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KURIER
"Sea Lion": James Bonds Lotus lässt grüßen. - Foto: Mark Witt / Youtube

Letztes Update am 16.05.2012, 16:57

Das schnellste Amphibien-Fahrzeug der Welt. Gebaut um Rekorde zu brechen: Der "Sea Lion" von Mark Witt ist das schnellste Amphibien-Fahrzeug der Welt - zu Wasser und zu Land.

Er sieht aus wie ein LeMans-Rennwagen, der vorne mit einer Schaufel zum Schneeräumen und hinten mit einem Laubgebläse ausgestattet ist. Doch der Sea Lion ist nicht der wahrgewordene Traum autoverrückter Gärtner, sondern ein Amphibienfahrzeug: Ein Wagen, der auf der Straße und auf dem Wasser fahren kann. Sein Erfinder will das Fahrzeug nun um 260.000 US-Dollar (204.113 Euro) verkaufen.

sea lion
Im "Asphaltmodus": Schnittige Sportwagen-Optik. - Foto: Mark Witt / Youtube

Von der CAD-Planung über das Plasmaschneiden und Verschweißen der Karosserieteile bis zum Abdichten des Motors – sechs Jahre hat der Erfinder Mark Witt mit Präzision an seiner Vision gebastelt und dabei ein Ziel verfolgt: Der Sea Lion sollte das schnellste Amphibienfahrzeug der Welt werden. Der Traum wurde Wirklichkeit: Mit bis zu 97 km/h zischt der schwimmende Sportwagen über das Wasser. Auf asphaltierten Straßen erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 201 Stundenkilometer.

 

Schneller geht noch

Sea Lion - Amphibienfahrzeug
Ahoi! Von der Autobahn zum Hafen und nach kurzer Verwandlung ins Wasser. - Foto: Mark Witt / Youtube

Dabei werkt im Sea Lion ein betagter Wankelmotor von Mazda. Das Aggregat mit der Bezeichnung "Rotary 13b" stammt aus dem Jahr 1974 und leistet knapp 180 PS. Laut Witt könnte der Oldschool-Wankel ohne Probleme gegen sein modernes Pendant, den Renesis RX8, ersetzt werden. Mit einigen zusätzlichen Motormodifikationen könnte der Wagen dann auf der Straße sogar 289 Stundenkilometer schnell sein. Kein Problem, wenn der neue Besitzer keine Lust auf schmierige Hände hat. Witt macht sich die Finger gerne schmutzig. "Ich könnte mir vorstellen, in Zukunft gemeinsam mit dem Käufer alle weiteren Veränderungen und Umbauten vorzunehmen", sagt der Konstrukteur.

Für die Fahrt im Wasser verwandelt sich der Wagen: Die Räder werden leicht angehoben und von einem Metall verdeckt um einen ebenen Unterboden zu schaffen. Auch die vordere Klappe schwenkt nach oben, damit das Auto nicht vom Wasser überspült wird. Über das "Laubgebläse" – eine schwenkbare Düse – wird nun die Geschwindigkeit und Fahrtrichtung gesteuert.

 

Die Autowelt im Umbruch: Vor wenigen Wochen debütierten auf der Auto Show in New York die ersten fliegenden Autos. Alle Infos, Bilder und Videos zum Transition und dem PAL-V finden Sie hier.

(kurier) Erstellt am 17.05.2012, 07:00

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