereichen wurden je nach Modell bis zu 80 kg Gewicht eingespart. Somit steht der neue A3 trotz mehr Ausstattung gewichtsmäßig auf einer Stufe mit seinem Urahn.
Der Innenraum ist gewohnt hochwertig und intuitiv gestaltet. Abgesehen von unzähligen Assistenzsystemen hat man besonderes Augenmerk auf die Vernetzung im Auto gelegt: Wer MMI und Audi connect ordert, kann einen WLAN-Hotspot erstellen, Googles Kartendienste am 7-Zoll großen Flachbildschirm anzeigen, Wetter- und Verkehrsinformationen abrufen oder Musik vom iPhone streamen.
Das Fahrwerk ist sportlich straff und lädt zum Kurvenfressen ein. Werden die Bandscheiben zu sehr beansprucht, schaltet man auf den Comfort-Modus um.
Motorenseitig gibt es vorerst einen 1,4-l-Benziner mit 122 PS und einen 2,0-l-Diesel mit 150 PS, die beide mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt sind und mehr als ausreichend Kraft bieten. Bis Ende des Jahres werden Motoren mit Leistungen von 105 bis 180 PS folgen, teils mit S tronic und die Stärksten mit Allradantrieb. Die Aggregate sollen im Durchschnitt 12 % weniger Sprit brauchen als die Vorgängerversion. 2014 soll dann noch ein Plug-in-Hybrid kommen.
Zur Markteinführung im September wird der günstigste Audi A3 der dritten Generation € 24.540,– kosten, die Preise für Sonderausstattungen stehen noch nicht fest. Preislich über die 30.000 zu kommen, sollte aber erfahrungsgemäß ein Leichtes sein. Premium ist eben nicht billig.
Bild: Volle Vernetzung samt WLAN möglich: Mit Audi connect wird der 7-Zoll-Monitor zur Kommandozentrale.
(kurier/Daniel Schubert)
Erstellt am 30.05.2012, 07:00